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224
4,4 von 5 Sternen
Friedhof der Kuscheltiere: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2007
Wenn es einen Roman aus Kings umfangreichem Output gibt, der den Test der Zeit bestehen wird, und den man in vielen Jahren noch zu seinen Gunsten zitieren wird: Friedhof der Kuscheltiere wird es sein.
Die Geschichte ist eine Abwandlung der klassischen Geschichte von der Affenpfote: Was wäre, wenn man verstorbene Familienmitglieder zurückholen könnte. Ist das nicht, was wir alle wollen? Sie niemals wieder herzugeben? Was wäre, wenn wir es tatsächlich könnten.
Louis Creed ist mit seiner Familie von Chicago in einen ruhigen Vorort von Bangor gezogen. Ein großes Haus an einer stark befahrenen Landstraße. Das Glück scheint perfekt. Eines Tages führt ein Nachbar die Familie in ein Waldstück hinter dem Haus; auf einer Lichtung liegt der 'Friedhof der Kuscheltiere' ' ein Ort an dem schon seit hundert Jahren alle Kinder des Dorfes ihre Haustiere beerdigen, die auf der Landstraße ihr Leben verloren. Doch hinter dem Haustierfriedhof liegt noch etwas anderes: Eine alte indianische Kultstätte, an der den Seelen der verstorbenen gehuldigt wurde, und an der seltsame Rituale vollzogen wurden. Der Legende nach kann diese Erde den Körper des verstorbenen nach seinem Tod zurückgeben ' gegen einen geringen Preis.
Als Louis Frau und Kinder ein Wochenende aus dem Hause sind, geschieht das unvermeidliche, und der Kater von Louis' Tochter Ellie wird überfahren.
Um eine Szene zu vermeiden, probiert der besorgte Vater sein Glück auf dem Friedhof:
Der Kater kommt wieder. Er sieht seltsam aus, er stinkt nach Verwesung und er ist bösartig- aber was macht das schon.
Aber schließlich fällt mehr als nur das tierische Familienmitglied der Creeds der Landstraße zum Opfer; und in einer brillanten Erzählung zieht Mr. King den Leser in einen schicksalhaften Gewissenskonflikt.
Es ist nicht nur der Horror, der dieses Buch lesenswert macht; es bietet vielmehr eine wirklich glaubhafte Abwandlung, wie man Kindern den Tod nahe bringt, und wie Familien mit Trauer umgehen. Man kann dem Buch gewisse Längen ankreiden - ob auch der vierte Gang zu dem dämonischen Friedhof noch ausführlich geschildert werden muss, ist Ansichtssache - aber am Gesamturteil ändert das nichts: Mich ein Buch von über 500 Seiten in weniger als einer Woche lesen zu lassen - das schafft nur ein Autor.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2010
Einer meiner großen Favoriten! Friedhof der Kuscheltiere ist ein Roman, den man immer wieder lesen kann und der dennoch jedesmal das Grauen erzeugt, weil die Basis der Geschichte etwas ist, das einem - besonders als Haustierbesitzer - so nahe geht. Grauen wird umso größer, wenn es aus dem Alltag kommt und nicht in Form böser Monster in unser Bewusstsein dringt, sondern als etwas, das jedem von uns zustoßen könnte. So ist es Louis Creed zwar unheimlich, den überfahrenen Kater seiner Tochter auf einem alten Tierfriedhof zu begraben und ihn ins Leben zurückkehren zu sehen - verändert, aber doch, immerhin, lebendig - doch es ist auch etwas, das wahrscheinlich die meisten von uns tun würden. Wer ist nicht gerne Herr über den Tod, wer würde nicht alles dafür geben, dem Verlust zu entkommen. So nimmt das Unheil seinen Lauf und die Creeds geraten in ein unaufhaltsames Rad des Grauens, das niemand so perfekt aufbauen und schildern kann wie Stephen King, der nicht zu unrecht Meister dieses Genres ist. Große Empfehlung für alle die, dich qualitativ hochwertige Horrorliteratur auf der Basis ungewöhnlicher Ideen zu schätzen wissen! Große Empfehlung!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 25. Dezember 2014
Der ausgewählte Spruch des Rückentextes des Buches mag für den einen oder anderen vielleicht nicht gerade viel Sinn machen, doch wer das Buch "Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King gelesen hat, der wird sich wohl einfacher mit diesem Satz anstellen und diesen durchaus einfacher verstehen. Das Buch stellt nicht nur das kommerziell erfolgreichste Buch des bekannten Schriftstellers dar, sondern ist auch die Basis des Gleichnamigen Films und auch dessen Fortsetzung. Ein Klassiker, welches ich leider bis vor einigen Tagen nicht gelesen habe. Da sich nun aber dank einer Rabattaktion die Gelegenheit ergab, das Buch zu einem Preis von 3€ zu erwerben, nutzte ich die Möglichkeit und habe mich nun endlich mit dem Buch beschäftigt. Als Fan von Stephen King war dies einfach ein Muss, und ich bereue den Kauf und die aufgewendete Zeit absolut nicht.

