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Fritz Hartnagel Der Freund von Sophie Scholl
 
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Fritz Hartnagel Der Freund von Sophie Scholl [Gebundene Ausgabe]

Hermann Vinke
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Arche Verlag; Auflage: 1., Aufl. (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3716023418
  • ISBN-13: 978-3716023419
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.656 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hermann Vinke
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hermann Vinke beschreibt in einer eindrucksvollen Biographie, was den Offizier Fritz Hartnagel (1917-2001) und die Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921-1943) miteinander verband und wie der eine ohne die andere nach Kriegsende weiterlebte.

Klappentext

"Ein neues Buch porträtiert Sophie Scholls Freund Fritz Hartnagel. Hermann Vinke wertet unter anderem die bisher unveröffentlichten Briefe aus, die Scholl mit dem vier Jahre älteren Wehrmachtsoffizier gewechselt hat. Dabei ergibt sich ein anderes Bild, als es der Film 'Sophie Scholl - Die letzten Tage' vermittelt."
Der Spiegel

"Hermann Vinke macht uns nun in seinem anrührenden Porträt mit dem Freund Sophie Scholls bekannt, der in der Begegnung mit ihr reifte und dessen aufrechter Lebensweg uns ein Vorbild sein kann."
Die Zeit

"Vom Mut, nein zu sagen - Hermann Vinkes anrührendes Porträt Fritz Hartnagels, des Freundes der Sophie Scholl."
Die Zeit -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
... macht trotz allem (totz all den geschehenen, immer wieder unbeschreiblichen Verbrechen der Nazis) Mut!

Ein Buch, das mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Als "Weisse Rose"-Interessierter war ich natürlich gespannt darauf, ob ein neues Buch noch weitere Aspekte dieser Widerstandsbewegung und dieser Zeit erläutern würde. Viele Bücher zur "Weissen Rose", zu Hans & Sophie Scholl, zu Willi Graf, Kurt Huber, Christoph Probst und anderen grossen Persönlichkeiten sind bereits erschienen und einen Grossteil davon habe ich ebenfalls gelesen. Aber selten hat mich ein Buch so gepackt wie dieses und in einigen Passagen lebt die Wut gegen die Nazi-Menschen und die Trauer über das Nie-Wieder-Ungeschehen-Zu-Machende wirklich auf, denn Vinke versteht es, die JETZT ERSTMALS VOLL ZUGÄNGLICHEN BRIEFE von Sophie Scholl und ihrem Freund Fritz Hartnagel in einen fliessenden Erzählstil einzubinden.

Auch sehr aufschlussreich die Aussagen von Elisabeth Hartnagel (geborene Scholl, Schwester von Hans & Sophie, die dann Fritz's Ehefrau wurde, einzig noch lebendes Familienmitglied der Familie Scholl) und wie sie und Fritz sich gefunden haben und die gemeinsame Trauer um Sophie die beiden noch näher zusammen brachte. Das Buch wirkt sehr nahe, da die zahlreichen Briefauszüge ja original sind und lässt einen auch heute noch in teils Kapiteln Gänsehaut bekommen.

Bemerkenswert, wie konsequent Fritz Hartnagel, so gut es eben ging, nach dem hinterhältigen Mord an Sophie (anders kann man das wohl nicht bezeichnen), seinen Weg im passiven und dann auch aktiven Widerstand ging. Wie er sich während des Krieges noch, zum Teil unter grössten Gefahren, und auch danach für die "Gerechtigkeit" einsetzte und so im wahrsten Sinne den Geist der "Weissen Rose" jahrzehntelang weitertrug. Und so gesehen kann dieses Buch dieses WEITERTRAGEN nur noch fördern und hoffentlich so lange wie möglich am Leben erhalten.

Im August 2005 ist dann die eigentliche Briefausgabe zu Sophie Scholl und Fritz Hartnagel, herausgegeben von seinen Söhnen, angekündigt. Darauf warte ich schon jetzt äusserst gespannt und empfehle allen (auch jüngeren Leserinnen und Lesern, denn die Sprache ist einfach und flüssig gehalten), die sich für die "Weisse Rose" oder einfach auch "nur" für spannende und mutige Menschen interessieren, dieses Buch von Vinke. Meiner Meinung nach das bisher am nächsten spürbar machende Buch (auch) zu Sophie Scholl!

