Nachdem ich schon auf "Die Waldgräfin" zufällig gestoßen war und dieses Buch verschlungen habe, war ich richtig froh, dass ich, ebenfalls durch Zufall, auf die Fortsetzung der anrührenden Geschichte von Alienor und Erik aufmerksam wurde. Obwohl ich normalerweise keine gebundenen Bücher kaufe (zu teuer), musste ich dieses einfach sofort haben. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit dem Paar weitergeht und konnte unmöglich auf das Taschenbuch in anderthalb Jahren warten. Dementsprechend habe ich das Buch nach den ersten Seiten auch regelrecht genossen.
Nachdem Alienor und Erik auf Umwegen in Eriks Heimat ankommen sind, ist dem Paar noch lange keine Ruhe vergönnt. Alienor hat mit den Schwierigkeiten des Landes und der Feindseligkeit von Eriks Volk/Familie zu kämpfen. Erik versucht, wieder Fuß in seinem Land zu fassen und seine gesellschaftliche Stellung zu finden. Am meisten berührt hat mich Alienors Einsamkeit und Sehnsucht, wenn die Liebe ihres Lebens mal wieder tagelang ohne sie unterwegs ist. Fast mitgelitten habe ich, als Alienor trotz Eriks Verbot das Opferfest besucht und Entdeckungen macht, die ihr das Herz brechen. Die Folgen davon werden durch ihre große Liebe Erik nur noch verschlimmert. Als sie ihm trotzallem helfen will, stürzt sie in ein tiefes Loch von Intrigen, Unglück und Gefahr. Gegen Ende des Buches muss Alienor feststellen, dass sie zwar in dem fremden Land mittlerweile heimisch geworden ist, aber den Menschen, den sie zum Atmen und Leben braucht, nämlich Erik, für immer verloren glaubt...
Der Schluss lässt alles offen, aber damit auch die Hoffnung auf einen dritten Band. Wer die Waldgräfin gelesen hat, muss Freyas Töchter ebenfalls lesen. Es gibt nur wenige Romane, die eine so gelungene Fortsetzung haben. Bravo!