Mit dem neuen Album "From Every Sphere" ist Ed Harcourt erneut ein Geniestreich gelungen. Das neue Album ist unverkennbar ein "echter Harcourt", jedoch wirkt der junge Songwriter, Instrumentalist und zugleich Sänger Harcourt im Vergleich zum Debutalbum "Here Be Monsters" gereifter und involviert ein weitaus größeres Spektrum an musikalischer Experiementierfreudigkeit, was eindeutig aufgeht. Er verbindet konservative Bigband-Brass-Sounds mit futuristisch-surreal anmutenden Samples, in die sich in gewohnter Marnier die melancholischen Klavierpassagen à la "The Ashes of Creation" par excellence einfügen und mit der unaufdringlichen Gesangsstimme ein harmonisches Gesamtgefüge bilden. Ed Harcourt hat sich weiterentwickelt, und, ohne Frage, in die richtige Richtung. Sein Mut, Ungewöhnliches mit Harcourt-Typischem zu kombinieren, zahlt sich aus. Für all jene, die das erste Album mögen, ist "From Every Sphere" der absolute Muss, doch auch für alle, die sich von harmonisch-melancholischen Träumereien verzaubern lassen möchten.