Friedrich Goldmann

Top-Alben von Friedrich Goldmann



Song-Bestseller von Friedrich Goldmann
Sortieren nach:
Topseller
1-4 of 4
Song Album  
30
30
30
30

Bilder von Friedrich Goldmann
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Biografie

FRIEDRICH GOLDMANN - Komponist und Dirigent, 1941 - 2009.

Friedrich Goldmanns Werk umfasst zahlreiche kammermusikalische Kompositionen, fünf Sinfonien, mehrere Solokonzerte (für Klavier, Oboe, Posaune und Violine) und Orchesterwerke sowie die Oper "R.Hot bzw. die Hitze." Ab 1969 begann für Goldmann eine Phase des Komponierens auf der Basis von getrennt gehandhabten musikalischen Materialschichten, insbesondere apropriierten traditionellen Formmodellen (z.B. Sonate, Sinfonie), die er mit neuem Tonmaterial “von innen heraus aufsprengt” und dadurch umdeutet. Dabei kommt dem Herausstellen der ... Lesen Sie mehr

FRIEDRICH GOLDMANN - Komponist und Dirigent, 1941 - 2009.

Friedrich Goldmanns Werk umfasst zahlreiche kammermusikalische Kompositionen, fünf Sinfonien, mehrere Solokonzerte (für Klavier, Oboe, Posaune und Violine) und Orchesterwerke sowie die Oper "R.Hot bzw. die Hitze." Ab 1969 begann für Goldmann eine Phase des Komponierens auf der Basis von getrennt gehandhabten musikalischen Materialschichten, insbesondere apropriierten traditionellen Formmodellen (z.B. Sonate, Sinfonie), die er mit neuem Tonmaterial “von innen heraus aufsprengt” und dadurch umdeutet. Dabei kommt dem Herausstellen der entstehenden Bruchstellen zwischen den einzelnen Ebenen ebenso Bedeutung zu wie der Erweiterung des Materials. Wichtige Beispiele sind hier u.a. die "Sonate für Bläserquintett und Klavier" (1969) sowie die "1. Sinfonie" (1972-1973).

Ab Ende der 1970er Jahre deutet sich eine Tendenz an, die seine dritte Schaffensphase bestimmen sollte, die aber erst ab den 1990er Jahren vollständig ausgebaut wird: ein autonomes, “absolutes” Komponieren, dass sich der gesamten Möglichkeiten der Neuen Musik bedient und statt Widersprüchen kontinuierliche Gestalten und Integrationen der Techniken und des Materials sucht – etwa anhand von Kontinuen zwischen Geräusch und Ton oder chromatischem Tonvorrat und Mikrotonalität. Als Teil von dabei entstehenden einheitlichen Gestalten lösen sich die vermeintlich starren Materialgrenzen auf, so dass sowohl der herkömmliche Materialbegriff nicht mehr greift als auch die damit beschriebenen klanglichen Phänomene einer umfassenden Neudeutung zugeführt werden. Wichtige Beispiele sind u.a. das "Streichquartett Nr.2" (1997), das "Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello" (2000) sowie "quasi una sinfonia" (2008).

BIOGRAPHIE: Friedrich Goldmann wurde 1941 in Chemnitz geboren. Im Alter von 18 Jahren erhielt er ein Stipendium der Stadt Darmstadt und nahm 1959 an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik bei Karlheinz Stockhausen teil. Ab 1959 studierte Friedrich Goldmann Komposition an der Dresdener Hochschule für Musik und legte sein Examen 1962 vorzeitig ab. Anschließend war er Meisterschüler von Rudolph Wagner-Régeny an der Berliner Akademie der Künste. Zugleich arbeitete er als freier musikalischer Assistent am Berliner Ensemble, wo er u.a. Heiner Müller, Luigi Nono, Ruth Berghaus, BK Tragelehn und Luca Lombardi begegnete. Von 1964 bis 1968 studierte er Musikwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin in der Hoffnung, dadurch dem Wehrdienst zu entgehen. Seit 1968 lebte er als freischaffender Komponist in Berlin, schrieb aber auch weiterhin Bühnenmusiken und vertonte mehrere DEFA-Filmproduktionen.

