The French Connection" ist von William Friedkin verwirklicht worden. Wir sehen Gene Hackman in seiner besten Rolle, Roy Scheider als verdiente Oscarnominierung (Hackman ebenfalls, er gewann aber) und Fernando Rey. Und natürlich sehen wir eine der besten und rasantesten Autoverfolgungsjagden der Filmgeschichte, aber gerade das ist komischerweise die Nebensache.
"The French Connection" bietet einen einzigartigen Stil in ungewohnter Umgebung; sämtliche Schauplätze sind nicht beispielsweise der Central Park oder das Empire State Building sondern die auch eher nebensächliche Geschichte spielt in dem Slums den Fixertreffs, den Pubs etc., die bedrohliche Stimmung wird durch die ruckartige Musik des Don Ellis ins Unermessliche verstärkt. William Friedkin verpackt Ernest Tidymans Drehbuch in dokumantarähnliche Bilder, mit brillianten Handkamerafahrten. Nicht umsonst hat der Kameramann Owen Roizman eine Oscarnominierung erhalten, es währe aber doch leicht übertrieben gewesen wenn er gewonnen hätte, den der Film räumte ohnehin 5 Oscars ab. Alles besteht aus solchen Kameraeinstellungen, kein Stativ oder Schienen wurden angewendet (die Szenen wirken tatsächlich so echt, als hätte man sie nur zufällig gefilmt bzw. es gab wohl keine Statisten oder ähnliches). So wackelt das Bild die ganze Zeit herum bis es am absoluten Höhepunkt einen leeren Korridor filmt und ein schallender Schuss ertönt.
Gene Hackman ist einer der besten amerikanischen Schauspieler. Er beherrscht das Bild mit seinen brutalen Zügen, der Wut und dem von Tag zu Tag vonstande gehenden Zerbruch des Charakters, die nur noch beschränkt vorhanden ist. Roy Scheider ist das absolute Gegenteil von Hackmans Charakter ("Popeye Doyle"). Und das sowohl schauspielerisch, von der Wirkung und vom Charakter her. Fernando Rey spielt den sympathischen und haushoch überlegenen Franzosen Alain Charnier, der die Drogen nach Amerika schmuggelt.
"The French Connection" ist mein absoluter Volltreffer, und das damals wie heute. Der Streifen kommt perfekt getimt und geschnitten daher, und überbietet vieles was man bis heute in diesem Genre gesehen hat. Sehr empfehlenswert!
FOX hat mit dieser "Special Edition" gute Arbeit geleistet. Das Bonusmaterial ist extrem informativ, Bild und Ton (Orginal- und deutsche Fassung DD 5.1) sind zweifellos gelungen. Als "Draufgabe" gibt es noch John Frankenheimers Fortsetzung, die man aber getrost in einer eigenen DVD auf den Markt bringen hätte können.