Aus der Amazon.de-Redaktion
Gelegentlich wirkt der manierierte "schwarze Gesang" des britischen Gitarrengottes etwas deplaziert. Dennoch ist diese 94er Hommage an seine Blueswurzeln, an der er bezeichnenderweise fast ein Jahrzehnt bastelte, ein Hammer. Die Songliste ist eine einzige Geschichte des Blues, und die im Studio live aufgenommenen Nummern sind von einer Lebendigkeit, wie man sie auf Claptons Popalben seit zwanzig Jahren nicht mehr gehört hat. Klar, es sind Claptons gitarristische Fähigkeiten, die hier im Mittelpunkt stehen. Seine Slide- und Rhythmusarbeit, auch seine schwindelerregenden Soli klingen reicher im Sound als sonst -- ein Grund hierfür ist möglicherweise der Wechsel von seiner üblichen Stratocaster zu den fetter klingenden Gibson-Gitarren während dieser Sessions. Der Ex-Muddy Waters Harmonikaspieler Jerry Portnoy ist der zweite, heimliche Star dieser CD. Sein Spiel paßt perfekt zu Claptons virtuoser Gitarre, und bietet eine Gelegenheit, mal wieder daran zu erinnern, daß der Blues senen Ursprung in den Mississippi Deltas hat. --Ted Drozdowski
INTRO
Der gute Eric sieht zwar so aus wie REINHARD MAY, hat aber im Gegensatz zu seinem deutschen Kollegen eine Überladung Blues! Tracks wie "Blues Before Sunrise", "Groaning The Blues", "How Long Blues" oder "Blues Leave Me Alone" sprechen da eine deutliche Sprache. Mit ebenso erstklassiger wie zurückhaltender Unterstützung live und ohne Overdubs oder Edits eingespielt, dürfte das audiophile Ergebnis letztendlich aber nur die gesetzte Stiefel-Fraktion interessieren. Blues eben, nicht wahr, Willie?
Waldemar Hartmann / Intro - Musik & so
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Audio
Daß der Gitarren-Heroe den Blues "von der Wiege an" hatte, ist übertrieben; verbürgt ist, daß er Clapton in jungen Jahren packte. Entsprechend souverän spielt er auf, delikat mit Dobro, sonst flüssig und bissig. Neu ist, daß Erics Stimme wie ein Kettenhund losbellen kann (Blues Before Sunrise). Bei den 16 Songs setzte er kaum auf Standards, von Hoochie Coochie Man oder It Hurts Me Too abgesehen, bei denen Routiniers wie Jim Keltner oder Chris Stainton mitmischen. Schade, daß die Aufnahmen, live im Studio, allzusehr nach "authentischem" Blech-Sound klingen.
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Stereoplay
Seltsam: In einem gewissen Alter scheinen die Rock-Veteranen der wilden Sechziger ihre Wurzeln zu suchen. Das gilt für Neil Young, für die Stones, die auf ihren jüngsten Alben wieder so gut wie früher waren. Und es gilt für Eric Clapton. Da war erst der "Unplugged"-Mitschnitt, der den 90er Jahren den Akustik-Rock-Stempel aufdrückt. Und da ist jetzt "From The Cradle", ein Album mit 16 Coverversionen von Bluesklassikern, das so schwarz klingt, wie der Blues eines Weißen nur klingen kann. Live im Studio entstanden die Aufnahmen im Geiste von Eddie Boyd, Willie Dixon, Elmore James und weniger bekannten Vätern. Bewährte Sessionleute (Chris Stainton, Jim Keltner und andere) begleiten Clapton auf diese Reise back to teh roots.
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Produktbeschreibungen
(1994 'Reprise') (60:20/16) His best blues record: ERIC CLAPTON - gtr/voc, JERRY PORTNOY - hca, CHRIS STAINTON - kbd, DAVE BRONZE - bass, JIM KELTNER - drums, plus horn section.