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Frierkind
 
 
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Frierkind [Gebundene Ausgabe]

Andrea Rothaug
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 242 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (23. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821857625
  • ISBN-13: 978-3821857626
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.067.283 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Max ist ein Wichser. Einer, der auf kleine Tiere steht und auf Pinkelgeräusche. Ihm graut vor sich selbst - und mit minutiöser Schilderung seiner Onanieorgien sorgt die Autorin dafür, dass es dem Leser ebenso geht. Nur die traurige Poetin Nathalie kommt und liebt Max. Für sie nähert er sich der Normalität, kehrt der exzentrischen Mutter den Rücken, deren Antiautorität ihn eisern fesselte. Einfach macht Hippiemutter Holly es Max nicht: Sie rast und tobt und sieht ihren Sohn lieber unglücklich als selig-konservativ. „Frierkind" entlarvt die Avantgarde und zeigt, dass sich hinter deren angeblicher Toleranz auch nur Kleingeistigkeit verbirgt. Leider verliert sich Debütantin Andrea Rothaug aber auch ziellos in genital-fäkalen Schockeffekten. (kab)

Kurzbeschreibung

"Er war nicht engelsgleich. Nur tränenreich. Gar nicht schön."

Eine berückende Poesie der Grausamkeit, oder: Selten zuvor hat eine Autorin für den Konflikt zwischen Bevormundung, Macht und Freiheit schmerzhaftere Bilder und eine strahlendere Sprache gefunden.

Max Tinker mochte die Menschen nicht. Nicht die exaltierte, morbide Diva Holly, die sich seine Mutter nannte, nicht die Künstler und Musiker, die ihre Wohnung bevölkerten, sich selbst nicht - und auch die Frauen nicht, die ihn immer übersahen. Nur manchmal, da mochte Max die kleinen Teile an den Frauen. Ein Fußnagel in Maigrün. Eine Hand ohne die andere. Die Vanilleknie. Mal einen Schlüpfer. Aber nie die ganze Frau. Das ganze Schwein. Das ganze Brot konnte doch auch keiner essen. Bis er Natalie gegenüberstand. Die mochte er sofort. Erst von fern, dann immer näher. Die Lila-Brünette mit Minirock und den Goldsandalen. Max ist verliebt - und bringt sich und Natalie in Teufels Küche. Denn Holly mag es überhaupt nicht, wenn ihr jemand das Terrain streitig macht. Nicht bei Max. Doch je mehr er versucht, den Ansprüchen seiner Mutter zu entkommen, desto mehr zerstörerische Energien setzt sie frei.

Mit gewaltiger und gewalttätiger Sprache schildert Andrea Rothaug einen Beziehungsreigen, bei dem Zwänge, Machtansprüche, Einsamkeit, Sex und Liebe die Choreographie übernommen haben.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das müssen Sie gelesen haben!, 6. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Frierkind (Gebundene Ausgabe)
Das hier ist ein großes Buch. Es saugt einen auf, man ist dann drin in dem Buch und will auch nicht mehr raus, bis man durch ist, und dann ist man ein bisschen traurig, weil es vorbei ist, aber auch sehr zufrieden, weil es so gut war, das Buch.

Warum das Buch gut ist: Zum einen haut einen die Sprache um. Die ist derart stark, dass sie knallt. Frau Rothaug schreibt, wie andere Leute Sinfonien komponieren - oder so. Jedenfalls findet sie eine Melodie, lässt sie wieder laufen und greift sie später wieder auf. Irgendwann ist man umgeben von vielen bekannten Melodien, die man schon zu kennen glaubt, über deren erneutes auftauchen man sich freut und so weiter. Da wird wiederholt, und mit jeder Wiederholung wird das, was da wiederholt wird, stärker. Trotzdem wird nichts zwei Mal erzählt. Das klingt komisch, ist aber möglich und in diesem Fall sehr erfreulich.
Auch schön: Frau Rothaug verbindet Slang und Poesie. Außerdem erfindet sie ständig Wörter, das heißt, sie setzt Wörter zusammen und heraus kommt eine neues, und das ist oft lustig. Man lacht dann.
Auch schön: Langatmig ist hier nix. Alles ist kurz und knapp und präzise. Die Sprache jagt die Geschichte und umgekehrt.

Nun zur Geschichte: Die handelt von einem jungen Mann, den man als Sozialkrüppel bezeichnen kann und als Perversling obendrein. Ein Ekelpaket von einem Menschen. Konservativ, verstockt und gerne Tiere poppend. Er ist das „Frierkind", nehme ich jetzt mal an, und außerdem Sohn einer extrovertierten Szenegöttin. Alles spielt in Hamburg, in den bekannten Clubs und Bars, und der Antiheld und Unhold ist umgeben von lässigen Leuten, die einem irgendwann aber gar nicht mehr so lässig vorkommen, wie einem auch seine Mutter irgendwann nicht mehr als tolle Szenegöttin vorkommt. Am Ende mag man den Unhold, kann die ganzen Szenetypen nicht mehr leiden und ist darüber ganz verwundert. Hier werden Klischees gebrochen, dass es nur so knattert. Und mittendrin gibt's eine Liebesgeschichte, ganz viel subtiles Grauen und immer wieder Ekelhaftigkeiten, die einen schrecklich faszinieren.

Ich wiederhole mich ungern, aber es muss sein: ein RIESENBUCH!

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5.0 von 5 Sternen Laut und leise, 12. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Frierkind (Gebundene Ausgabe)
Letzten Monat wurde mir dieses Buch von einer Freundin geschenkt, mit dem Zusatz "Mein absolutes Lieblingsteil". Wer kann das schon von sich sagen, dass er ein absolutes Lieblingsbuch hat, erst recht als Vielleser kaum nachvollziehbar. Also hab ich mich rangemacht und muss zugeben: Dieses Buch ist für mich vermutlich die schönste Antwort auf alle offen gebliebenen Fragen und Anklagen an die Deutsche Popliteratur. Denn dieses Buch ist tiefer, skurriler, eigener, erzählt ebenso episch wie poetisch von einer Szene, die sich selbst auf den Sockel hebt und aus sich selbst heraus in den Schoß der Straße fällt. Ohne Bekenntnisse, Lobhudeleien, Lügen oder Selbstmitleid. Mein absolutes Lieblingsteil 2008.
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1.0 von 5 Sternen verworren. lanweilig sinnlos, 24. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Frierkind (Gebundene Ausgabe)
mir würden noch eine Menge ähnlicher adjektive einfallen um dieses Buch zu beschreiben.

Die Sprache ist verworren. Reicht es nicht das ich mir so ein Geschwätz in öffentlichen Verkehrsmitteln anhören muss? Lesen will man so etwas bestimmt nicht.

die Storry ist langweilig und der Protagonist ekelhaft.
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