Allgemeine Informationen
Das Buch erschien 1983 erstmals in den USA unter dem Titel "Pet Sematary" und wurde 1985 erstmals übersetzt in Deutschland angeboten - und diese Übersetzung hat schon im Titel einen markanten Fehler, denn dieser weckt andere Erwartungen als das, was man liest. Denn die eigentliche Übersetzung müsste "Der Haustier-Fritof" lauten - aber man kennt ja die diversen Fehler in den verschiedenen Übersetzungen englischsprachiger Werke. Das hier vorhandene Buch aus dem Hause Heyne wurde von Christin Wiemken übersetzt und umfasst 606 Seiten.

Handlung
Der Familienvater Louis Creed nimmt an der University of Maine den Posten als Leiter der Krankenstation an. Gemeinsam mit seiner Familie, bestehend aus Ehefrau Rachel, Tochter Ellie und Sohn Gage, sowie des Katers Church, ziehen sie in die fiktive Stadt Ludlow nahe der Route 15. Schnell ergibt sich eine Freumdschaft mit dem alten Jud Crandall, welcher genau gegenüber der Familie lebt. Dieser erzählt Louis viele wissenswerte Sachen über die Gegend und lädt ihn regelmäßig auf ein Bier zu sich hinüber ein. Dieser nimmt das Angebot an und sitzt mit dem alten Mann da und hört seinen Geschichten zu, wobei die wohl größte Geschichte und dem Haustier-Friedhof geht. Diesen zeigt Jud seinem neuen Nachbarn und dessen Tochter kurz darauf und führt sie den Pfad hinauf. Doch kurze Zeit später beginnt für Louis der 1. Tag auf der Krankenstation, welcher direkt mit einem Schock beginnt. Der Student Victor Pascow wird beim Joggen von einem PKW erwischt und gegen einen Baum geschleudert. Pascow wird in die Krankenstation gebracht und stirbt dort in den Armen von Louis, röchelt diesem jedoch noch etwas entgegen - wovon Louis nur die Worte "Haustier-Fritof" versteht. In der folgenden Nacht wird Louis vom toten Pascow hinter diesen geführt, wo sich versteckt der Friedhof der Micmac Indianer befindet. Louis, der diese Begebenheit für einen Traum hält, wacht am nächsten morgen mit dreckigen Füßen auf. Kurz darauf verreist seine Familie zu Thanksgiving ohne ihn zu seinen verhassten Schwiegereltern und bleibt mit dem Kater Church alleine in Ludlow. Church jedoch wird kurz darauf auf der Route 15 von einem LKW überfahren und ist tot - Jud Crandall führt Louis daraufhin zum Friedhof der Micmac Indianer. Einen Tag später ist der Kater wieder lebendig im Hause, allerdings riecht dieser nach Erde und hat sich verändert - er ist träge, wirkt benommen und ungeschickt. Die Familie nimmt nach der Rückkehr die Veränderung nur unbewusst wahr. Da insbesondere Rachel das Thema mit dem Tod durch die Geschichte mit ihrer Schwester als nicht natürliches Thema abwendet, möchte er dieser auch nichts von den Vorfällen erzählen. Doch einige Zeit später geschieht das große Unglück: Sohn Gage rennt, als er im Spiel weglaufen will, auf die Route 15 zu. Louis, der noch alles versucht, um seinen Sohn zum Stoppen zu bekommen, sieht nur noch, wie ein herannahender LKW diesen überfährt - und damit die Geschichte ihren wahren Lauf nimmt....

