Vor mir liegt ein wunderschönes kleines Weihnachtsbüchlein der bekannten Kinderfotografin Anne Geddes.
Bilder ganz entzückender Babys in ungewöhnlicher Umgebung erfreuen den Betrachter. Die putzigen kleinen Gesichter, denen jede Empfindung abzulesen ist, wirken ungemein berührend. Diese Babys u.a. als kleine Engel abzulichten ist keineswegs blasphemisch. Es sind Engel, was sonst? Wann beginnt der Mensch sich zu ändern? Warum kann er im Herzen nicht so bleiben, wie er einst während der ersten Lebensmonate war? Wodurch verliert der Mensch seine Unschuld? Durch sein Vorteilsdenken?
Neben den hübschen Fotos enthält das Büchlein die Texte vieler schöner Weihnachtslieder, auch jenen von Joseph Eichendorff, den ich im dritten Schuljahr einst auswendig lernte.
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wundervoll beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen , heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreis schlingen
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt wie wunderbares Singen
Oh du gnadenreiche Zeit!
Sehr lesenswert, weil es das Herz berührt.
1