Dieses Buch ist schon in den Sechzigern die Hippie-Bibel genannt worden. Aber hier haben wir eine Vervollständigung der alten Auflage, die durch extreme Zensur auf 2/3 der jetzt posthum erschienen Ausgabe geschrumpft wurde. Es kommt alles vor: Sex and Crime, Esoterik, Philosophie, Humor, Tragik. Es ist so geschrieben, daß es auch Leute, die nicht gerade SF-Fans sind, es mögen werden. Es geht um ein Menschenkind, daß von Marsianern erzogen wurde und dann als erwachsener Mann auf die Erde zurückkehrt. Es ist wie ein Baby und zugleich hat es die Weisheit eines uralten Menschen, der die wahre Wesenheit der Dinger erkannt hat. Dieser Mensch heißt Michael Valentine Smith.Schon die Wahl des Namens ist eine Offenbarung: der "Fremde" ist zugleich der Erzengel Michael, Valentine, der Botschafter der Liebe und Smith, der ganz gewöhnlich Mensch. Er lernt die Menschen und das Leben auf der Erde kennen, durchschaut es besser als jeder von uns, weil er es von der objektiven Warte eines Externen sehen kann. Und dann lehrt er die Menschen das wahre Leben, und was sie aus sich wirklich machen können, wenn sie ihre Resourcen nur richtig nutzen. Ich bin nicht sicher, ob Heinlein hier sein Herzblut niedergeschrieben hat, also ob es ihm ein echtes Anliegen war, den Menschen einen Weg zum wahren Leben gezeigt hat; oder ob er sich nur köstlich amüsiert hat, daß die Leute das von ihm glauben werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)