Stil
Das Buch besteht aus 3 Teilen und hat insgesamt 62 Kapitel plus Einleitung, Epilog und Danksagung. Die Kapitel haben unterschiedliche Längen. So ist es nicht selten, dass einige Kapitel über 20 Seiten lang sind, andere aber auch nur 2 Seiten besitzen. Insgesamt ist der Stil zwar nicht schwer, aber auch nicht gerade leicht geschrieben. Wer den vollen Umfang der Geschichte verstehen will, sollte mit Konzentration lesen. Die Hauptgeschichte dreht sich um die Geschehnisse rund um Louis Creed, geht aber im Laufe der Geschichte auch auf Jud, Rachel und am Ende sogar einen Kollegen von Joe über.
In den verschiedenen Passagen lernt der Leser etwas über die Gedankengänge der verschiedenen Personen kennen. Der meist allwissende Autor nimmt Begebenheiten aus der Zukunft vorweg, um diese später nicht näher erläutern zu müssen, sondern um sie möglichst kurz zu halten - dies kann zwar stellenweise verwirrend sein, hilft der Geschichte jedoch an vielen Stellen ungemein weiter. Auch ist eine Besonderheit, dass einige Kapitel teilweise nur Jud Crandall und seinen Geschichten gehören und somit eine Art Rückblick in die Vergangenheit darstellt. Dies ist stellenweise aber leider sehr langatmig und nimmt die Spannung weg, welche jedoch durch gekonnt gesetzte Cliffhanger am Ende des Kapitels wieder aufgebaut wird.
Eine Entwicklung der verschiedenen Figuren sowie der Spannung ist auch deutlich zu erkennen. Sind alle zu Beginn noch sorglos und ist die Geschichte noch recht harmlos und langweilig, ändert sich dies zunehmend. Insbesondere die Charakterentwicklung ist dabei zu beachten, welche sich bei jedem der beteiligten Personen ändert und auch die Beziehungen untereinander interessant verändert.

Besonderheiten
Der Umgang mit dem Thema Tod wird im Buch sehr interessant gestaltet. Joe, der zeitweise im Bestattungsinstitut seines Onkels gearbeitet hat und somit auch viele Sachen zu diesem Thema weiß, hat beispielsweise einen sehr gesitteteren Umgang mit dem Thema Tod als andere Menschen, insbesondere seine stark verstörte Ehefrau Rachel, welche am Tod nichts an Natürlichkeit erkennen kann. Der Tod selber spielt im Übrigen das Hauptthema, wenn auch auf verschiedenen Ebenen. Sei es der Friedhof als Ort, der Tod verschiedener Charaktere oder die Gedankengänge über das Leben danach - auch die kindlichen Aspekte werden eingebracht.
Mein größtes Problem mit dem Buch ist aber, dass die eigentlich wirklich interessanten Sachen erst auf den letzten 150 Seiten zum Tragen kommt, die wirklich prägende Situation sogar erst die letzten 50 Seiten für sich beansprucht. Stellenweise sind zu viele nicht notwendige Gedankenwelten in die Geschichten eingebaut, sinnlose Monologe geführt worden oder gar einfach mal Kapitel, die man ganz hätte weglassen können - die aber auch wieder typisch sind für Stephen King!

