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Fritz the Cat - F.A.Z. Comic-Klassiker, Band 19
 
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Fritz the Cat - F.A.Z. Comic-Klassiker, Band 19 [Broschiert]

Robert Crumb
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899811003
  • ISBN-13: 978-3899811001
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 371.271 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit „Fritz the Cat“ verspottete Robert Crumb alle niedlichen Tierfiguren der Comic-Geschichte. Sein Kater ist sexbesessen und gewalttätig. Die Erlebnisse von Fritz machten Crumb vom Underground-Künstler zum anerkannten Meistererzähler.
Heute wird er vor allem wieder als Künstler verehrt, und wenn man seine Zeichnungen betrachtet, weiß man, warum. Wir präsentieren neben dem ungestümen „Fritz the Cat“ zahlreiche Kurzgeschichten um die anderen Helden des Robert Crumb – darunter nicht zuletzt er selbst.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
na ja,... 19. Dezember 2009
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Fritz kommt nach langer Zeit wieder nach Hause. Alles ist wie immer. Seine Mam ist in der Küche, die kleine Sis aber ist groß geworden. Richtig erwachsen, findet Fritz. Auch seine Mam ist dieser Meinung und versucht, Sis von den Männern fern zu halten. Sie schickt die beiden nach draußen und räumt weiter in der Küche auf. Sis und Fritz gehen schwimmen. Obwohl es Fritz unangenehm ist, zieht er sich ebenso wie Sis nackt aus und geht mit ihr schwimmen. Sie albern herum und vergessen darüber die Zeit. Als sie schließlich aufbrechen wollen, ist es dunkel und regnet wie verrückt. Wie zufällig berührt Fritz die Nippel von Sis und da ist es um seine Zurückhaltung geschehen. Er fällt über Sis her, die nur noch: "Oh, Fritz, nicht!" haucht und sich ihm hingibt.

Dies ist der Beginn der Abenteuer von Fritz dem Kater und zugleich Programm. Es geht um "das Eine" und fast nur darum. Meist hat Fritz nicht anderes im Kopf und er nutzt es weidlich aus, dass es genug willige Katzen, Hühnchen und Mädels auf der Welt gibt, die seinen Worten trauen und sich dafür von Fritz "flachlegen" lassen.
Die Geschichten rund um den durch einen Zeichentrickfilm berühmt gewordenen Kater sind schludrig gezeichnet. Ob es an dem Format liegt oder der unsauberen Schrift, die Comic-Strips sind sehr schlecht lesbar und wenig interessant. Die Geschichten ähneln sich und der Kultcharakter ergibt sich zunächst einzig aus der Tatsache, dass Robert Crumb Dinge zu Papier bringt, die in Amerika einfach nicht gezeichnet werden dürfen. Sie sind derb, ohne jeden Stil oder Esprit, meist sehr direkt und ohne Zweifel ins Pornografische abdriftend. Der massive Ärger, den sich Crumb damit in den USA einhandelte, brachte ihn zeitweise fast an den Bettelstab. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die Zeichentrickfilme aus den 70er Jahren Ruhm und Geld für Crumb bedeuteten und ihn zugleich von seinem Werk und den Kritikern noch weiter entfernten. Er begann, den Erfolg und die Machart der Filme zu hassen und verweigerte jegliche Anerkennung der Filme.
Die Comics sind jedenfalls nicht für den Erfolg verantwortlich. Crumb kann sich bis heute selbst nicht erklären, warum diese einfachen "Sex-Storys" derart einschlugen, dass er schließlich sogar wagte, Fritz sterben zu lassen. Vielleicht hatte er den Kater aber auch schlicht satt.
Seine weiteren Gehversuche sind grafisch interessanter und zeigen einen kritischen, hellwachen Crumb, der sich, seine Familie und neue Helden schuf. So ist "Mister Natural", eine Figur von Crumb, die den Wahn der 80er und 90er Jahre, zurück zur Natur und zur Einfachheit würde Erleuchtung oder wenigstens Erfüllung bringen, karikiert. Er spießt diese Art von Hoffnung gnadenlos auf und zeigt eine Philosophie, die nur eine Aussage hat: Lebe wie du willst, scher dich nicht um die anderen und mach was du willst.