Zu seinen bedeutendsten Aufträgen gehören Werke für Ensemble Modern, Berliner Philharmoniker, Arditti Quartett, Scharoun Ensemble, zahlreiche Werke für das Konzerthaus Berlin, Berliner Staatskapelle, Komische Oper Berlin, den 20. Jahrestag des Mauerfalls (Staatsakt Brandenburger Tor), den Deutschen Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover und die Semperoper Dresden. Das Kammermusikfestival Witten widmete sich regelmäßig seinem Schaffen. Friedrich Goldmann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u.a. den Hanns-Eisler-Preis, den Kunstpreis und den Nationalpreis.

Als Dirigent leitete er führende Orchester und Ensembles, darunter die Berliner Philharmoniker [CD: Stockhausen: „Gruppen“, Deutsche Grammophon], das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Berlin [Schönberg: Moses und Aron], das SWR Sinfonieorchester sowie die Gruppe Neue Musik „Hanns Eisler“. Er gastierte in zahlreichen europäischen Ländern sowie Russland, den USA, Japan und Südkorea. Er unterhielt seit den Tagen seiner Gründung eine enge Arbeitsbeziehung mit dem Ensemble Modern. Diese Zusammenarbeit umfasste u.a. eine Russland-Tournee, die deutschen und französischen Uraufführungen von Luigi Nonos „Prometeo“, wie auch zahlreiche Aufführungen und Einspielungen von Goldmanns Kompositionen.

Seit 1988 war er ständiger Dirigent des Boris Blacher Ensembles (jetzt: Ensemble Mosaik) in Berlin. Aufnahmen seiner Dirigate eigener und fremder Werke (u.a. Rihm, Stockhausen, Henze) wurden von Nova, Wergo, Deutsche Grammophon, Academy, Edel Classics, BMG und anderen veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre war er gezwungen, seine Dirigiertätigkeit aus gesundheitlichen Gründen einzustellen. Dirigenten, die seine Werke zur Aufführung brachten sind u.a. Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Sir Mark Elder, Ernest Bour, Kurt Masur und Ingo Metzmacher.

Goldmann war einer der bedeutendsten Lehrer seiner Generation. Seit 1980 unterrichtete er Meisterschüler an der Berliner Akademie der Künste. 1991 folgte er dem Ruf für die Professur für Komposition an der Universität der Künste, Berlin. Dort war er von 2003 bis 2005 Leiter des Instituts für Neue Musik. Er unterrichtete auch Meisterklassen in Seoul (Südkorea), Los Angeles (USA) und Tokio (Japan). Zu seinen Studenten zählten u.a. Enno Poppe, Helmut Oehring, Arnulf Herrmann, Charlotte Seither, Nicolaus Richter de Vroe, Steffen Schleiermacher, Chatschatur Kanajan, Johannes Wallmann, Paul Frick und Sergej Newski. Gleich mehrere seiner Schüler erhielten bedeutende Preise (u.a. Siemens-Förderpreis für Poppe, Seither und Herrmann, Schneider-Schott-Preis für Schleiermacher, Oehring und Poppe) und werden regelmäßig u.a. bei den Festivals in Darmstadt, Donaueschingen und Witten gespielt.

Er war Mitglied der Akademien der Künste in Berlin (sowohl Ost als auch West noch vor deren Zusammenlegung) und Dresden, des Deutsch-Französischen Kulturrats und des Deutschen Musikrats sowie Juror zahlreicher Preise im In- und Ausland. Von 1990 bis 1997 war er Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM).

Friedrich Goldmann verstarb in Berlin am 24. Juli 2009 im Alter von 68 Jahren.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

FRIEDRICH GOLDMANN - Komponist und Dirigent, 1941 - 2009.

Friedrich Goldmanns Werk umfasst zahlreiche kammermusikalische Kompositionen, fünf Sinfonien, mehrere Solokonzerte (für Klavier, Oboe, Posaune und Violine) und Orchesterwerke sowie die Oper "R.Hot bzw. die Hitze." Ab 1969 begann für Goldmann eine Phase des Komponierens auf der Basis von getrennt gehandhabten musikalischen Materialschichten, insbesondere apropriierten traditionellen Formmodellen (z.B. Sonate, Sinfonie), die er mit neuem Tonmaterial “von innen heraus aufsprengt” und dadurch umdeutet. Dabei kommt dem Herausstellen der entstehenden Bruchstellen zwischen den einzelnen Ebenen ebenso Bedeutung zu wie der Erweiterung des Materials. Wichtige Beispiele sind hier u.a. die "Sonate für Bläserquintett und Klavier" (1969) sowie die "1. Sinfonie" (1972-1973).