Fazit
In meinen Augen ist das Buch ein verdienter Meilenstein in dem Genre der Romane. Es ist ein gänzlich eigenes Kapitel dieses Genres und würde normalerweise eher in die Kategorie Horror oder Thriller eingeordnet werden, doch ist verdientermaßen auch im Gebiet der Romane. Das Thema Tod spielt eine sehr interessante Rolle, wird von vielen Seiten betrachtet, und auch die Story rund um die Sagen und Geschichten um den Friedhof sind sehr schön gestaltet. Die Charaktere entwickeln sich interessant und werden nicht langweilig, doch ist die wirkliche Spannung am Ende zu kurz geraten und hätte etwas ausgebaut werden können.
Wer Stephen King gerne liest, sollte hineinschauen. Es ist aber wie jedes Werk von Stephen King: Es ist keine Kost für jeden. Insbesondere die 600 Seiten mit vielen unnötigen Passagen werden nicht jeden packen können, doch sollte man dem Buch generell mal eine Chance geben und nicht annehmen, dass durch die Kategorie Roman eine reine Schnulze resultiert.
Ich gebe dem Buch 4 Sterne und werde es in Zukunft noch einmal lesen, um die Rezension etwas auszuarbeiten.

PS
Sollte jemand eine Anregung haben, was ich nicht erläutert habe und worauf ich noch eingehen soll, wäre es super, wenn man dies in den Kommentaren anmerken würde, darum würde ich mich dann ebenso schnell kümmern, um meine Rezension noch lesenswerter zu machen! Daher bin ich für jede Kritik zu haben und hoffe, dass diese auch geäußert wird, da ich für den Leser diese verbessern möchte und auf Ihre Mithilfe dankend angewiesen bin!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2007
Ich kann mich noch gut an die Phase erinnern, in welcher ich "Friedhof der Kuscheltiere" gelesen habe. Ich lag oft im Bett und fragte mich, ob ich nun wirklich weiterlesen oder das lieber auf den nächsten Tag verschieben sollte. Denn beim Lesen erstreckte sich in mir immerzu ein extrem unangenehmes Gefühl, ich wollte einerseits wissen, wie es weiter geht, andererseits war jede Seite fast schon eine Qual - einfach gruselig.

King schafft mit ganz simplen aber genialen Mitteln, den Leser mitzureißen. Die Story mag simpel sein, aber die Spannung steigert sich ins Unerträgliche, was nicht zuletzt den sensationell guten Charakterzeichnungen und dem ständigen Nutzen von Monologen zu verdanken ist. Das macht das Buch zu einem einzigartigen Erlebnis.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2006
Für mich (und nicht nur für mich) ist es das beste Werk Stephen Kings. Meine Einstellung dazu erwächst aus der brillanten Konsequenz, mit welcher die Handlung sich entfaltet und zum Schluß kommt. Der Roman ist brillant strukturiert, sehr gruselig und trotzdem weit davon entfernt, einfach nur Horror zu sein, denn er nimmt - wie alle besseren Bücher Kings - Bezug auf die Grundprobleme des menschlichen Lebens. Wie gehen wir mit dem Tod um? Davon handelt dieses Buch.

Hochnäsige Berufspsychologen (das scheint mir zumindest einer der Rezensenten des "FdK" auf dieser Webpage zu sein) mögen King als Trivialliteratur abtun - ich hingegen sehe in diesem Roman hochkarätig rekonstruierte menschliche Psychologie. Muss man denn alles immer wörtlich verstehen und den Autor beim Worte nehmen? Es ist ja schliesslich Literatur, und nicht alles, was King sagen will, sagt er direkt. Es muss ja kein mystischer indianischer Friedhof sein; sagen wir, es ginge um ein reale, umstrittene soziale Situation wie Organhandel oder Gentechnik und der Hauptheld stünde in einem Augenblick schwärzester Trauer vor der Option, einem geliebten Menschen ein neues Leben zu ermöglichen. Was ist daran so unglaubwürdig?

