man kann sich allemal nur freuen, dass auch diese gulda-aufnahmen aus
den 50ern als dokumente früher meisterschaft wieder zugänglich sind,
zudem komplex und unverschämt günstig.
hat sich in späteren jahren die sicht auf gulda als mozart-spezialist verengt,
so belegen diese aufnahmen sein sowieso pianistisches wie auch musikalisch
umfassendes frühes können nicht nur bezüglich der sog. klassiker, sondern
besonders auch für die spezielle klangästhetik der ravel und debussy,
deren valses bzw. preludes hier keine pianistische allerwelts darbietung, sondern
eine nuanciert eigenständige durchzeichnung erfahren.
guldas sicheres formgefühl, sein rhythmisch stabiles empfinden sind durchweg
evident.
mozart mit markevitch und beethoven mit böhm sind musikalisch früheste und
schlichtweg überzeugende aufführungen, so wie straussens burleske mit dem
london symphony erstrangig.
die cd gulda at birdland, n.y.1956-live, schliesslich dokumentiert die andre seite
des genialen pianisten, der seine (musikalischen) grenzen sich selbst gesetzt
hat, weil er es konnte.
klavierkunst, klanglich durchaus akzeptabel, zum nulltarif.