Wunderbarer irish/scottish folk-pop aus Österreich, der manchmal am Indierock kratzt. In diesen songs ist das E-Gitarrengeschrammel dann zwar ein wenig undefiniert, aber das ist nur ein minimaler Kritikpunkt, der die Qualität dieser Produktion nicht mindert.
Trotz der melancholischen Grundstimmung klingen die Stücke auf dieser Platte immer wunderbar leicht, aber ohne ein Defizit an Tiefe aufzuweisen. Melodieverliebt sind die hier sowieso durchgehend und wenn Sie statt der akkustischen, die Stromgitarre einsetzen, dann kommt das auch sehr druckvoll herüber.
Bei den ruhigeren songs hört sich das an als ob sich Del Amitri Robert Smith als Sänger angelacht hätten. Auch Bright Eyes wurden schon als durchaus zulässiger Vergleich bemüht. Für klangliche Abwechslung sorgen eine fiepende Orgel oder ein Akkordeon, das sich trotz der Herkunft der Musiker nie nach Schrammeln, sondern eher nach Folk von der Insel und einmal sogar ein wenig französisch anhört.
Nicht nur ein wunderbares Album, sondern auch der Beweis dafür, daß es neben dem schlagerartigen Pseudopop á la Luttenberger/Klug, Stürmer oder Zweitfrau tatsächlich großartigen Pop aus Österreich gibt. Und der kommt völlig ohne ,hippe' Sounds aus, weil die Kompositionen einfach gut sind.