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Fremde Schwestern: Roman
 
 
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Fremde Schwestern: Roman [Taschenbuch]

Renate Ahrens
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: Orig.-Ausg. (4. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426508060
  • ISBN-13: 978-3426508060
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.959 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"In einfühlsamer Sprache erzählt Renate Ahrens eine Geschichte, die berührt." FREUNDIN, 29.06.2011

"'Fremde Schwestern' ist ein Buch für EcholiebhaberInnen: Dieses Buch hallt lange nach. Renate Ahrens' Roman zeigt meisterlich, dass eine Geschichte nicht nur gut sein muss, sondern auch die richtige Erzählform braucht: dann geht sie durch Mark und Bein." Schweizer Radio DRS3, 24.05.2011

"Die in Hamburg und Irland lebende Autorin spürt auf sehr sensible Weise diesen kleinen Momenten nach, die das Leben ins Wanken bringen oder komplett aus den Fugen heben können. Mit FREMDE SCHWESTERN ist ein Roman höchster Intensivität gelungen, der zutiefst bewegt, ohne kitschig zu sein." Neue Liewo Sonntagszeitung (L), 24.04.2011

"Manchmal braucht es nur wenig Worte und eine einfache eindringliche Sprache, um große Emotionen hervorzurufen. Renate Ahrens liefert ganeu das mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten." Herzgedanke, 01.04.2011

Kurzbeschreibung

In ihrer Kindheit waren sich die Schwestern Franka und Lydia einmal sehr nah – bis es zum Bruch kam. Eines Tages steht Lydia jedoch todkrank mit ihrer kleinen Tochter Merle vor Frankas Tür. Widerwillig kümmert sich Franka um ihre Nichte, die die Frauen zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch dann flieht Lydia plötzlich ans andere Ende der Welt ...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
84 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Ursula Kempf TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, Franka und Lydia, die beiden Schwestern aus Hamburg. Inzwischen ist Franka eine erfolgreiche Drehbuchautorin, in fester Beziehung zum Pianisten Jan, geworden. Jan hat einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe und Franka wollte keine Kinder. Lydia dagegen hat ihren Eltern schon früh Kummer bereitet. Frühzeitig vom Drogenkonsum gezeichnet und von der Schule geflogen, ist sie mit ihrer Tochter Merle, Vater unbekannt, nach Indien ausgewandert.

Jahre später steht Lydia eines nachts mit ihrer 7-jährigen Tochter vor Frankas Tür, ausgehungert, verwahrlost und tot krank. Franka und Jan bringen Franka ins Krankenhaus, wo sie erfahren, daß die Schwester an den Folgen einer unheilbaren Hepatitis C leidet. Einzige Chance: eine Lebertransplantation. Doch die Spenderorgane liegen nicht auf der Straße und so muß Lydia erst in einen besseren Gesundheitszustand kommen und dann einen strengen Behandlungsvertrag unterzeichnen, um auf die Warteliste zu gelangen. Franka nimmt Merle vorübergehend zu sich. Doch das bleibt nicht ohne Konsequenzen. Denn Merle überträgt den Hass der Mutter auf die angeblich gefühlskalte Tante und straft sie mit hartnäckigem Schweigen.

Erst ein Besuch im Zoo öffnet Merles Herz und sie beginnt, ihrer Tante zu vertrauen. Doch auch Franka fühlt sich der Situation nicht gewachsen. Wie sollte ein Kind in ihren stressigen Berufsalltag passen? Und dazu das Kind ihrer verhassten Schwester. Und hat sie nicht selbst aus gutem Grund immer auf Kinder verzichtet?

In Rückblenden erinnert sich Franka an die Kindheitserlebnisse, die zur Trennung der beiden Schwestern geführt haben. Wie sich herausstellt, war Lydia der Liebling ihrer Mutter, Franka dagegen der Grund, der ihre Schauspielkarriere beendet hat. Der Vater war ein vielbeschäftigter Anwalt. Die fleißige Franka war gut in der Schule und hat sich so den Respekt ihres Vaters verdient, Lydia hingegen war nicht geplant und nicht gewollt, hat den Vater aber daran gehindert, seine Frau, die er nicht mehr liebte, zu verlassen.

Nach und nach wird das Bild über die familiären Verzwickungen allmählich klarer und die Gründe für die Handlungsweisen der beiden Schwestern transparenter. Beide sind in dieser Grenzsituation gefordert, sich ihren Gefühlen zu stellen und ihren weiteren Lebensweg zu überdenken. Das geht nicht ohne Trauer und ohne Schmerz. Denn alte Wunden reißen auf und verdrängte Erinnerungen dringen schmerzhaft ins Bewusstsein. Merle dient dabei als Katalysator, der diese Bewusstwerdung und Grundreinigung erst möglich macht. Denn beide Frauen haben das Kind bald fest ins Herz geschlossen. Die heimliche Heldin im Buch ist denn auch die kleine Merle. Kinder sind manchmal eben doch klüger als Erwachsene. Merle hat mit ihren sieben Jahren schon in mehr oder weniger prekären Verhältnissen in Südafrika, Indien und Nepal gelebt, aber ihre Mutter hat ihr eine große innere Stärke vermittelt.

Im Prinzip haben beide Frauen gegen ihr liebloses Elternhaus rebelliert. Die Hölle der Kindheit hat lebenslange Wunden geschlagen. Franka hat nie geheiratet und Kinder bekommen, aus Angst, alles falsch zu machen und Lydia ist als Teenager bereits auf die schiefe Bahn geraten. Berührend und beeindruckend beschreibt Renate Ahrens das seelische Wachstum der beiden Schwestern in der Stunde der Not. So findet Merle nicht nur endlich den Vater, den sie sich schon immer gewünscht hat, sondern auch ein Zuhause, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen kann, ohne ihre Mutter verraten zu müssen.