Wenn ich auch Fritz für keineswegs bahnbrechend halte und seine Geschichten meist einfach nur blöd sind, so sind die späteren Werke von Crumb doch hinreichend interessant, um diesen Band empfahlen zu können. Für nicht mal fünf Euro bekommt man einiges geboten. Manches ist spannend, ganz gut gemacht und zeichnerisch höchst perfekt, das meiste schlicht schlecht und schludrig, aber dennoch Kult und über den lässt es sich bekanntlich trefflich streiten, aber wenig Erklärendes sagen.

Das einleitende Vorwort von Andreas Platthaus verdient allerdings das Prädikat "sehr gut". Besser kann man sich dieser sexbesessenen Katze und seinem kongenialen Autor nicht nähern. Er versucht, was unmöglich ist: Eine Hommage an einen Künstler zu schreiben, der diese Art von Beweihräucherung hasst.
Die launige und coole Art von Platthaus, eben dies zu schreiben und damit zu konterkarieren, ist genial und wirklich spannend zu lesen.

.

Stefan Erlemann
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wo ist meine Brille?? 24. Januar 2006
Von C. Moseke
Himmelherrgottsakrament, wer soll das lesen? Gerade in der ersten Hälfte sind die mit Text zugepackten Sprechblasen einfach zu klein, um sie entspannt lesen zu können. Fast noch extremer als bei der F.A.Z.-Ausgabe von Blueberry. Davon abgesehen aber recht nett aufgemacht, wenn auch kein Highlight der Serie.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meister der Selbstironie 18. März 2006
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Ich weiß nicht, ob Fritz wirklich eine Verspottung der "niedlichen Tierfiguren" Disneys ist, wie die Feuilletonredaktion der FAZ behauptet. Das ist auch egal. Auf jeden Fall ist der Kater ein Symbol und Ausdruck der 68er. In ähnlicher Weise dürfte kein anderer Comic so das Lebensgefühl dieser Zeit atmen, die ja heute schon fast vergessen ist. Letztlich geht es um Sex, Saufen, Kiffen und irgend eine Art von Rebellion, deren Stoßrichtung nicht allen ganz klar und manchen - wie der Kunstfigur Fritz - auch egal sein mag, die aber leicht in Gewalt ausarten kann, insbesondere auch in Gewalt gegen Frauen. Im Frauenbild sind Fritz Freunde nicht so weit weg von der Gesellschaft, von der sie sich abheben wollen. "Fritz the Cat, Fritz der Nichtsnutz, Fritz haut ab, Fritz the Cat Superstar" sind u. a. die längeren Geschichten des Bandes.
Die 4 Fritz-Geschichten nehmen fast die Hälfte der Sammlung ein. Der Rest wird von Mr. Natural-Stories und Roberts Selbstporträts dominiert.
Wer in diesen Geschichten nach tiefschürfenden Gedanken sucht, wird vielleicht keine finden. Aber das ist wohl auch so gewollt. Insgesamt kann man als die hervorstechende Eigenschaft Robert Crumbs seine Selbstironie nennen, die wohl in der Tat einzig ist. So nimmt er die "Aussagen" seiner Figuren immer wieder selber auf die Schippe. Allein die groben und sperrigen bis gewollt hässlichen Zeichnungen sind wohl eine Art von Rebellion gegen die Vereinnahmung der Figuren.
Übrigens: Wer die Stories im Dunkeln in schlecht ausgeleuchteten Ecken lesen will, der sollte sich eine Taschenlampe zurecht legen, denn die Lesbarkeit ist an einigen Stellen doch ziemlich erschwert.
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