Dieses Buch ist nicht nur eine spannende und sehr interessante Lektüre, sondern zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Autorin versucht hat, den vielen gängigen Klischees über die Künstlerin Frida Kahlo den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sie berichtet über die Fakten des Lebens der Kahlo, und stellt dort, wo sich in den zahllosen Berichten von Fridas Freunden, Bekannten und anderen Zeitgenossen, widersprüchliche Aussagen finden, die verschiedenen "Theorien" dar. Das macht das Buch sehr interessant und abwechslungsreich - und die Tatsache, dass die Autorin selbst Kunsthistorikerin ist, trägt viel dazu bei, dass man auch über Fridas Kunst (und die ihrer Zeitgenossen), die ja untrennbar mit ihrem Leben verbunden ist, sehr viel dazulernt. Weiters geben zahlreiche Auszüge aus Fridas Tagebüchern, Briefen, etc. einen Einblick in ihr Leben und in ihre Gefühlswelt.
Ab und zu greift die Autorin in ihrer Erzählung voraus in die Zukunft, und kehrt im folgenden Kapitel zur chronologischen Abfolge zurück, was beim Lesen ab und zu ein bisschen verwirrend wirkt. Sehr hilfreich ist für den Fall der Fälle die Zeittafel, die man im Anhang findet.
Fazit - Ein tolles Buch, das gut lesbar ist, und aus dem man gleichzeitig sehr viel lernt. Sehr gelungen!