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Fremder in einer fremden Welt
 
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Fremder in einer fremden Welt [Taschenbuch]

Robert A. Heinlein , Rainer Schumacher , Rosemarie Hundertmarck
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sein Name: Valentine Michael Smith. Seine Vorfahren: Menschen. Seine Heimat: der Mars. Er ist der einzige Überlebende einer gescheiterten Marsexpedition. Nach irdischem Recht ist er Besitzer des roten Planeten, und er verfügt über das Know-how einer uralten marsianischen Rasse. Er wird umworben und umschwämt, Politiker versuchen ihn ebenso für ihre Zwecke einzuspannen wie geschäftstüchtige Sektenführer. Für Valentine ist die Erde eine völlig fremde und unverständliche Welt - aber als er sie zu begreifen beginnt, beschließt er, sie nach seinen Vorstellungen zu verändern. Und damit beginnt sein Opfergang.

Erstmals in vollständiger, ungekürzter Fassung nach dem Originalmanuskript des Autors redigiert.

Das Meisterwerk des Altmeisters der SF, ein Buch, das innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller wurde und Kultstatus erlangte. Dieses Buch, 1962 mit dem HUGO ausgezeichnet, gilt als einer der bedeutendsten SF-Romane aller Zeiten.

carpe.com

Heinlein ist einer der bekanntesten Sciencefiction-Autoren, und Stranger in a strange land ist sein bekanntestes Buch, das auf dem Uni-Campus der 60er Kultstatus erlangte. Als es 1961 erschien, brachte der Verlag allerdings nur eine gekürzte -- man könnte auch sagen zensierte -- Version auf den Markt. Die restaurierte Fassung, die Bastei-Lübbe hier vorlegt, wurde erst 1990 veröffentlicht, zwei Jahre nach Heinleins Tod.

Valentine Michael Smith heißt der Mann, der sozusagen vom Himmel gefallen ist. Er kommt vom Mars, der einzige Überlebende einer gescheiterten Mars-Expedition. Er überlebte nur mit Hilfe der "Eingeborenen" -- genau wie Mowgli im Kiplings Dschungelbuch. Nach irdischem Recht ist Smith der Besitzer des roten Planeten und verfügt über das Know-how einer uralten Rasse ebenso wie über Psi-Kräfte: das Groken. Er wird von Frauen umschwärmt, Politiker versuchen ihn ebenso für ihre diversen Zwecke einzuspannen wie geschäftstüchtige Sektenführer. Für Valentine ist die Erde eine völlig fremde und unverständliche Welt, aber als er sie zu begreifen beginnt, mit kräftiger Hilfe eines Zynikers namens Jubal Harshaw, beschließt er, sie nach seinen Vorstellungen zu verändern. Und damit beginnt sein Opfergang -- à la Jesus von Nazareth. Schließlich diskorporiert -- entleibt -- sich Smith. Er kann auch andere diskorporieren, schmerzlos immerhin. Die Entleibung ist nicht mit irgendwelchen Opfern verbunden, sie erfolgt in einem traumartigen Bewusstseinszustand.

Fazit: Leider übernahm auch der Mörder Charles Manson die Idee des Diskorporierens, als er die schwangere Gattin von Roman Polanski, die Schauspielerin Sharon Tate, überfiel und rituell tötete. Wie auch immer, für diejenigen, die das Wesen von Fiktionen verstehen können, bietet die Idee des schmerzlosen Todes eher Fantasy-Aspekte als Sciencefiction-Fakten. So endet ein Buch, das als Sciencefiction-Satire begann, als Wunscherfüllungs-Fantasie -- ein trauriges Ende.

Die Studenten an den Unis der USA in den wilden 60ern goutierten Heinleins libertäre Befürwortung freier Liebe und des Mystizismus. Diese Ansichten äußert im Buch in erster Linie der Groschenromanautor Jubal Harshaw, eine Art Ersatzvater für Valentine und das allwissende Sprachrohr für Heinlein selbst. Von den späten Werken Heinleins -- also nach 1960 und Starship Troopers -- ist Stranger in a strange land wahrscheinlich das lesbarste und unterhaltsamste. Er erhielt dafür 1962 den Hugo-Gernsback-Award der amerikanischen Sciencefiction-Leser. --Michael Matzer

Über den Autor

Robert A. Heinlein wurde 1907 in Missouri geboren. Er studierte Mathematik und Physik und verlegte sich schon bald auf das Schreiben von Science-Fiction-Romanen. Neben Isaac Asimov und Arthur C. Clarke gilt Heinlein als einer der drei Gründerväter des Genres im 20. Jahrhundert.

Auszug

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte ein Marsianer namens Smith.

Daß es Valentine Michael Smith tatsächlich gab, läßt sich ebensowenig leugnen wie die Existenz zu hoher Steuern.

Die erste menschliche Expedition zum Mars wurde nach der Theorie zusammengestellt, die größte Gefahr für den Menschen sei der Mensch. Zu jener Zeit, acht Jahre nach Gründung der ersten menschlichen Kolonie auf Luna, war eine von Menschen durchgeführte interplanetare Reise nur auf Umlaufbahnen im Freien Fall möglich - von der Erde zum Mars in zweihundertachtundfünfzig terranischen Tagen plus einer Wartezeit von vierhundertfünfundfünfzig Tagen auf dem Mars, während die Planeten weiterkrochen, bis sie die für die Rückkehr-Bahn günstigen Positionen erreicht hatten. Ein ausgesprochen langwieriges Verfahren.

Die Reise war jedoch nicht nur elend lang, sondern auch äußerst risikoreich. Nur indem sie an einer Raumstation auftankte und anschließend fast wieder in die Erdatmosphäre hineinfiel, konnte dieser primitive fliegende Sarg, die Envoy, die Reise überhaupt schaffen. Hatte sie den Mars einmal erreicht, würde sie unter Umständen auch zurückkehren - falls sie nicht abstürzte, falls Wasser gefunden wurde, um ihre Reaktionstanks nachzufüllen, falls tausend Dinge nicht schiefgingen.

Man war sich jedoch bewußt, daß die physischen Gefahren bei weitem nicht so groß waren wie die psychischen. Acht Menschen, die beinahe drei terranische Jahre lang zusammengepfercht waren, mußten unbedingt besser miteinander auskommen können, als es unter Menschen im allgemeinen üblich ist. Eine rein männliche Crew wurde als ungesund und unstabil abgelehnt. Als optimale Lösung betrachtete man vier verheiratete Paare, sofern es möglich war, die notwendigen Spezialkenntnisse in einer solchen Kombination zusammenzufügen.

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