Die Verfilmung von Stephen Kings FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE ist für mich der beste Horrorstreifen, den ich je gesehen habe. Deshalb wollte ich mir das Buch, das die Grundlage für dieses Werk darstellt, kaufen und dann natürlich lesen. Man sagt ja immer, Bücher seien besser als dessen Verfilmungen, aber ich muss sagen, dass beide Medien etwas für sich haben. Beim Buch gefallen mir selbstverständlich die Dinge, die im Film weggelassen wurden und haben für mich ihren eigenen Reiz. Es ist schön, dass Jud eigentlich noch eine Frau hat oder dass man mehr über das Arbeitsleben des Protagonisten Louis Creed erfährt und das sorgt für einen zusätzlichen "Hype". Ebenfalls gut finde ich, dass beide Medien sehr intensiv mit Trauer und Horror zusammenarbeiten können. Das ist eine wirklich einzigartige Mischung, die glanzvoll umgesetzt wurde. Es rührt jemanden und versetzt einem gleichzeitig eine Gänsehaut! Allerdings finde ich, dass Stephen King bei seinem Roman ziemlich oft vom Thema abschweift. Das verursacht eine gewisse Langatmigkeit, die aber noch im Bereich des Ertragbaren liegt. Widerum finde ich die stilistischen Mittel, die der Autor verwendet hat, sehr einfallsreich und angemessen. Wenn nun mal das ultimativ Böse charakterisiert wird, gehören abscheuliche Metaphern zum Erfolgsrezept, genauso wie die obzönen Bemerkungen, die der wiedergekehrte Gage am Ende sagt. Sonst wäre das Buch zu trocken und würde nicht fesseln. Definitiv zu empfehlen!