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Fremde Wasser: Denglers dritter Fall
 
 

Fremde Wasser: Denglers dritter Fall [Kindle Edition]

Wolfgang Schorlau
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Hinter den Kulissen der Macht: »In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden« Tod im Bundestag. Die Familie der Abgeordneten Angelika Schöllkopf glaubt nicht an ein natürliches Ableben. Georg Dengler ermittelt ? und befindet sich plötzlich selbst in Gefahr. Es geht um Wasser ? und um die Macht im Land.Angelika Schöllkopf erleidet am Rednerpult des Deutschen Bundestages einen Schwächeanfall. Sie stirbt vor laufender Kamera, bevor sie ihre Rede beginnen kann. Zwei Tage lang dominieren die Bilder ihres Todes die Medien, dann vergisst die Öffentlichkeit den Vorfall. Nur ihre Familie glaubt nicht an den plötzlichen Herztod. Sie beauftragt den Privatermittler Georg Dengler mit Nachforschungen. Dengler macht stutzig, dass das Manuskript der geplanten Rede verschwunden ist, und plötzlich befindet er sich inmitten eines globalen Machtkampfes großer Energiekonzerne.Fremde Wasser ist der dritte Band der erfolgreichen Georg-Dengler-Serie. Wieder begegnen wir dem trinkfesten Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, seiner schönen Nachbarin, der Diebin Olga, dem Freund und Horoskopschreiber Martin Klein und dem Künstler Mario, der diesmal einen gefährlichen Nebenjob annimmt.»In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden«, sagt Wolfgang Schorlau, der die Methoden, mit denen sich deutsche und internatonale Konzerne überall auf der Welt den Zugriff auf Wasserrechte sichern, intensiv recherchiert hat. Plötzlich befinden sich deutsche Städte im Fadenkreuz der Konzerninteressen. Schorlau blickt hinter die Kulissen der parlamentarischen Demokratie und zeigt, wie Politik wirklich gemacht wird.

Über den Autor

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den beiden »Dengler«-Krimis »Die blaue Liste« (KiWi 870) und »Das dunkle Schweigen« (KiWi 918) hat er den Roman »Sommer am Bosporus« (KiWi 844) veröffentlicht. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Der dritte Fall Schorlaus / Denglers erhält ungewollte Aktualität:

Die E.ON ist gerade daran gescheitert, sich den spanischen Energiekonzern Endesa für 42 Milliarden Euro einzuverleiben.

Die "Heuschrecken" machen sich inzwischen nicht etwa nur über börsennotierte Aktiengesellschaften her, sondern entwickeln auch zunehmendes Interesse für Institutionen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Durch die rasante Verschuldung der Gemeinden sehen sich diese gezwungen, ihr "Tafelsilber" zu verscherbeln. Und so wird kurzerhand aus einem öffentlichen Belang ein Investment.

Anders als die kommunale Daseinsvorsorge haben Investoren nur ein Ziel, nämlich das eingesetzte Kapital kurzfristig zu mehren. Ergebnis für den Bürger: Steigenden Kosten und abnehmende Qualität. Das war vor wenigen Jahren ausgezeichnet zu beobachten beim Kauf von "Thames Water" durch die RWE - von dem sich Schorlau für seinen Krimi hat inspirieren lassen.

Das zugrunde liegende Erfolgsrezept: Man kauft, spart das Objekt kaputt und verkauft es dann nach einigen Jahren wieder, allerdings als Sanierungsfall, bei dem dann der Staat als Retter auftreten darf - die Kosten werden sozialisiert.

Längst sind andere Energie- und Getränkekonzerne auf die letzte wichtige Ressource Wasser" aufgesprungen. Systematisch werden Mineralbrunnen weltweit aufgekauft und kommunale Wasserwerke - mit teilweise mafiöser Einflussnahme auf die Kommunalpolitiker - privatisiert. Eine Politikerin deckt diesen Schwindel auf - und wird aus dem Verkehr gezogen. Was zunächst als Herzinfarkt aussieht, erweist sich im Zuge der Ermittlungen als kaltblütiger berechnender Auftragsmord.

Schorlaus dritter Dengler-Krimi ist - wie der erste - von bedrückender Aktualität und ausgesprochen gut recherchiert. Er steht damit dem derzeitigen Erfolgsautor Frank Schätzing in nichts nach. Im abschließenden Kapitel "Finden und erfinden" stellt Schorlau dem Leser seine Quellen vor, die auch von seiner Internetseite heruntergeladen werden können - ein neuer interessanter Kommunikationskanal für Autor und Leser.

