6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atmosphäre pur, 3. Dezember 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Chronicles of Spellborn - Premium Edition (Computerspiel)
Da das Spiel gerade mal eine Woche draussen ist wäre es gelogen zu sagen dass es perfekt ist da es doch noch einige patches in den Detals benötigt.
Trotzdem vergebe ich die volle Punktzahl da das mit Wichtigste am Spiel nämlich das innovative Kampfsystem durchaus schon als perfekt bezeichnet werden kann.
Wenn man sich noch nicht mit Spellborn beschäftigt hat kann gerade das Kampfsystem am Anfang auch für Frust sorgen aber wenn man sich an das Neue herantraut und es einige Tage testet merkt man wieviel Möglichkeiten dieses bietet und endlich einmal einen wirklich individuellen Charakter ermöglicht (was man auch schon zur Charaktererstellung feststellt, da man seine eigene individuelle Rüstung wählt, die man nie mehr gegen irgendwelchen super Satuswerten einer leider hässlichen Rüstung tauschen muss wenn man nicht will).
Die Quests bzw. Questtexte sind sehr schön gestaltet und machen immer wieder Lust auf mehr und machen neugierig wie die Geschichte wohl weiter geht (wie schon geschrieben ist die Übersetzung zur Zeit fehlerhaft was aber nur daran liegt dass man vorläufig auf eine Betaversion zurückgreifen musste weil es Probleme bei der aktualisierung gab, es ist jedoch damit zu rechnen dass wohl zum Wochenende hin die aktuelle und weitestgehend fehlerfreie Version aufgespielt wird).
Die Preispolitik zur Einführung von Spellborn ist auch nur Richtungweisend zu nennen da man hier quasi den Client kostenlos zur verfügung gestellt bekommt und man eigentlich nur die monatlichen Gebühren zu entrichetn hat.
Neben der hier von mir rezennsierten Version mit 3 Freimonaten Spielzeit gibt es noch eine für um die 15Euro welche einen Freimonat enthält.
Für Spieler welche sich nichts kaufen ohne es vorher getestet zu haben wird es ab dem 5. Dezember den Client kostenlos zum Download geben (mit diesem kann man ohne zeitliche Beschränkung das Spiel bis Level 7 testen, auch eine Sache an der sich bekanntere Spiele nur eine Scheibe abschneiden können).
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Unentschlossen, 29. November 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Chronicles of Spellborn - Premium Edition (Computerspiel)
Also ich muss ehrlich sagen, ich war noch nie so unentschlossen bei einem MMO. Ich habe so ziemlich alle MMOs gespielt die bislang in Europa erschienen sind (Was ja mittlerweile schon einige sind). Seit Ultima Online hatte ich eigentlich noch kein Spiel wo ich nicht gleich in den ersten Stunden sagen konnte ob ich das Spiel mag oder nicht. Bei Spellborn ist das anders.
Kommen wir kurz zum Überblick...
Grafik und Sound:
Die Grafik reißt einen nicht vom Hocker und wenn ich sie irgendwie einordnen müsste würde ich sagen sie ist etwa auf dem Stand von vor 2 Jahren. Keines Wegs vergleichbar mit z.b. Everquest2 oder Warhamemr Online, aber sie hat einen Comic Charme, der mich ziemlich an Fable, Sudeki oder ähnliche Fantasy errinnert. Die Figuren sind überzeichnet, comic haft - was dem Spiel einen durchaus Kindlichen Charm verleiht.
Der Sound ist okay, er reißt mich nicht vom hocker, besticht nicht durch genialität, stört aber nicht. Nach 6 Stunden spiel hab ich ihn ausgeschaltet und die Umgebungsgeräusche gelassen, was etwa 0 unterschied gemacht hat. Also es hat nichts von der Atmosphäre geraubt.
Charakterdesign und Charakterklassen:
Wie schon gesagt ist es Comichaft, erlaubt es jedoch individuell den Charakter zu gestalten. Es gibt zwar nur 2 Rassen, eine Humanoide und eine die bisschen aussieht wie ein Dämon, dazu 4 Körpermodelle, vom Ausladenden Kämpfer (dessen Schulterspanne etwa so groß ist wie seine Körpergröß) bis zum Strich in der Landschaft, es gibt sogar einen Körper für einen Fetten Charakter, was ich bislang noch nirgends sonst gesehen habe (und mit Fett meine ich eine Tonne). Größe kann man nicht ändern, Es gibt auch nur etwa 9 oder 12 verschiedene Köpfe, wovon es nur 3 oder 4 modelle sind und dann verschiedene "Texturen". Haare reißen einen nicht vom Hocker. Aber dafür kann man die Rüstung individuell zusammen stellen. Jedes Schienbein, jede Armteil, jeder Schulterschützer individuell auswählen. Man wählt Kleidung und Rüstung aus, was zusammen kombiniert das Aussehen ergibt. So gibt es doch eine vielzahl an Kombinationen und einen Individuellen Charakter.
