Ja, es stimmt, dieses Buch ist ein Klassiker. Wie die meisten Werke von Arno Surminski ist auch dieser stark autobiographisch eingefärbt. Was dieses Buch so einzigartig macht, sind die durchweg glaubwürdigen Emotionen der Hauptperson. Die Fahrten durch die Weite der amerikanischen Wälder, das sinnliche Empfinden des "Der Weg ist das Ziel"-Prinzips, die Auseinandersetzung mit Deutschland bzw. seinen Vor- und Nachteilen im Vergleich zu Nordamerika, all das ist derartig perfekt in Worte umgesetzt, dass den Leser selbst diese beinahe plastisch wirkende Sehnsucht (Schlüsselwort des Romanes, IMO) und innere Zerrissenheit des Protagonisten überkommt. Seite für Seite ein komplett gelungenes Werk, und besonders (aber bei weitem nicht nur) für all jene mit "Wanderlust" im Herzen Pflichtlektüre.