Fazit: Ein überaus bedrückender aber sehr lesenswerter Polit-Krimi mit einer Toten und viel Realitätsbezug. Nach einem schwächeren zweiten Krimi nun wieder ein Krimi mit dem Zeug zum Bestseller.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ralf KvF
Format:Broschiert
Wolfgang Schorlau versucht mit seinem Politkrimi einen Eindruck vom Kampf hinter den Kulissen der Macht zu vermitteln, der bedrueckend realistisch erscheint.
Bevor die Bundestagsabgeordnete Schoellkopf eine entscheidende Rede im deutschen Bundestag zum Thema Gesetzgebund im Bereich der Privatisierung der Wasserversorgung halten kann, bricht sie vor laufender Kamera zusammen und verstirbt an einem vermeintlichen Herzinfarkt. Nur ihre Grossmutter glaubt an einen heimtueckischen Mord und beauftragt den ehemaligen BKA-Zielfahnder und jetzigen Privatdetektiv Dengler mit der Aufklaerung des Falls. Dengler selbst ist nicht davon ueberzeugt, dass es sich hierbei um einen Mord handelt. Erst als er akribisch alle Teile des Puzzles zusammenfuegt wird ihm klar, dass er einem Mordkomplott auf die die Spur gekommen ist, hinter dem einflussreiche Vorstandsmitglieder des Energieversorgers VED stehen. Alles dreht sich um die weltweiten Privatisierungsbemuehungen in der Wasserversorgung und die damit zu erzielenden Gewinne.
Schorlau ist es erneut gelungen, einen spannenden und realistischen Politkrimi zu schreiben. Er versteht es glaenzend, die aktuelle Handlung mit Sequenzen aus der Vergangenheit zu paaren, ohne das dem Leser dies zunaechst auffaellt. Damit fuehrt er seine Leser zielgerichtet auf die "Loesungsspur" des Falls. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen bruchlos im Schlussteil des Romans zur aktuellen Handlung. Wie immer gibt es bei Schorlau kein richtiges Happy End und sein Finale ist eher abrupt. Letztendlich obliegt es dem Leser darueber zu urteilen, ob sich das Buch eher im Bereich der Fiktion oder Realitaet bewegt. Passend dazu ist Schorlaus Zitat am Anfang seines Romans: "Hoechste Guete ist wie das Wasser. Des Wassers Guete ist es, allen Wesen zu nuetzen ohne Streit." (Laotse)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wasser ist zum Waschen da 28. Januar 2007
Format:Broschiert
Ist das jetzt ein fiktiver Krimi, oder hat man etwa eine Dokumentation über die Machenschaften der Großkonzerne, der sogenannten "global player" in den Händen. Denglers dritter Fall ist wohl nach dem wirklich guten ersten Teil über die Treuhand uns dem etwas schwächeren, weil zusammengeflickten, zweiten Teil der bísher beste der erschienenen.

Gewohnt schwerfällig findet Dengler in den Auftrag den angeblichen Tod einer unbedeutenden Hinterbänklerin in Reihen des Bundestags zu hinterfragen. Alles deutet auf Herzinfarkt, nur die Großmutter hat daran ihre Zweifel, da alle in der Familie ein starkes Herz haben. Durch seine Freundin Olga muß er davon überzeugt werden den Fall zu übernehmen und erst, nachdem er den Fall schon zu den Akten legen will, der Auftritt eines auf ihn angesetzten Killers und das plützliche rege Interese seinen ehemaligen Arbeitgebers BKA, weckt seinen Spürsinn.

Gewohnt beschaulich geht es im dritten Werk des Newcommers Schorlau voran. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird der Leser aber bereits von Anfang an in die Story eingebunden. Der über Leichen gehende Abteilungsleiter und das zur Absicherung geltende Computertagebuch des Killers, werden mit eigenen Handlungssträngen versehen und dienen so der Aufklärung über die Hintergründe.

Was die Bücher Schorlaus wirklich interessant macht ist das gut recherchierte Hintergrundwissen und die Tatsache, dass die üblichen Happy Ends bei ihm ausbleiben. Lediglich Teilerfolge werden erreicht, die einen schlechten Geschmack über die beschriebenen Aktivitäten der Reichen und Mächtigen hinterlassen.

Insgesamt betrachtet ereignen sich die Geschichten von Schorlau verdammt nah an der Wahrheit und man sollte sich vor Augen halten, dass diese Nähe zur Realität vom Autor durchaus gewollt ist. Man kann schon darauf gespannt sein, was die nächsten Bücher der Dengler-Reihe noch hergeben werden.
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Veröffentlicht am 21. Juli 2007 von "robby" lese gern
Wasser soll nicht unter den Hammer kommen
Wolfgang Schorlau hat mit dem Ex-BKA-Fahnder Georg Dengler bereits zwei Krimis, in denen er brisante poltische Themen angegangen ist, geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juni 2007 von Ewald Judt
Sehr unterhaltsam und auch lehrreich
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Veröffentlicht am 30. Mai 2007 von Leserin
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