Frau Birkenbihl gehört zu den erfolgreichsten Seminar-Verkäuferinnen derzeit und wer sich mit dem Thema Lernen befasst, stolpert unweigerlich über ihren Namen. In diesem Buch befasst sie sich nun mit einem etwas anderem Thema: Der Bewältigung von Stress. Bereits im ersten Kapitel fällt auf, dass sie teilweise so etwas wie eine "Kleinkind-Sprache" verwendet: Das Stammhirn wird zum "Reptiliengehirn", das Großhirn zum "Denkhirn". Diese Begriffe wurden früher einmal verwendet, sind allerdings nicht mehr State of the Art. Aber zweifellos klingen sie spektakulärer und genau das ist es, was sich dann wie ein roter Faden durch dieses ansonsten nicht unbedingt inhaltslose Buch zieht. Das, was die Autorin schreibt, ist durchaus hilfreich, wie sie es schreibt allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. Und wirklich neue Erkenntnisse kann man aus diesem Werk sicher nicht gewinnen. Ihre angeblich so "neue" Stressdefinition ist bereits seit längerem bekannt und ihre Stressreduktions-Tipps kann man bei jeder Krankenkasse in einer kostenlosen Broschüre nachlesen.
Alles in allem zeigt Frau Birkenbihl also mal wieder, was sie am allerbesten kann: Sich selbst vermarkten.