King schafft es leider selten, seinen Romanen einen würdigen Schluß zu geben. In diesem Buch ist es ihm gelungen. Es ist ein Buch über den Tod, und dadurch wird es erst recht gruselig und verursacht einem schlaflose Nächte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2010
Weit über hundert Rezensionen wurden hier zu diesem Buch schon geschrieben. Ich möchte dennoch eine weitere hinzufügen. Friedhof der Kuscheltiere war das erste, was ich vom King of Horrors gelesen habe. Und zwar Anfang der Achtziger Jahre als Fortsetzungsroman in einer bekannten deutschen Illustrierten. Was war ich gespannt darauf, ob Louis Creed seinen Sohn Gage wirklich wieder ausgraben würde - aber ich musste mich gedulden bis zum nächsten Donnerstag. Und die Spannung wuchs von Woche zu Woche! Ich fand diese Lektüre total faszinierend.
Inzwischen habe ich so allerhand von Stephen King gelesen, sowohl in deutscher Übersetzung als auch im Original. Und unlängst hatte ich Friedhof der Kuscheltiere" zufällig mal wieder in der Hand und begann zu lesen. Nach wie vor muss ich sagen, Friedhof der Kuscheltiere" ist wirklich Horror vom Feinsten, und wer noch nichts von Stephen King gelesen hat, der sollte damit beginnen - als Einstiegsdroge.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2010
Aufgrund der vielen anderern positiven Rezensionen,waren meine Erwartungen an das Buch "Friedhof der Kuscheltiere" recht hoch gesteckt. Das Buch übertraf Sie jedoch bei weitem!! Das knapp über 450 Seiten lange Werk von Stephen King behandelt ein zentrales Thema: Den Tod und Trauer.
Die Personen sind einem sympatisch, haben jedoch kleine Fehler, was sie umso menschlicher wirken lässt. Man fühlt mit ihnen und ist bestürzt von deren Schiksahl.
Das Buch birgt einige unerwartete Wendungen und ein großartiges und schockierendes Finale. Der Schreibstil ist ,wie bei allen King Büchern, die ich mir bis jetzt zu Gemüte geführt habe, tadellos.
Gesamt ein wirklich gutes Buch, das ich jedem weiterempfehlen kann!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2012
Die Familie Creed kommt nach Ludlow, Maine. Vater Louis hat einen Job als Arzt an der Uni, man hat ein neues, großes, schönes Haus gekauft, hinter der eine wunderbare Wiese liegt, alle - Louis, seine Frau Rachel, die Tochter Ellie und der noch sehr kleine Sohn Gage - freuen sich auf den Neustart. Die Nachbarn Judd und seine Frau Eleanor Crandall sind freundliche ältere Mesnchen, gerade Jud entpuppt sich als Quell steter Erzählungen über die Stadt und deren Geschichte. Er zeigt den Creeds auch den Tierfriedhof, der über einen Pfad erreichbar ist, der von der Wiese hinter ihrem Haus abgeht. Louis beginnt seine neue Arbeit, muß allerdings gerade am ersten Tag schon mit dem Tod eines Studenten, der beim Joggen überfahren wurde, fertig werden. Zumal der Student ihm sterbend seltsame Dinge darüber, was er zukünftig zu tun und zu lassen hätte, zuzuraunen scheint. Während Rachel mit den Kindern ihre Eltern besucht, findet Jud den Familienkater Church, den v.a. Ellie abgöttisch liebt, tot vor seinem Haus. Louis ist untröstlich und macht sich Sorgen, daß Ellie den Verlust nicht verkraften könnte; hinzu kommt, daß Rachel das Thema Krankheit und Tod krampfhaft vermeidet und auszublenden versucht, war sie doch als junges Mädchen mit dem schrecklichen Sterben ihrer kranken Schwester Zelda konfrontiert. Jud fordert Louis auf, ihm zu folgen, sie nehmen den Kadaver mit und der alte Mann zeigt Louis, daß es hinter dem Tierfriedhof noch viel weiter in die Wälder hineingeht und irgendwo dort drinnen ein weiterer, verborgener Friedhof, eine Begräbnisstätte der Micmacindianer, liegt. Dort vergräbt Louis den toten Kater. Am folgenden Tag taucht dieser zwar scheinbar lebendig, jedoch seltsam abwesend und unzugänglich wieder auf. Trüben Auges beobachtet er fortan Louis, zudem entwickelt er eine ungesunde Art, Ratten, Vögel oder Mäuse zu jagen und - ohne sie je zu fressen - zu zerfleischen. Als Rachel mit den Kindern zurück kommt, merkt erstmal niemand etwas von den Veränderungen. Das Leben der Creeds geht weiter, scheinbar glücklich. Dann, eines Tages, rennt Gage, der mittlerweile gewachsen ist, laufen und etwas sprechen kann, auf die Strasse und einer der von Jud immer wieder erwähnten Lastwagen, die die Route 15, an der die Häuser der Nachbarn liegen, befahren, erwischt den Sohn der Creeds. Er hat keine Chance zu überleben. Während Rachel in Schockstarre versinkt, ihre Eltern, die Louis nie leiden konnten, diesen verantwortlich machen, die Freunde und Bekannten versuchen, die Trauernden zu umsorgen, reift in Louis ein allzu naheliegender Plan heran. Jud versucht, ihn nicht nur zu warnen (ein einziges Mal hat jemand versucht, einen Menschen auf dem Indianderfriedhof zu begraben), sondern auch, ihn von dem Vorhaben abzuhalten, doch Louis in seiner Trauer ist von Sinnen. Er schleppt seinen toten Sohn in die Wälder...

