Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Friedrich August von Hayek: Die Tradition der Freiheit
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Friedrich August von Hayek: Die Tradition der Freiheit [Gebundene Ausgabe]

Hans Jörg Hennecke
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für die "Eiserne Lady" Margaret Thatcher war er die "geistige Orientierung", sein großer intellektueller Widerpart John Keynes dürfte ihm zu Lebzeiten eher das Prädikat "Sozialdarwinist" verliehen haben: Der 1992 verstorbene liberale Ökonom, Sozialphilosoph und Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek wurde zeitlebens gleichsam verehrt und abgelehnt. Hans Jörg Hennecke zeichnet in seiner Hayek-Biografie Die Tradition der Freiheit das Bild eines vielseitigen Wissenschaftlers, dessen Interessen nie auf die Ökonomie beschränkt waren und der selbst angesichts erdrückenden anti-liberalen Zeitgeistes nie von seinem Idealbild einer nicht-kollektivistischen, freien Gesellschaft abließ, die mündig genug sein sollte, sich gegen totalitäre Tendenzen zu behaupten.

Henneckes Hayek-Biografie ist dabei mehr als eine Chronologie der Wirkens- und Lebensstationen eines Wirtschaftswissenschaftlers. Auch demjenigen, der weniger an der Person Hayeks oder dem Liberalismus im besonderen interessiert ist, bietet das Buch eine Menge: Hennecke integriert immer wieder "Schnappschüsse" historischer, für Hayek prägender Momente, wie beispielsweise das schwierige "Zu-sich-selbst-Finden" Rest-Österreichs nach dem Ende der Doppelmonarchie. Neben solchen historischen Momentaufnahmen ist Die Tradition der Freiheit ein umfangreiches Nachschlagewerk politischer Ideengeschichte, das auch den Gedanken von Hayeks' weltanschaulicher Konkurrenz (z.B. Keynes Interventionismus-Zuneigung) breiten Raum lässt.

Hennekes Buch ist keine "Jubel"-Biografie, und das ist gut für jeden, der sich nicht nur zum Wissenschaftler, sondern auch zur Persönlichkeit Hayek eine Meinung bilden möchte. Hennecke lässt das differenzierte Bild eines Menschen entstehen, der einerseits seinem als liberalem fast schon naturgemäß unpopulärem Weltbild ("Eigenverantwortung statt Fürsorgestaat") auch in jenen historischen Zeitabschnitten treu blieb, als die Konkurrenz massenwirksamerer Ideologieangebote fast erdrückend war. Der allerdings andererseits –- hier kommt der Mensch Hayek ins Spiel –- gerade in Situationen empfundener gesinnungsmäßiger Einsamkeit zum Fatalismus tendierte, und hinter manchem sozialdemokratischen Ansatz gleich den Weg zu Totalitarismus und Planwirtschaft argwöhnte. Damit veranschaulicht Hennecke eindrucksvoll, wie wichtig das Wissen um historisch-situative Kontexte für das Verständnis der (im Falle Hayeks v.a. ökonomie- und politiktheoretischen) Ideen bedeutender Persönlichkeiten ist. --Till Kammerer

Pressestimmen

"Die Lektüre dürfte selbst für eingefleischte Hayek-Kenner nutzbringend sein; für die weniger Eingeweihten ist sie es allemal, denn die umfassende Darstellung besticht durchweg mit quellenabgesichertem Wissen, geschickten Argumentationsfiguren und einem lesbaren, gefälligen Stil." (Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik)

Kurzbeschreibung

Friedrich August von Hayek (1899 - 1992) war ohne jeden Zweifel einer der originellsten und einflussreichsten liberalen Denker unserer Zeit. Nach einem außergewöhnlichen Gelehrtenleben, nach zahlreichen Büchern und Aufsätzen - seine Werke wurden in 20 Sprachen übersetzt - zählt der Nobelpreisträger von 1974 zu den bedeutendsten Sozialphilosophen und Ökonomen des Jahrhunderts. In Wien geboren und altem österreichischen Verdienstadel entstammend, stand F. A. von Hayek in der Tradition des klassischen Liberalismus der angelsächsischen Philosophie der Aufklärung und deren Protagonisten David Hume und Adam Smith. Kein anderer Zeitgenosse hat mehr zur ideen-geschichtlichen Erforschung und systematischen Weiterentwicklung dieser Tradition beigetragen. Hayeks Leben umfasste alle entscheidenden Wegmarken des 20. Jahrhunderts, sein Werk wurde durch die thematische Spannbreite seiner Ideen geprägt: Ökonomie und Psychologie, Biologie und Soziologie, Rechtswissenschaft, Geschichte, Politische Wissenschaft, Erkenntnisphilosophie und Methodologie waren allesamt Bestandteile seines Denkens. Die erste große Darstellung von Hayeks Leben und Werk zeichnet das Bild eines Intellektuellen mit wenig Neigung, das mühselige politische Geschäft persönlich zu erproben und statt dessen auf ein betont akademisches Profil zu achten. Es sind wissenschaftliche Stationen, die seinen Lebensweg prägen: das Studium (Jura, später Wirtschaftswissenschaften) in Wien, 1931 die Berufung an die "London School of Economics" als erster ausländischer Hochschullehrer, 1950 der Wechsel nach Chicago, 1962 der Ruf auf den Lehrstuhl Walter Euckens nach Freiburg, 1969 die Gastprofessur in Salzburg, 1974 die Verleihung des Nobelpreises, 1977 die Rückkehr nach Freiburg. Streitbar verficht er seine unbequemen Forderungen bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren. Mahnend und warnend tritt er ökonomischen Irrtümern, schließlich der Geisteshaltung einer ganzen Epoche entgegen. Erst in den siebziger Jahren wird ihm die Anerkennung der Wirtschaftspolitik zuteil, in den achtziger und neunziger Jahren schließlich werden seine Ideen als die ideologischen Wurzeln der politischen Zeitenwende identifiziert.

Über den Autor

Hans Jörg Hennecke wurde an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn mit einer Arbeit über Friedrich August von Hayek promoviert. Er ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politik und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock.
‹  Zurück zur Artikelübersicht