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von s.koehne
Format:Gebundene Ausgabe
Im Nachlass von Fritz Hartnagel, des 2001 verstorbenen Freundes von Sophie Scholl, fand sich ein riesiges Konvolut von Briefen, die dieser an Sophie Scholl und an ihre Schwester Elisabeth, seine spätere Frau, geschrieben hat. Hermann Vinke, Autor des zu Recht vielgerühmten Buches "Das kurze Leben der Sophie Scholl", hatte das Glück, Zugang zu diesem Briefwechsel zu bekommen. Entstanden ist ein bewegendes Buch, das neben der Zeitgeschichte des Naziregimes und II. Weltkriegs die miteinander verzahnten Lebensläufe dieser beiden so unterschiedlichen Persönlichkeiten beleuchtet - hier der hochdekorierte Offizier in Hitlers Wehrmacht, dort die angehende Studentin und Widerstandskämpferin gegen das Regime. Es ist faszinierend mitzuverfolgen, wie die beiden umeinander ringen und wie Fritz Hartnagel sich unter dem Einfluss von Sophie Scholl langsam von einem begeisterten Offizier zu einem Gegner des Regimes und späteren entschiedenen Pazifisten wandelt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Hermann Vinke Franz Hartnagel Arche ISBN 3716023418

Hermann Vinke begibt sich noch einmal, wie schon viele vor ihm, auf die Spuren der Geschwister Scholl, die zur Nazizeit die Widerstandsgruppe „ Die weiße Rose" begründet hatten.

Franz Hartnagel war der Freund von Sophie Scholl.

In sehr feinfühliger Art und Weise beschreibt Vinke die Beziehung zwischen den beiden jungen Leuten, die zur Zeit ihrer ersten Begegnung im Jahr 1937 16 und 20 Jahre alt waren. Hartnagel war Offizier. Sophie machte erst noch ihr Abitur, um später Philosophie zu studieren.
Die Beziehung wird als nicht ganz einfach beschrieben: Hartnagel suchte zuerst Nähe und später Distanz. Bei Sophie war es umgekehrt: sie wollte anfangs Nähe und später mehr Distanz. Darüber hinaus war Sophie Scholl von einer unbeirrbaren Gegnerschaft zum Nazireich beseelt. Erst nach und nach zieht sie Hartnagel so sehr in ihren Bann, dass auch er mehr und mehr auf Abstand zu dem Regime ging. Er hilft sihr, wo er kann, vor allem finanziell. Er weiß aber nichts von ihren Widerstandsaktivitäten.

Nachdem sich die Lage zuspitzte, die beiden Geschwister Hans und Sophie hingerichtet wurden, hat ihn eine tiefe Bindung zu der Familie Scholl erfasst, die ihn zuletzt in eine Ehe mit der Schwester von Sophie, Elisabeth Scholl, führte. Beide haben die Erinnerung an Sophie und Hans als festes Band in ihrer Beziehung angesehen.

Hartnagel durchlebte sehr traurige Phasen in Erinnerung an Sophie zugleich durchsetzt von Schuldgefühlen, weil er als Offizier weiter dem Regime diente.
Er mochte aber seine Existenz nicht total verspielen und ist seinen Weg unter Vermeidung jeglicher Schandtaten gegangen, wie sie auch in der Wehrmacht zum großen Teil verübt wurden. Im Gegenteil:. er versuchte zu helfen, wo er nur konnte, wenn es um Ungerechtigkeiten und Verfolgung ging.


Nach dem Krieg wurde Hartnagel zu einem überzeugten Kriegsgegner, der sich gegen Wiederbewaffnung und Atomaufrüstung stark machte, in der Friedensbewegung und auf Ostermärschen für seine Überzeugung eintrat.
Wir erfahren in eindrucksvollen Bildern um das Schicksal einer Reihe von Menschen, die den Krieg, Hitler und sein Regime bekämpften und darüber ihr Leben oder ihre Existenz verloren, wie der Vater von Sophie Scholl.
Ferner beeindruckt die tiefe Bindung einer geistigen Freundschaft mit überzeugender Haltung allem Unrecht gegenüber, wie sie zwischen Sophie und Franz Hartnagel gewachsen war.
Beispielhaft und vorbildlich wird noch einmal über den Mut und die Tapferkeit berichtet, mit der junge Menschen für ihre Überzeugung einen grausamen und überflüssigen Tod hinnahmen.
Das Buch ist sehr anrührend geschrieben und trotz aller bekannten Tatsachen äußerst lesenswert.
Cl.B.

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