Rezension von Darleen, 11 Jahre alt
Was ist wichtig im Leben? Diese Frage habe ich mir fast ständig, während des Lesens von "Freundschaft - schwarz auf weiß" gestellt.
Angelina war sich bislang ganz sicher; ihr MP3 Player, ihre Musikanlage, ihr Fernseher, ihr PC ... alles selbstverständlich und wichtig. Genauso wie die Tatsache, dass sie zur Schule geht, um dort zu lernen. Und natürlich, dass sie täglich Essen und Trinken bekommt, ohne dafür sonderlich etwas zu tun.
Klar, in "unserer" Welt ist das alles scheinbar selbstverständlich. Doch als Angelina durch eine Schulaktion den in Ruanda lebenden Bakari "kennenlernt", erscheint ihr das alles plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich.
Wir leben in einer Welt ... die unterschiedlicher und ungerechter kaum sein könnte!
Das wird ihr immer klarer, desto häufiger Briefe aus Ruanda kommen und ihr "die Augen öffnen".
Bakari wünscht sich nichts mehr, als weiter zur Schule gehen zu dürfen, damit er später Medizin studieren kann. Aber dieser Wunsch scheint für ihn unerreichbar zu sein - der Griff eines Jungen aus Ruanda nach den Sternen!
Ja, auch mir wurde vieles immer klarer und ich habe mir auch fest vorgenommen (genauso wie Angelina) mich mehr für andere, denen es nicht so gut geht, einzusetzen. Allerdings ist das manchmal ganz schön schwer, weil ich natürlich in dieser Welt lebe und es mir ziemlich gut und im Vergleich zu vielen anderen Kindern dieser Erde, sogar unglaublich gut geht. Es ist für mich tatsächlich selbstverständlich und deshalb empfinde ich es natürlich nicht unbedingt als ein großes Geschenk.
Ich kann einfach nur allen dieses tolle Buch empfehlen und wenn es auch nicht wirklich etwas ändern kann, dann hat es doch wenigstens bewirkt, dass man einfach mal ein bisschen nachdenkt.