Ab Ende der 1970er Jahre deutet sich eine Tendenz an, die seine dritte Schaffensphase bestimmen sollte, die aber erst ab den 1990er Jahren vollständig ausgebaut wird: ein autonomes, “absolutes” Komponieren, dass sich der gesamten Möglichkeiten der Neuen Musik bedient und statt Widersprüchen kontinuierliche Gestalten und Integrationen der Techniken und des Materials sucht – etwa anhand von Kontinuen zwischen Geräusch und Ton oder chromatischem Tonvorrat und Mikrotonalität. Als Teil von dabei entstehenden einheitlichen Gestalten lösen sich die vermeintlich starren Materialgrenzen auf, so dass sowohl der herkömmliche Materialbegriff nicht mehr greift als auch die damit beschriebenen klanglichen Phänomene einer umfassenden Neudeutung zugeführt werden. Wichtige Beispiele sind u.a. das "Streichquartett Nr.2" (1997), das "Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello" (2000) sowie "quasi una sinfonia" (2008).

BIOGRAPHIE: Friedrich Goldmann wurde 1941 in Chemnitz geboren. Im Alter von 18 Jahren erhielt er ein Stipendium der Stadt Darmstadt und nahm 1959 an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik bei Karlheinz Stockhausen teil. Ab 1959 studierte Friedrich Goldmann Komposition an der Dresdener Hochschule für Musik und legte sein Examen 1962 vorzeitig ab. Anschließend war er Meisterschüler von Rudolph Wagner-Régeny an der Berliner Akademie der Künste. Zugleich arbeitete er als freier musikalischer Assistent am Berliner Ensemble, wo er u.a. Heiner Müller, Luigi Nono, Ruth Berghaus, BK Tragelehn und Luca Lombardi begegnete. Von 1964 bis 1968 studierte er Musikwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin in der Hoffnung, dadurch dem Wehrdienst zu entgehen. Seit 1968 lebte er als freischaffender Komponist in Berlin, schrieb aber auch weiterhin Bühnenmusiken und vertonte mehrere DEFA-Filmproduktionen.

Zu seinen bedeutendsten Aufträgen gehören Werke für Ensemble Modern, Berliner Philharmoniker, Arditti Quartett, Scharoun Ensemble, zahlreiche Werke für das Konzerthaus Berlin, Berliner Staatskapelle, Komische Oper Berlin, den 20. Jahrestag des Mauerfalls (Staatsakt Brandenburger Tor), den Deutschen Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover und die Semperoper Dresden. Das Kammermusikfestival Witten widmete sich regelmäßig seinem Schaffen. Friedrich Goldmann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u.a. den Hanns-Eisler-Preis, den Kunstpreis und den Nationalpreis.

Als Dirigent leitete er führende Orchester und Ensembles, darunter die Berliner Philharmoniker [CD: Stockhausen: „Gruppen“, Deutsche Grammophon], das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Berlin [Schönberg: Moses und Aron], das SWR Sinfonieorchester sowie die Gruppe Neue Musik „Hanns Eisler“. Er gastierte in zahlreichen europäischen Ländern sowie Russland, den USA, Japan und Südkorea. Er unterhielt seit den Tagen seiner Gründung eine enge Arbeitsbeziehung mit dem Ensemble Modern. Diese Zusammenarbeit umfasste u.a. eine Russland-Tournee, die deutschen und französischen Uraufführungen von Luigi Nonos „Prometeo“, wie auch zahlreiche Aufführungen und Einspielungen von Goldmanns Kompositionen.

Seit 1988 war er ständiger Dirigent des Boris Blacher Ensembles (jetzt: Ensemble Mosaik) in Berlin. Aufnahmen seiner Dirigate eigener und fremder Werke (u.a. Rihm, Stockhausen, Henze) wurden von Nova, Wergo, Deutsche Grammophon, Academy, Edel Classics, BMG und anderen veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre war er gezwungen, seine Dirigiertätigkeit aus gesundheitlichen Gründen einzustellen. Dirigenten, die seine Werke zur Aufführung brachten sind u.a. Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Sir Mark Elder, Ernest Bour, Kurt Masur und Ingo Metzmacher.