Dies ist einer der Kingromane aus seiner "klassischen" Periode, in der seine Großromane wie "Shining", "Das letzte Gefecht", "Cujo" oder "Brennen muß Salem" (letztere werden in "Friedhof der Kuscheltiere" auch erwähnt) entstanden. Vielen ist gerade dieser Roman (ebenso wie die oft gelobte, oft verdammte Verfilmung) zu heftig. 1983 erschienen, war die Zeit, in der er entstanden ist, jene, in der Kings eigene Kinder noch verhältnismäßig klein waren und er so offen (wie er in seinem Vorwort der Neuauflage von 2000 schreibt) seine Ängste hinsichtlich ihrer Verletzbarkeit verarbeiten konnte. Genau diese Ängste aller Eltern sind es wahrscheinlich, die das Buch für viele so unerträglich machen. Der Verlust von Kindern wird hier auf verschiedenen Ebenen thematisiert - neben dem Tod Gages ist es v.a. die Geschichte Zeldas, die ebenso von Verlust, erst durch die Krankheit, dann durch den Tod, der hier aber eine Erlösung ist, erzählt. Hinzu kommt die Frage, wie man Kindern gegenüber mit dem Tod umgeht? Sagt man ihnen, was es bedeutet, zu sterben? Setzt man sie der ganzen Unerbittlichkeit aus, die die Endgültigkeit des Todes nunmal mit sich bringt? Oder erfindet man Geschichten, die umschreiben und verschleiern, was früher oder später doch jeder lernen muß? King spielt die verschiedenene Möglichkeiten durch. Und denkt sich darüber hinaus in die Frage hinein: Was, wenn ich es rückgängig machen könnte? Und wenn schon nicht rückgängig, was, wenn ich den Toten zurückholen könnte?

Damit stellt er sich großen Fragen und ein wenig greift er auf das zurück, was zum Thema schon gesagt/geschrieben wurde, in diesem Falle W.W. Jacobs Geschichte von der "Affenpfote", die King laut Wikipedia auch in früheren Werken schon erwähnt hatte. Hier, in "Friedhof der Kuscheltiere" hat man es mit einer Art ausgewälzten Affenpfote zu tun. Das Original ist ca. 4 Seiten lang, King braucht ca. 600, um seine Version zu erzählen. In beiden Storys, so könnte man sagen, wird der Satz "protect me from what I want" sehr genau genommen. Bei Jacobs ist es ein Elternpaar, das eine magische Pfote besitzt, mit der sie ihren in der Fabrik in einer Maschine zermalmten Sohn zurückholen will und erst, als es die schmatzenden Geräusche dessen, WAS da die Treppe herauf- und zu ihnen zurückkommt hört, begreift, daß es vielleicht besser ist, Totes tot zu belassen. Hier ist es der Indianerfriedhof, dessen Kräfte in der Lage sind, die Gestorbenen zurück zu holen. Allerdings, das erklärt Jud dem untröstlichen Louis, sei der Wendigo, ein Dämon, ein Geist, der in den Wäldern haust, einst über den Friedhof gekommen und hätte den Boden berührt und so zu schlechtem Boden gemacht. So also sei nicht immer deutlich, ob das, was zurück käme, auch gut sei. Wir haben es in beiden Geschichten, auch darauf sei verwiesen, also im Grunde mit Zombies zu tun. Doch anders als in den herkömmlichen Zombiestories, sind die "Untoten" hier gewollt ins Leben zurück gerufen worden, sind sie erwünscht. Anders als Jacobs, der die hohe Kunst der Anspielung und Auslassung beherrschte und somit die alte, ungeschriebene Regel des Horror/Grusel/Spuk-Genres befolgt, wonach der größte Schrecken der Phantasie des Lesers entspringt, zieht King die Sache natürlich plakativ durch und also bleibt dem Leser hier wenig bis gar nichts erspart.

