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Fremder in einer fremden Welt
 
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Fremder in einer fremden Welt [Taschenbuch]

Robert A. Heinlein , Rainer Schumacher , Rosemarie Hundertmarck
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Bastei-Lübbe; Auflage: 4 (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404242149
  • ISBN-13: 978-3404242146
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,3 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 396.202 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sein Name: Valentine Michael Smith. Seine Vorfahren: Menschen. Seine Heimat: der Mars. Er ist der einzige Überlebende einer gescheiterten Marsexpedition. Nach irdischem Recht ist er Besitzer des roten Planeten, und er verfügt über das Know-how einer uralten marsianischen Rasse. Er wird umworben und umschwämt, Politiker versuchen ihn ebenso für ihre Zwecke einzuspannen wie geschäftstüchtige Sektenführer. Für Valentine ist die Erde eine völlig fremde und unverständliche Welt - aber als er sie zu begreifen beginnt, beschließt er, sie nach seinen Vorstellungen zu verändern. Und damit beginnt sein Opfergang.

Erstmals in vollständiger, ungekürzter Fassung nach dem Originalmanuskript des Autors redigiert.

Das Meisterwerk des Altmeisters der SF, ein Buch, das innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller wurde und Kultstatus erlangte. Dieses Buch, 1962 mit dem HUGO ausgezeichnet, gilt als einer der bedeutendsten SF-Romane aller Zeiten.

carpe.com

Heinlein ist einer der bekanntesten Sciencefiction-Autoren, und Stranger in a strange land ist sein bekanntestes Buch, das auf dem Uni-Campus der 60er Kultstatus erlangte. Als es 1961 erschien, brachte der Verlag allerdings nur eine gekürzte -- man könnte auch sagen zensierte -- Version auf den Markt. Die restaurierte Fassung, die Bastei-Lübbe hier vorlegt, wurde erst 1990 veröffentlicht, zwei Jahre nach Heinleins Tod.

Valentine Michael Smith heißt der Mann, der sozusagen vom Himmel gefallen ist. Er kommt vom Mars, der einzige Überlebende einer gescheiterten Mars-Expedition. Er überlebte nur mit Hilfe der "Eingeborenen" -- genau wie Mowgli im Kiplings Dschungelbuch. Nach irdischem Recht ist Smith der Besitzer des roten Planeten und verfügt über das Know-how einer uralten Rasse ebenso wie über Psi-Kräfte: das Groken. Er wird von Frauen umschwärmt, Politiker versuchen ihn ebenso für ihre diversen Zwecke einzuspannen wie geschäftstüchtige Sektenführer. Für Valentine ist die Erde eine völlig fremde und unverständliche Welt, aber als er sie zu begreifen beginnt, mit kräftiger Hilfe eines Zynikers namens Jubal Harshaw, beschließt er, sie nach seinen Vorstellungen zu verändern. Und damit beginnt sein Opfergang -- à la Jesus von Nazareth. Schließlich diskorporiert -- entleibt -- sich Smith. Er kann auch andere diskorporieren, schmerzlos immerhin. Die Entleibung ist nicht mit irgendwelchen Opfern verbunden, sie erfolgt in einem traumartigen Bewusstseinszustand.

Fazit: Leider übernahm auch der Mörder Charles Manson die Idee des Diskorporierens, als er die schwangere Gattin von Roman Polanski, die Schauspielerin Sharon Tate, überfiel und rituell tötete. Wie auch immer, für diejenigen, die das Wesen von Fiktionen verstehen können, bietet die Idee des schmerzlosen Todes eher Fantasy-Aspekte als Sciencefiction-Fakten. So endet ein Buch, das als Sciencefiction-Satire begann, als Wunscherfüllungs-Fantasie -- ein trauriges Ende.

Die Studenten an den Unis der USA in den wilden 60ern goutierten Heinleins libertäre Befürwortung freier Liebe und des Mystizismus. Diese Ansichten äußert im Buch in erster Linie der Groschenromanautor Jubal Harshaw, eine Art Ersatzvater für Valentine und das allwissende Sprachrohr für Heinlein selbst. Von den späten Werken Heinleins -- also nach 1960 und Starship Troopers -- ist Stranger in a strange land wahrscheinlich das lesbarste und unterhaltsamste. Er erhielt dafür 1962 den Hugo-Gernsback-Award der amerikanischen Sciencefiction-Leser. --Michael Matzer


