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Fremder in einer fremden Welt Taschenbuch – 1996


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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Bastei-Lübbe; Auflage: 4 (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404242149
  • ISBN-13: 978-3404242146
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,2 x 4,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 599.690 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Robert A. Heinlein wurde 1907 in Missouri geboren. Er studierte Mathematik und Physik und verlegte sich schon bald auf das Schreiben von Science-Fiction-Romanen. Neben Isaac Asimov und Arthur C. Clarke gilt Heinlein als einer der drei Gründerväter des Genres im 20. Jahrhundert. Sein umfangreiches Werk hat sich millionenfach verkauft, und seine Ideen und Figuren haben Eingang in die Weltliteratur gefunden. Die Romane „Fremder in einer fremden Welt“ und "Mondspuren"gelten als seine absoluten Meisterwerke. Heinlein starb 1988. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte ein Marsianer namens Smith.

Daß es Valentine Michael Smith tatsächlich gab, läßt sich ebensowenig leugnen wie die Existenz zu hoher Steuern.

Die erste menschliche Expedition zum Mars wurde nach der Theorie zusammengestellt, die größte Gefahr für den Menschen sei der Mensch. Zu jener Zeit, acht Jahre nach Gründung der ersten menschlichen Kolonie auf Luna, war eine von Menschen durchgeführte interplanetare Reise nur auf Umlaufbahnen im Freien Fall möglich - von der Erde zum Mars in zweihundertachtundfünfzig terranischen Tagen plus einer Wartezeit von vierhundertfünfundfünfzig Tagen auf dem Mars, während die Planeten weiterkrochen, bis sie die für die Rückkehr-Bahn günstigen Positionen erreicht hatten. Ein ausgesprochen langwieriges Verfahren.

Die Reise war jedoch nicht nur elend lang, sondern auch äußerst risikoreich. Nur indem sie an einer Raumstation auftankte und anschließend fast wieder in die Erdatmosphäre hineinfiel, konnte dieser primitive fliegende Sarg, die Envoy, die Reise überhaupt schaffen. Hatte sie den Mars einmal erreicht, würde sie unter Umständen auch zurückkehren - falls sie nicht abstürzte, falls Wasser gefunden wurde, um ihre Reaktionstanks nachzufüllen, falls tausend Dinge nicht schiefgingen.

Man war sich jedoch bewußt, daß die physischen Gefahren bei weitem nicht so groß waren wie die psychischen. Acht Menschen, die beinahe drei terranische Jahre lang zusammengepfercht waren, mußten unbedingt besser miteinander auskommen können, als es unter Menschen im allgemeinen üblich ist. Eine rein männliche Crew wurde als ungesund und unstabil abgelehnt. Als optimale Lösung betrachtete man vier verheiratete Paare, sofern es möglich war, die notwendigen Spezialkenntnisse in einer solchen Kombination zusammenzufügen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von robotixx am 4. Juli 2008
Format: Taschenbuch
Ein wundervolles Buch - das kann man erahnen, wenn man durch die nicht nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig, sondern zahllosen Rechtschreibfehler hindurchfindet, die den Lesefluss beständig hemmen. Von den putzigen Übersetzungspfehlern einmal abgesehen, die den Sinn einiger Passagen völlig ad absurdum führen. Behende bewegen sich Übersetzer, Lektor und Schriftsetzer durch die tückische Welt der Fremdwörter, sodass man selbst als ehemaliger Student ein Lexikon zücken muss - und wenigstens fündig wird. Leider scheitern beide Parteien an ach so einfachen Dingen ... z.B. dass sich jemand verdächtig fühlt, statt etwas suspekt zu finden. Oftmals ließ mich der qualvolle Lesevorgang an Babelfish erinnern und rief große Erheiterung aber auch Verbitterung hervor, weil ich diesen inhaltlich sehr interessanten Roman nicht gerne in Verbindung bringen wollte mit kuriosen Bedienungsanleitungen, die mich z.B. mahnen "Wenn dieser Schlüssel deprimiert ist, ist der Rechner abgedreht". Jene Unheil verheißenden Worte wurden übrigens per Bedienungsanleitung den Benutzern eines simplen Taschenrechner gewidmet . Vermutlich war der Übersetzer bzw. die Übersetzerin ähnlich "überfordert" wie bei Fremder in einer fremden Welt. Zwei Punkte, weil man auch im Würgegriff surrealistischer Sprachkünstler ahnen kann, welch Potential dieser Roman besitzt.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Parsec TOP 500 REZENSENT am 6. Juni 2010
Format: Taschenbuch
Es gibt in jedem Genre so ein paar Werke, welche man zum Kanon rechnen darf - eben Bücher, die stilprägend waren und echte Meilensteine dieser Gattung darstellen.

"FREMDER IN EINER FREMDEN WELT" ist meiner Ansicht nach so ein Buch, und ein SF-Fan sollte diesem Buch meiner Ansicht nach zumindest eine Chance geben. Hierbei schreibe ich ganz bewust "eine Chance geben"... da FREMDER IN EINER FREMDEN WELT sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Das Buch ist unbequem, manchmal anstrengend und in jeder Hinsicht so eigenwillig wie seine Hauptfigur John Valentine Smith.