Interessanter Weise ist dies eins von den im Großen und Ganzen eher unblutigen Büchern des Meisters. Zwar passieren einige unheimliche und auch blutige Dinge (v.a. der Tod des jungen Studenten Pascow, an Louis' erstem Tag, ist eine recht unschöne Angelegenheit), doch die wirklich schlimmen Dinge passieren fast ausschließlich auf den letzten 100 Seiten. Einmal mehr kann man also an "Friedhof der Kuscheltiere" Kings erzählerische Mittel, seine Ökonomie, sein Talent, Spannung aus psychologischen und zwischenmenschlichen Konstellationen zu beziehen, begutachten und bestaunen. Ihm gelingen - neben den von mir immer sehr gelobten Dialogen, seine, wie ich finde, größte Stärke - immer wieder Beschreibungen menschlicher Konflikte, die wie hier beschrieben klischeehaft anmuten, denen er aber geschickt so unerwartete und auch psychologisch richtige Wendungen abgewinnt, daß sie weder abgestanden, noch verbraucht wirken. Und vieles wurde natürlich auch erst durch ihn zum Klischee. Hier ist es einerseits die Schilderung der Probleme zwischen Rachel und Louis, v.a. wenn es um den Tod geht, aber auch die aus der Ehe resultierenden Konflikte mit Rachels Eltern, andererseits und mehr noch die beeindruckenden Schilderungen um die kranke und schließlich sterbende Schwester Zelda, die den Leser in ihren Bann ziehen. Das entfaltet natürlich auch deshalb so viel Kraft, weil King in jenen Jahren vieles noch erstmals (be)schrieb und noch nicht, wie es heutzutage oft anmutet, eine Art Zettelkasten im Kopf hatte, wo er genau die Figuren und Phrasen findet, die den Leser kingtypisch packen und ins Geschehen ziehen. Auf 600 Seiten gerechnet, haben wir es im Großteil der Geschichte mit einem gelungenen Ehe- und Familiendrama zu tun, in welches dann das Grauen einbricht: selbstverschuldet und gewollt.

Stephen King kann was. In Amerika wird der Unterschied zwischen E- und U-Literatur, also der hohen Schule und dem Trivialen, bei Weitem nicht so klar und deutlich gezogen, wie die europäische Kunst- und Literaturbeflissenheit das an den hiesigen Universitäten durchgesetzt hat. Was schade ist, weil man oft im vermeintlich "Niedrigen", "Unterhaltsamen" große Wahrheit und Wahrhaftigkeit finden kann. Und Vieles, was einst trivial anmutete, zur reinen Unterhaltung gezählt wurde, hat sich heute seinen Platz im Pantheon der "Großliteratur" erkämpft. Poe oder Lovecraft seien erwähnt, in gewisser Hinsicht auch Conrad. King schreibt vielleicht keine Weltliteratur, aber in seinen besten Momenten gelingt ihm schon Großes. "Friedhof der Kuscheltiere" gehört vielleicht nicht zu seinen Großwerken, aber unter den früheren, klassischen, sticht es schon heraus mit seiner Unerbittlichkeit und auch durch Kings Mut, die Dinge bis zum Letzten durchzuspielen, egal was es kostet.