Als Klassen gibt es derer 3. Krieger, Magier und Schurke. Diese kann man auf Stufe 5 weiter unterteilen in je 3 Subklassen, die obwohl sie einzigartig erscheinen, doch irgendwo an die Klassiker erinnern. Petcaster, Heiler und Damagedealer bei den Magiern. Tank, Paladin und Damagedealer bei den Kämpfern und so weiter. Aber das wird der geschichte nicht gerecht, man hat sich hier versucht von der Masse abzuheben. Ob das Gelungen ist, muss jeder selbst entscheiden. Jeder der Klassen hat jedoch eine Solo Subklasse und eine Team Subklasse und eine die beides moderat kann, was für mich ein Bonus ist.
Negativ Punkte:
Für mich fällt negativ auf, das noch nicht alles im Spiel eingedeutscht ist. Immer wieder findet man Texte die noch Englisch sind und auch bei den Deutschen übersetzungen sind sie sich nicht immer einig. So heißt im Charaktererstellungschirm die eine Subklasse der Krieger Champion, im Spiel ist sie dann Grollkrieger, Grollkämpfer hab ich auch gesehen... oder in den texten in English, die Wraightguard.
Die ersten Area besticht erstmal durch ihren Aufbau ist jedoch viel zu groß und wirkt irgendwie Leer. In dem Punkt erinnert es mich an Final Fantasy Online. Gigantische Areale die es zu durchqueeren gilt. Kaum NPCs sind unterwegs so das es einfach Leer wirkt. In den Wäldern vor der Stadt hocken dann die Gegner so dicht aufeinander das ein Abkürzen durchs Unterholz, statt auf den Pfaden, in einem Train aus Monstern endet. Aber wenigstens brauch man so keine KS zu befürchten.
Im Himmel scheinen irgendwelche Vögel herum zu fliegen, genau konnte ich es nicht erkennen, was jedoch eher wie ein halbmond Stock aussieht, da sie sich nicht bewegen.
Der Magier spielt sich kaum wie ein Magier, denn irgendwie kloppe ich trotzdem mit meinem Streitkolben (ja auch Magier können hier andere waffen als nur Robe und Stab tragen - Magier mit Schwert und Rüstung? Kein problem in Spellborn) durch die Gegend. Aber das wird hoffentlich noch auf höheren Leveln.
Das Zielsystem ist frei und ähnlich wie bei Tabularasa. Wer das dort schon nicht mochte, wirds in einem Fantasy Spiel auch nicht mögen. Durch das Freie Zielsystem bekommt das ganze natürlich einen Hack&Slash Charakter, ähnlich wie bei Fabel. Man kann wild "schwingend" durch die Gegend rennen und monster abschlachten. Um sie rum rennen, damit sie einen nicht treffen können funktioniert auch. Ich weiß nicht wie sehr mir das auf lange sicht gefällt.
Die Downtimes sind lang. Ohne um ein Gegner herum zu rennen, damit man möglichst wenig getroffen wird, habe ich nach jedem Kampf 1:1 nur etwa 50% HP übrig und das auf Level 2. Das hat die ersten 5 Level (ab dann beginnt man mächtiger zu werden und es wird etwas schneller) ziemlich in die länge gezogen. Auch das man kaum hilfe bekommt wo man hin muss, ist etwas nervtötend. Muss ja nicht gerade an der Hand geführt werden, aber das z.b. das Nordtor eigentlich das Osttor ist... sowas sollte man schon gesagt bekommen.
Das Fertigkeitssystem ist neu, ich mag und ich hasse es. Man hat eine Spindel in die man Fertigkeiten einlegt. So das man durchplanen muss welche Fertigkeiten man wann braucht und so Combos zusammen stellt. Nerfig ist jedoch wenn man mal kurz Buffen will, vor einem Kampf, und der Buff irgendwo auf Stufe 3 liegt, weil man eigentlich auf stufe 3 verschiedene "Opener" hat. Einerseits verkompliziert es so einiges, andererseits packt es eine taktische Komponente zum Spiel, ähnlich wie bei Guildwars, wo man sich vorher überlegen muss wann man was brauchen kann und was man mitnimmt.
Fazit:
Ich erwarte bei MMOs schon lange keine total ausgereiften Produkte mehr. Dazu sind sie zu komplex. Hatte jedoch keine Probleme von Technischer Seite, die Auflösung und Grafik einstellungen sind auch am Anschlag, obwohl mein Rechner nun 2,5 Jahre alt it. Das Spielsystem ist etwas bei dem ich eine Hassliebe habe. Einerseits gefällt mir der Taktische Aspekt, andererseits missfällt mir z.b. die Steuerung und das Zielen.
Gottseidank gibt es zur Premium Edition 3 Monate Spielzeit, bis die abgelaufen ist, weiß ich hoffentlich ob es doch die Negativpunkte überschatten kann. Potential hat es auf jeden Fall und für den Preis, lohnt es sich das Spiel anzusehen.
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