Ich kann dieses Buch empfehlen, vor allem für alle, die irgendwo zwischen 25 und 45 Jahre alt sind, sich mit vollem Ehrgeiz in ihre Arbeit gestürzt haben und dann irgendwann merken, dass etwas fehlt: Liebe, menschliche Nähe. Davon nämlich handelt das Buch für mich zu allererst, auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Tobias, dem deutschen Banker, und Larissa, der ukrainischen Musikerin, scheinbar im Vordergrund steht. Das Buch ist in einem ruhigen, irgendwie berauschenden Stil geschrieben, der einen gefangen nimmt. Es ist schonungslos realistisch: Wohl jeder wird sich und seine Umwelt an etlichen Stellen wieder erkennen - und nicht nur die besten Seiten von sich, fürchte ich. So ging es zumindest mir. Ein Buch über unseren Alltag - und deshalb gleichzeitig genauso schön wie schrecklich.