"Mäuse-Schach" von Hilbert und Lengwenus will eine Einführung in das Schachspiel für kleine Kinder sein.
Das Buch ist im A4-Format, hat 22 Seiten, alle davon, mit zum Teil ganzseitigen, Illustrationen. Die Sprache ist typisch Hilbert, witzig und frech. Die Illustrationen sind der Zielgruppe gemäß sehr groß und bunt.
Das Buch bietet eine Rahmengeschichte, die von einer vorwitzigen, kleinen und starken Maus handelt, sowie von einem ängstlichen, netten Kater und dem klugen Mauseonkel, der die beiden vorgenannten dazu einlädt, statt zu raufen, doch lieber eine Partie Schach zu spielen.
Im folgenden wird jede Schachfigur einzeln eingeführt, ihre Zugmöglichkeiten werden erklärt, untermalt von teils witzigen, teils bemüht wirkenden Kommentaren von Maus und Katz. Dann beginnt das Spiel und es werden die Züge einer der kürzestmöglichen Partien dargestellt und kommentiert. Am Ende beschließen Maus und Katze unbedingt nochmal zu spielen.
Wer seinen Kindern Schach beibringen möchte, muss sich bei diesem Buch mit simplen Erklärungen zu den grundsätzlichsten Spielregeln sowie mit einer Musterpartie begnügen. Die klassische Gangart im Schachunterricht, vom Endspiel her das Spiel zu erlernen, wird hier nicht gewählt. Mit diesem Buch allein wird also niemand das Schachspiel erlernen, das Buch erfüllt somit in meinen Augen lediglich den Zweck, Interesse für das Spiel zu wecken. Zudem bietet das Buch kein besonders langfristiges Vergnügen. Die eine Geschichte macht ja Spaß, aber öfter als 3, 4mal wird sie wohl kein Kind hören wollen.
Unsere Kinder (3 und 6) waren angetan von der Geschichte, haben sich mit Eifer die Funktionsweise aller Figuren angehört und wollten anschließend natürlich unbedingt auch die Partie nachspielen. Dann war das Buch schon zu Ende. Beim zweiten Mal haben wir uns dann nur mehr auf die Partie beschränkt.
Fazit: Ein schönes Buch für totale Anfänger, um eine Idee davon zu bekommen, was Schach bedeutet. Mehr leider nicht.