Ich gebe zu, ich waehle Kochbuecher zunaechst nach ihrer Bebilderung aus. So stachen mir die Bilder zu jedem Rezept sofort ins Auge. Sie sind ansprechend und lassen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Beim genaueren Hinsehen zeigten sich dann einige Schoenheitsfehler. Die Warenkunde ist zweigeteilt. Zunaechst findet sich eine "Klassische" am Anfang, in der die wichtigsten Gemuese vorgestellt werden. Knapp fuer Einsteiger mit wenig Geduld, sich durch seitenweise Warenkunde zu quaelen, ist sie einfach gehalten. Auch hier gibt es schoene Bilder als Anschauungsmaterial, allerdings fehlt der Textbezug, so dass der Leser, der z.B. Squash nicht kennt, ihn unter den 10 abgebildeten Gemuesen auch nicht finden wird. Zusaetzlich dazu gibt es im Rezeptteil Informationen zu den verwendeten Zutaten. Diese sind allerdings zu simpel gehalten. Zucchini beduerfen wohl weniger einer Erklaerung als Kabanossi. Manche der Rezepte ueberfordern vielleicht den voelligen Neuling, der noch nicht gewohnt ist, sich vom Wortlaut der Vorlage zu entfernen und durchaus auch etwas Kreativitaet walten zu lassen. Das liegt auch an teilweise ungenauen Rezepten, z.B. ob mehlig oder festkochende Kartoffeln benoetigt werden. Es faellt auf, dass oft auf Fertigmischungen und Tiefkuehlpackungen zurueckgegriffen wird, was angesichts einer "frischen" Gemuesekueche doch etwas verwundert. Persoenlich fehlten mir auch einfachere Rezeptvarianten. Muss es denn Lollo bionda sein oder tut es auch gruener Salat? Hilfreich waren die Kuechentechniken, die mir wenigstens zeigten, wie man Rote Rueben schaelt :).
Mir hat das Buch Anregungen gegeben. Als Veganer bin ich daran gewoehnt, Rezepte nach meinen Beduerfnissen abzuaendern. Die Anregungen, die ich aus diesem Buch verarbeitet habe, haben jedenfalls recht gut geschmeckt.