Ähnlich wie bei seinem (ebenfalls kontrovers diskutierten) Klassiker "Starship Troopers" versteht Heinlein es auch in diesem Buch, die Handlung mit sehr vielen Exkursen in verschiedenste Gebiete zu verbinden. Waren dies bei "Starship Troopers" natürlich primär militärische und politische Themen grifft FREMDER IN EINER FREMDEN WELT eher antropologische und soziologische Diskurse auf. Durch die Augen des Protagonisten, eines auf dem Mars groß gewordenen Menschen, der zum ersten Mal auf der Erde ist, sieht der Leser die wahrlich fremde Welt der Erde - und stellt mit dem Protagonisten viele Ideen, Konventionen und Denkmuster in Frage.

Dies bedeutet auch: wer unter SF notwendigerweise actionreiche Space Opera versteht wird mit diesem Buch sicherlich nicht glücklich - es ist eher in der Tradition von Werken wie "1984", "Fahrenheit 451", "Die Mars Chroniken" oder meinetwegen auch "A Clockwork Orange" zu sehen, eben eine utopische Betrachtung der Gesellschaft.

Wenn man sich aber auf dieses Buch einlässt steht einem ein echtes Leseerlebnis bevor - und in dies in dieser hier vorliegenden Neuauflage sozusagen "uncut".
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stevo am 29. Januar 2010
Format: Taschenbuch
"Fremder in einer fremden Welt" habe ich erstmals vor ca. 15 Jahren gelesen, doch nicht wirklich verstanden. Der Roman ist nämlich alles andere als banal, äußerst komplex und befasst sich mit schwierigen Themen und Fragestellungen. Doch das besondere an dieser Ausgabe ist, dass sie um etwa ein Drittel länger ist, als die ursprüngliche Version von 1961. Es ist somit die Geschichte, die Heinlein - vor dem Eingriff des Lektors - ursprünglich erzählen wollte. Ob diese Ausgabe nun besser ist als die alte kann ich nicht beantworten. Ich kann aber behaupten, dass die Ausgabe hervorragend ist.

Zur Handlung: Der Protagonist der Geschichte ist der "Marsianer" Valentin Michael Smith, der sich in eine ihm völlig fremde Welt - die Erde der Zukunft - einfügen muss. Dabei kommt es natürlich zu erheblichen Anpassungsproblemen, die der Autor zum Anlass für geistreiche Gespräche und Bemerkungen über Theologie, Philosophie, Anthropologie und viele andere Themen nutzt. Neben der beschriebenen Assimilation Smiths entwickelt sich auch eine zuweilen rasante Jagd auf den Marsianer, die einige ungewöhnliche Fähigkeiten Smiths offenbart.

"Fremder in einer fremden Welt" ist aber alles andere als ein Actionspektakel. Hier kommt eher der Leser auf seine Kosten, dessen Interesse anspruchsvoller Science Fiction im besten Sinne gilt.

Ich kann nicht anders als - trotz offenkundiger Längen in der Erzählung - volle 5 Sterne zu vergeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Meyer am 29. Juli 2014
Format: Taschenbuch
Robert A. Heinlein wurde durch seinen Roman >>Starship Troopers<< als Kriegsverherrlicher kritisiert, jedoch sein auf andere Weise provokativer Roman >>Fremder in einer fremden Welt<<, der im Jahr 1961 erschien, machte ihn zur unfreiwilligen Ikone der Hippiebewegung. In diesem Roman stellt er unter anderem Monotheismus und Monogamie in Frage, außerdem stellte er den für ihn wichtigsten Punkt dar:
Dass man eine eigenständige Person sein soll, so wie er sich selbst als eine ansah.

Und das ist die Rahmenhandlung des Romans:
Die erste Mars-Expedition endet mit einem katastrophalen Absturz auf dem roten Planeten.
Nur ein kleines Kind, namens Valentine Michael Smith, überlebt das Unglück und wird von den Marsianern aufgenommen.
Um die 20 Jahre später reist eine neue Crew zum Planeten Mars und stößt auf den zum jungen Mann herangewachsenen Valentin Michael Smith.
Sie nehmen ihn mit auf die Erde und Valentine Michael Smith muss feststellen, dass er ein Fremder in einer fremden Welt ist.
Er verblüfft die Menschen mit seinen bei den Aliens erlernten Künsten und das Groken (was soviel bedeutet wie sich vereint fühlen).
Valentine Michael Smith entschließt sich zu versuchen die Erde und die Menschheit zum Besseren zu verändern.
Für viele Menschen wird er dadurch zu einem neuen Messias, doch andere halten ihn für eine Bedrohung, die man unbedingt unschädlich machen muss.

Dieser Roman überzeugt durch besondere Tiefe und stellt schön dar wie ein Mensch, der von Marsianern großgezogen wurde, die Menschen sieht und wie er auf die Menschen wiederum wirkt.
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