Nun, wer diese Rezension liest, dem braucht man Kristofer Aström wirklich nicht mehr vorzustellen.
Der schwedische Singer/Songwriter hat mit seinem neuen Album ,From Eagle To Sparrow' erneut ein brillantes Album abgeliefert. Er hat ein sehr ruhiges, intensives Album vorgelegt, mal wieder abseits von rockigeren Tönen, einfach nur mit der Gitarre und ein bisschen Mundharmonika. Und genau so mag ich ihn eigentlich auch am liebsten. Er schafft es wie kaum ein anderer, stille schmerzliche Songs zu singen und zu spielen, die allerdings nie eine gewisse Leichtigkeit abschütteln und schon überhaupt nicht ins Depressive rutschen.
Er versucht nicht die ,grossen' Melodien zu schreiben, aber gerade dadurch gelingt es ihm Lieder zu schreiben, die trotzdem schnell im Ohr hängen bleiben. Da fällt mir als Vergleich am ehesten Elliott Smith ein, teilweise erinnern mich einige Songs auch an Conor Oberst.
Ich möchte hier noch empfehlen, sich die 2 verfügbaren Bonustracks zu kaufen (,What if' und ,Power of Love') letzteres eine phantastische Coverversion der ,Frankie Goes To Hollywood-Ballade'. Ohne den Text hätte ich das Lied möglicherweise kaum erkannt, Aström hat eine eigene tolle Version daraus gebastelt, vom Original blieb kaum etwas übrig.
Na, da freue ich mich doch schon auf die Tournee im Frühjahr 2012, hoffentlich nicht in leeren Hallen....