Goldmann war einer der bedeutendsten Lehrer seiner Generation. Seit 1980 unterrichtete er Meisterschüler an der Berliner Akademie der Künste. 1991 folgte er dem Ruf für die Professur für Komposition an der Universität der Künste, Berlin. Dort war er von 2003 bis 2005 Leiter des Instituts für Neue Musik. Er unterrichtete auch Meisterklassen in Seoul (Südkorea), Los Angeles (USA) und Tokio (Japan). Zu seinen Studenten zählten u.a. Enno Poppe, Helmut Oehring, Arnulf Herrmann, Charlotte Seither, Nicolaus Richter de Vroe, Steffen Schleiermacher, Chatschatur Kanajan, Johannes Wallmann, Paul Frick und Sergej Newski. Gleich mehrere seiner Schüler erhielten bedeutende Preise (u.a. Siemens-Förderpreis für Poppe, Seither und Herrmann, Schneider-Schott-Preis für Schleiermacher, Oehring und Poppe) und werden regelmäßig u.a. bei den Festivals in Darmstadt, Donaueschingen und Witten gespielt.

Er war Mitglied der Akademien der Künste in Berlin (sowohl Ost als auch West noch vor deren Zusammenlegung) und Dresden, des Deutsch-Französischen Kulturrats und des Deutschen Musikrats sowie Juror zahlreicher Preise im In- und Ausland. Von 1990 bis 1997 war er Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM).

Friedrich Goldmann verstarb in Berlin am 24. Juli 2009 im Alter von 68 Jahren.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

FRIEDRICH GOLDMANN - Komponist und Dirigent, 1941 - 2009.

Friedrich Goldmanns Werk umfasst zahlreiche kammermusikalische Kompositionen, fünf Sinfonien, mehrere Solokonzerte (für Klavier, Oboe, Posaune und Violine) und Orchesterwerke sowie die Oper "R.Hot bzw. die Hitze." Ab 1969 begann für Goldmann eine Phase des Komponierens auf der Basis von getrennt gehandhabten musikalischen Materialschichten, insbesondere apropriierten traditionellen Formmodellen (z.B. Sonate, Sinfonie), die er mit neuem Tonmaterial “von innen heraus aufsprengt” und dadurch umdeutet. Dabei kommt dem Herausstellen der entstehenden Bruchstellen zwischen den einzelnen Ebenen ebenso Bedeutung zu wie der Erweiterung des Materials. Wichtige Beispiele sind hier u.a. die "Sonate für Bläserquintett und Klavier" (1969) sowie die "1. Sinfonie" (1972-1973).

Ab Ende der 1970er Jahre deutet sich eine Tendenz an, die seine dritte Schaffensphase bestimmen sollte, die aber erst ab den 1990er Jahren vollständig ausgebaut wird: ein autonomes, “absolutes” Komponieren, dass sich der gesamten Möglichkeiten der Neuen Musik bedient und statt Widersprüchen kontinuierliche Gestalten und Integrationen der Techniken und des Materials sucht – etwa anhand von Kontinuen zwischen Geräusch und Ton oder chromatischem Tonvorrat und Mikrotonalität. Als Teil von dabei entstehenden einheitlichen Gestalten lösen sich die vermeintlich starren Materialgrenzen auf, so dass sowohl der herkömmliche Materialbegriff nicht mehr greift als auch die damit beschriebenen klanglichen Phänomene einer umfassenden Neudeutung zugeführt werden. Wichtige Beispiele sind u.a. das "Streichquartett Nr.2" (1997), das "Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello" (2000) sowie "quasi una sinfonia" (2008).

