Die ersten Casual-Spiele, die vor einigen Monaten unter dem Label "Freundin" erschienen, glänzten durch großen Umfang, Abwechslungsreichtum und viel Liebe zum Detail. Inzwischen muss ich leider feststellen, dass Neuerscheinungen dieser Serie eigentlich ausnahmslos von Mal zu Mal schlechter werden. Offenbar hat man beim Hersteller bemerkt, dass auch mit schnell zusammengeschusterten Spielen gutes Geld zu verdienen ist.
Leider stellt auch das Wimmeldbild-Spiel "Goldenes Prag" keine Ausnahme dar.
Der Umfang ist mit etwa 50 Levels gering, so dass bereits nach 2 Abenden des Spielens (7-8 Stunden Nettospielzeit) das Ende erreicht ist. Die Grafiken sind nicht besonders detailiert, wirken lieblos gestaltet und werden meines Erachtens einer wunderbaren Stadt wie Prag, um die es sich in dem Spiel dreht, nicht annähernd gerecht. Auch die zu suchenden Objekte sind oft hässlich, regelmäßig nur mit Glück zu erkennen und passen oft nicht ins Thema. (was soll ein Panzer in einem Suchbildspiel?) Auch spielerisch bietet der Titel nur magere Kost. Wo andere Hersteller den Spielablauf durch eingestreute Minispiele auflockern, bietet Goldenes Prag ausschließlich Wimmelbilder der schlechteren Art. Das Ende ist ebenfalls lieblos: nach dem letzten Level landet der Spieler ohne Abspann oder Gratulation einfach wieder auf dem Startbildschirm.
Fazit: Man kann es spielen, findet aber sicherlich in dem riesigen Angebot von Wimmelbildspielen auf dem Markt eine Menge Titel, die wesentlich mehr Spaß machen, als es Goldenes Prag tut.