Und unterhaltsam, bzw. spannend, ist dieser "Zombieroman mit umgedrehten Vorzeichen" allemal.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2008
Was passiert, wenn ein Mann mit dem Tod konfrontiert wird und dann die Chance hat ihn wieder rückgängig zu machen? Die Antwort scheint simpel zu sein, doch ganz so einfach ist es in Stephen Kings Roman Friedhof der Kuscheltiere" leider ( - oder zum Glück?!) nicht.

Die Geschichte dreht sich ganz um den Arzt Louis und sein junge Familie.
Als er mit ihnen in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, dass er seinem Sohn, seiner Tochter und seiner Frau nicht wie geplant einen Gefallen tut.
Das Unglück beginnt, von King sehr geschickt gemacht, mit einem eher geringen Verlust:
Der Kater der Familie, an dem besonders die Kinder hangen, wird auf der benachbarten Straße überfahren. Louis aber bringt es nicht übers Herz seiner Frau und seinen Kindern von diesem Verlust zu berichten und so nutzt er das Angebot eines Nachbarn den Leichnam auf einen magischen Friedhof zu bringen, der tote Tiere wiederbeleben soll.
Doch als der Kater dann tatsächlich nach hause zurückkehrt und dann auch noch der kleine Sohn überfahren wird, nimmt die Geschichte einen dramatischen Lauf.

Der Autor Stephen King ist für seine kribbelnden Horrorthriller bekannt. Er versteht es wie kein zweiter auch normalerweise eher lesefaule Personen sprachlich und inhaltlich an seine Romane zu fesseln.
Weitere berühmte Werke von ihm sind etwa Cujo", Carrie" oder Der Todesmarsch".
Oftmals hat King seine Werke auch unter dem Pseudonym Richard Bachman" veröffentlicht.

Bis zum allerletzten Satz des Epilogs bleibt es bei dem Thriller spannend, denn King löst hier nicht alles auf, sondern entlässt seine Leser aus dem Roman im Ungewissen, so dass sich einem die Nackenhaare sträuben, was im übrigen ein Gefühl ist, das sich auch sonst durch den Roman zieht.
Besonders durch die plötzlichen Einschübe von Louis Gedanken in die ansonsten aus der Perspektive der 3. Person erzählten Geschichte bringen Spannung in die Handlung, denn diese Gedanken sind oft nicht sehr aufschlussreich, ja sogar sehr konfus, und lassen einen somit grübeln, was gerade in ihm vorgehen mag. Einige Gedanken wiederholen sich auch immer wieder, wie das Hey-ho, letŽs go!" , das er besonders oft im Zusammenhang mit dem Tierfriedhof verwendet.

Kurz gefasst ist der Roman für jeden Fan, aber auch für King-Neuleser ein echtes Erlebnis und deswegen ein echter Lesetipp.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Oktober 2001
Friedhof der Kuscheltiere ist eines der besseren Bücher von Stephen King. Diejenigen , die die leider schlechte Verfilmung gesehen haben, sollten sich bitte nicht davon abhalten lassen, das Buch zu lesen.
Wunderschön beschrieben ist die absolute Idylle und das Glück der Familie... und dann das umso tragischere Ende durch den Tod. Kein Wunder, dass man diese Idylle mit allen Mitteln wieder haben will! Die Beschreibung des alten indianischen Friedhofes treibt einem die erste Gänsehaut über den Rücken. Ebenso schön beschrieben die Strasse vor dem Haus, denn hier baut sich beim Leser schon so langsam diese unheilvolle Vorahnung auf, die das Lesen von King-Büchern ganz allgemein zu einem Genuss macht. Schön ist auch die eigene Zerrissenheit (war bei mir zumindest so): Eigentlich kann man ja verstehen, dass man das geliebte Haustier, das geliebte Kind, das geliebte... nicht gehen lassen will, wenn man schon eine, zugegebenermassen schräge Möglichkeit hat, dies zu verhindern. Andererseits möchte man am teilweise liebsten in das Buch springen, um das Schlimmste zu verhindern.
Die absolute Meisterleistung ist dann nochmal das Ende (vor allem die letzten beiden Worte)- hier gibt es noch einmal richtig die Gänsehaut.
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