BIOGRAPHIE: Friedrich Goldmann wurde 1941 in Chemnitz geboren. Im Alter von 18 Jahren erhielt er ein Stipendium der Stadt Darmstadt und nahm 1959 an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik bei Karlheinz Stockhausen teil. Ab 1959 studierte Friedrich Goldmann Komposition an der Dresdener Hochschule für Musik und legte sein Examen 1962 vorzeitig ab. Anschließend war er Meisterschüler von Rudolph Wagner-Régeny an der Berliner Akademie der Künste. Zugleich arbeitete er als freier musikalischer Assistent am Berliner Ensemble, wo er u.a. Heiner Müller, Luigi Nono, Ruth Berghaus, BK Tragelehn und Luca Lombardi begegnete. Von 1964 bis 1968 studierte er Musikwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin in der Hoffnung, dadurch dem Wehrdienst zu entgehen. Seit 1968 lebte er als freischaffender Komponist in Berlin, schrieb aber auch weiterhin Bühnenmusiken und vertonte mehrere DEFA-Filmproduktionen.

Zu seinen bedeutendsten Aufträgen gehören Werke für Ensemble Modern, Berliner Philharmoniker, Arditti Quartett, Scharoun Ensemble, zahlreiche Werke für das Konzerthaus Berlin, Berliner Staatskapelle, Komische Oper Berlin, den 20. Jahrestag des Mauerfalls (Staatsakt Brandenburger Tor), den Deutschen Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover und die Semperoper Dresden. Das Kammermusikfestival Witten widmete sich regelmäßig seinem Schaffen. Friedrich Goldmann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u.a. den Hanns-Eisler-Preis, den Kunstpreis und den Nationalpreis.

Als Dirigent leitete er führende Orchester und Ensembles, darunter die Berliner Philharmoniker [CD: Stockhausen: „Gruppen“, Deutsche Grammophon], das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Berlin [Schönberg: Moses und Aron], das SWR Sinfonieorchester sowie die Gruppe Neue Musik „Hanns Eisler“. Er gastierte in zahlreichen europäischen Ländern sowie Russland, den USA, Japan und Südkorea. Er unterhielt seit den Tagen seiner Gründung eine enge Arbeitsbeziehung mit dem Ensemble Modern. Diese Zusammenarbeit umfasste u.a. eine Russland-Tournee, die deutschen und französischen Uraufführungen von Luigi Nonos „Prometeo“, wie auch zahlreiche Aufführungen und Einspielungen von Goldmanns Kompositionen.

Seit 1988 war er ständiger Dirigent des Boris Blacher Ensembles (jetzt: Ensemble Mosaik) in Berlin. Aufnahmen seiner Dirigate eigener und fremder Werke (u.a. Rihm, Stockhausen, Henze) wurden von Nova, Wergo, Deutsche Grammophon, Academy, Edel Classics, BMG und anderen veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre war er gezwungen, seine Dirigiertätigkeit aus gesundheitlichen Gründen einzustellen. Dirigenten, die seine Werke zur Aufführung brachten sind u.a. Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Sir Mark Elder, Ernest Bour, Kurt Masur und Ingo Metzmacher.

Goldmann war einer der bedeutendsten Lehrer seiner Generation. Seit 1980 unterrichtete er Meisterschüler an der Berliner Akademie der Künste. 1991 folgte er dem Ruf für die Professur für Komposition an der Universität der Künste, Berlin. Dort war er von 2003 bis 2005 Leiter des Instituts für Neue Musik. Er unterrichtete auch Meisterklassen in Seoul (Südkorea), Los Angeles (USA) und Tokio (Japan). Zu seinen Studenten zählten u.a. Enno Poppe, Helmut Oehring, Arnulf Herrmann, Charlotte Seither, Nicolaus Richter de Vroe, Steffen Schleiermacher, Chatschatur Kanajan, Johannes Wallmann, Paul Frick und Sergej Newski. Gleich mehrere seiner Schüler erhielten bedeutende Preise (u.a. Siemens-Förderpreis für Poppe, Seither und Herrmann, Schneider-Schott-Preis für Schleiermacher, Oehring und Poppe) und werden regelmäßig u.a. bei den Festivals in Darmstadt, Donaueschingen und Witten gespielt.

Er war Mitglied der Akademien der Künste in Berlin (sowohl Ost als auch West noch vor deren Zusammenlegung) und Dresden, des Deutsch-Französischen Kulturrats und des Deutschen Musikrats sowie Juror zahlreicher Preise im In- und Ausland. Von 1990 bis 1997 war er Präsident der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM).

Friedrich Goldmann verstarb in Berlin am 24. Juli 2009 im Alter von 68 Jahren.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite