Ed Harcourt ist alles andere als ein weltbekannter Künstler. Der 1977 in Sussex/England geborene Harcourt beginnt seine "Musikkarriere" in der Indie-Band Snug und beendet sie infolge Erfolglosigkeit gleich wieder. Harcourt ist kein Band-Teamplayer. Er will vor allem Songs schreiben.
So bleibt er weiter am Ball und ergattert seinen ersten Plattenvertrag. Das Album Maplewood erscheint, danach folgt Here be monsters. Harcourt entwickelt seinen eigenen Singer/Songwriter-Stil und liegt immer knapp neben dem Mainstream. In seinen Songs kann er weder seine Vorliebe für Tom Waits, noch seine musikalische Verwandschaft mit Jeff Buckley oder Badley Drawn Boy verheimlichen. Vermutlich will er das auch gar nicht.
From every Sphere ist, meiner Ansicht nach, Harcourts harmonischtes Album. Da greift ein Song in den anderen, wie die Zahnräder eines gut funktionierenden Uhrwerks. Harcourts Stimme bearbeitet die Bandbreite von kräftigem Gesang bis zum flüsternden Soulstück. Dabei passt der Brite in keine musikalische Schublade, ist völlig eigenständig. Seine Stücke atmen Melancholie und Sehnsucht aus, bilden einen atmosphärisch perfekten Hintergrund für einen gelungenen Abend. Harcourt ist ein Insidertipp für diejenigen, die an diversen Undergroundgrößen verzweifelt sind, sobald sie erst einmal bekannt waren. Anspieltipps: Bittersweetheart, Sister Renee, Fireflights take flight und From every Sphere.
Einziges Manko dieser wunderbaren CD: Der(viel zu hohe) Preis.