Wer kennt Sie nicht, FRIDA KAHLO - und auch der Film über sie hat sie nur noch berühmter gemacht. Eine Ausnahmekünstlerin, geboren in einer schwierigen Zeit und unter politischen Missständen im eigenen Land, welche Sie am Ende zunehmend radikalisiert haben. Doch immer mit außergewöhnlichem Geschick wenn es darum geht bildlich Gefühle umzusetzen. Fast schon Madonnenhaft mutet ihr Leben an und selbst DAS PRIVATE ADRESSBUCH vermag zu bezeugen, wie außergewöhnlich Frida Kahlo war. In diesem kleinen Büchlein finden sich alle Einträge kommentiert und Herausgegeben von Christine Fischer - Defoy.
Es ist durchaus erhellend zu lesen, wer sich alles in dem kleinen Adressbuch von FRIDA KAHLO tummelte. Der Faksimile Druck zeigt unleserliche, farbige und verwischte Eintragungen, teils mit Sternchen geschmückt, davon viele wichtig und auch ebenso viele profanen Ursprungs.
Ob es der Frisör war oder die Freundin von nebenan, ob andere Künstler oder Ärzte, viele der Eintragungen geben Auskunft über das Schicksal und das Werden und Vergehen dieser Frau.
Das Buch ist zudem zum Großteil angefüllt mit kommentierten Hinweisen und Erklärungen zu jedem Eintrag von Christine Fischer - Defoy. Gerade aber diese Kommentare sind es, welche das an sich sehr schmucke Adressbuch erst so richtig zur Geltung kommen lassen - denn mit viel Sachverstand hat sich die Herausgeberin daran gemacht, diese Eintragungen zu erhellen und zu vervollständigen.
Für FRIDA KAHLO Fans wird dieses private Adressbuch sicherlich einigen Aufschluss über ihr Leben und Wirken bringen - für mich war es wie ein Blick durch das berühmte Schlüsselloch.
Empfehlenswert!