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Kundenrezensionen

17 Rezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Autor und Titel hervorragend - Übersetzer , Schriftsetzer und Lektor besoffen?, 4. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
Ein wundervolles Buch - das kann man erahnen, wenn man durch die nicht nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig, sondern zahllosen Rechtschreibfehler hindurchfindet, die den Lesefluss beständig hemmen. Von den putzigen Übersetzungspfehlern einmal abgesehen, die den Sinn einiger Passagen völlig ad absurdum führen. Behende bewegen sich Übersetzer, Lektor und Schriftsetzer durch die tückische Welt der Fremdwörter, sodass man selbst als ehemaliger Student ein Lexikon zücken muss - und wenigstens fündig wird. Leider scheitern beide Parteien an ach so einfachen Dingen ... z.B. dass sich jemand verdächtig fühlt, statt etwas suspekt zu finden. Oftmals ließ mich der qualvolle Lesevorgang an Babelfish erinnern und rief große Erheiterung aber auch Verbitterung hervor, weil ich diesen inhaltlich sehr interessanten Roman nicht gerne in Verbindung bringen wollte mit kuriosen Bedienungsanleitungen, die mich z.B. mahnen "Wenn dieser Schlüssel deprimiert ist, ist der Rechner abgedreht". Jene Unheil verheißenden Worte wurden übrigens per Bedienungsanleitung den Benutzern eines simplen Taschenrechner gewidmet . Vermutlich war der Übersetzer bzw. die Übersetzerin ähnlich "überfordert" wie bei Fremder in einer fremden Welt. Zwei Punkte, weil man auch im Würgegriff surrealistischer Sprachkünstler ahnen kann, welch Potential dieser Roman besitzt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kann leicht zum Lieblingsbuch werden, 26. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
Dieses Buch ist schon in den Sechzigern die Hippie-Bibel genannt worden. Aber hier haben wir eine Vervollständigung der alten Auflage, die durch extreme Zensur auf 2/3 der jetzt posthum erschienen Ausgabe geschrumpft wurde. Es kommt alles vor: Sex and Crime, Esoterik, Philosophie, Humor, Tragik. Es ist so geschrieben, daß es auch Leute, die nicht gerade SF-Fans sind, es mögen werden. Es geht um ein Menschenkind, daß von Marsianern erzogen wurde und dann als erwachsener Mann auf die Erde zurückkehrt. Es ist wie ein Baby und zugleich hat es die Weisheit eines uralten Menschen, der die wahre Wesenheit der Dinger erkannt hat. Dieser Mensch heißt Michael Valentine Smith.Schon die Wahl des Namens ist eine Offenbarung: der "Fremde" ist zugleich der Erzengel Michael, Valentine, der Botschafter der Liebe und Smith, der ganz gewöhnlich Mensch. Er lernt die Menschen und das Leben auf der Erde kennen, durchschaut es besser als jeder von uns, weil er es von der objektiven Warte eines Externen sehen kann. Und dann lehrt er die Menschen das wahre Leben, und was sie aus sich wirklich machen können, wenn sie ihre Resourcen nur richtig nutzen. Ich bin nicht sicher, ob Heinlein hier sein Herzblut niedergeschrieben hat, also ob es ihm ein echtes Anliegen war, den Menschen einen Weg zum wahren Leben gezeigt hat; oder ob er sich nur köstlich amüsiert hat, daß die Leute das von ihm glauben werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erweitert euer Bewußtsein !, 11. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
In dem Roman geht es um Michael Valentine Smith, als Kind der einzige Überlebende einer Mission zum Mars und von Marsianern großgezogen. Nach 25 Jahre findet eine zweite Mission ihn und nimmt ihn mit zur Erde. Aus seiner marsianischen Perspektive heraus findet er die Erdlinge zunächst unglaublich verwirrend und begreift erst langsam, was auf der Erde los ist. Nach einem absurden irdischen Gesetz gehört Smith der Mars, was ihn zur Zielscheibe für alle möglichen gierigen Politiker und Intriganten macht. Die Schilderung der Erdenverhältnisse aus der zunächst naiven Perspektive Smiths ist oftmals zum schreien lustig und regt immer zum nachdenken an. Bis Michael den Durchblick hat - oder mit seinen Worten, die Erde und ihre Bewohner 'grokt' - werden eine Menge interessanter Charaktere eingeführt, z.B. Jubal Harshaw, der Archetyp eines ruppigen, amerikanischen Individualisten, der mit einer saftigen Portion Anarchie und Kaltschnäuzigkeit Smith mehrmals rettet und der Föderation (dem Weltstaat) Kopfschmerzen bereitet. Smith selbst entwickelt im Laufe des Romans als Antwort auf die unglücklichen, elenden und kriegerischen Menschen eine religiöse Haltung, die einen guten Schuss Zen Buddhismus enthält und deren Hauptmotto "Du bist Gott" ist. Er will schließlich die Erdlinge verändern und gründet eine Religion, die "Church of All Worlds". Mehr wird nicht verraten. Die Spannung ist durchgehend derart unerträglich, daß man die Seiten zu hunderten ein- und ausatmet. Das Buch wurde mit Recht nach seinen erscheinen in den 60ern Kult und avancierte zu einer Art Hippie-Bibel. In den USA wurde übrigens von einem gewissen Timothy Zell nach der Lektüre dieses Werks eine "Church of All Worlds" gegründet. Jezt könnt ihr euch vorstellen, wie das Buch auf das Bewußtsein gewöhnlicher Erdlinge wirkt....
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