Die Grundidee für dieses Buch war "die Tatsache, dass Kindern häufig sehr viel zugemutet wird, oft ohne dass es den Erwachsenen bewusst ist", wie Renate Arens in einem Interview angibt. "Kinder sind erfindungsreich und entwickeln Strategien, um zu überleben, manchmal um den Preis einer inneren Verhärtung, wie bei Franka, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird". Da muß erst ein anderes, leid geprüftes Kind in ihr Leben schneien, um ihren harten Kern zu knacken. Eine schöne Geschichte! Eine mutmachende Geschichte!

Renate Ahrens hat ein emotional aufwühlendes Buch geschrieben, daß man atemlos bis zur letzten Seite liest und noch lange in Gedanken mit sich herumträgt. Auch wenn die Geschichte nicht für alle gut ausgehen kann, so stimmt das Ende doch versöhnlich und lässt den Leser mit einem guten Gefühl zurück.
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52 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "robby" lese gern TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Renate Ahrends kenne ich schon durch ihren Roman "Zeit der Wahrheit"der in Südafrika zur Zeit der Apartheid spielt. Schon damals gefiel mir ihre Fähigkeit zwischenmenschliche Beziehungen zu beschreiben ausgezeichnet.Auch in diesem Buch schafft sie es,die Geschichte zweier Schwestern so eindinglich und eindrucksvoll zu beschreiben, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte.

Franka und Lydia sind Schwestern,die in Hamburg großgeworden sind. Der Vater war nur mit seinem Beruf verheiratet und Franka konnte ihn eigentlich immer nur mit guten Noten beeindrucken.Das äußere Erscheinungsbild war ihm immer sehr wichtig.Lydia,die in eine Ehe hineingeboren wurde, die eigentlich schon am Ende war, wurde vom Vater eigentlich nur mit Nichtachtung gestraft,war sie doch der Grund, dass er an dieser Ehe festhalten musste.Von der Mutter wurde Lydia jedoch nur verwöhnt und Frauke immer vorgezogen.Sie sah in Lydia sich selbst, die eine Künstlerkarriere machen sollte, die ihr nicht vergönnt war, da sie Kinder bekam und ihr Mann sie in dieser Beziehung nie unterstützte.Diese Frustration über eine gescheiterte Karriere läßt sie ungerecht und auch depressiv werden, was Franka am meisten zu spüren bekommt. Das eigentlich ungetrübte Geschwisterverhältnis leidet mehr und mehr darunter, weil Franka die Verantwortung für ihre Schwester übernehmen muss, die eigentlich den Eltern zufällt.
Als die labile Lydia anfängt Drogen zu nehmen und auf die schiefe Bahn gerät, ist es Franka, die versucht ihr zu helfen, aber keinen Erfolg hat.
Jahre später steht eines Tages Lydia, die viele Jahre im Ausland verbracht hat,mit ihrer sechsjährigen Tochter Merle vor der Tür.Abgerissen und schwer an einer Hepatis C erkrankt, hofft sie mit ihrer Tochter Aufnahme bei Frauke zu finden.

Was mich an diesem Buch am meisten fasziniert hat, war die glasklare Analyse des Geschwisterverhältnissis und die Konsequenz für die beiden Frauen ihren Lebensweg betreffend.
Franka,die schon früh die Verantwortung für ihre Schwester übernehmen muss,will keine Ehe eingehen und Kinder bekommen, weil sie Angst hat es falsch zu machen, vielleicht so wie ihre Eltern?Ihr durchstrukturierten Leben will sie nicht aufgeben, auch nicht um ihres Freundes willen,weil sie Angst hat den Halt zu verlieren, den ihr dieses Leben bietet.Als ihre Schwester Lydia vor der Tür steht und sie gezwungen ist,sich um die beiden,insbesondere um Merle, Lydias Tochter, zu kümmern, durchlebt sie ihre familiäre Vergangenheit noch einmal und sie sträubt sich mit Händen und Füßen dagegen.Lydia, die alles Spiesserhafte ablehnte und ihr Leben unkonventionell lebte, steht jetzt wo sie nicht mehr weiterkann wieder vor Fraukes Tür und nun soll Franka wieder helfen.
Alle Gefühle und Gedanken,die die beiden Frauen in ihrer zaghaften Annäherung, die aus der Not geboren ist,empfinden, beschreibt die Autorin so empatisch und spannend,dass dieses Buch auf mich einen unwiderstehlichen Sog ausübte.Keine Minute Langeweile kam auf, im Gegenteil, ich konnte das Buch vor seinem Ende nicht aus der Hand legen.Man kommt den Protagonisten sehr nahe, solidarisiert sich mit ihnen,hat teilweise Mitleid und wundert sich, dass aus Merle,trotz ihrer Sozialisation, eine so starke Persönlichkeit wird, oder gerade desshalb?

Dieses Buch hat mich berührt,fasziniert, schockiert und viele Gedanken in Gang gesetzt darüber, welche Verantwortung Eltern ihren Kindern gegenüber übernehmen und wie wichtig ein intaktes Familienleben ist, in der jeder die Rolle übernimmt,die ihm zusteht.

Eine volle Kaufempfehlung für dieses Buch.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Frauke und Julia sind wie Feuer und Wasser. Sie sind so verschieden, wie es zwei Menschen nur sein können. Allerdings sind sie Geschwister. Während Frauke ein geregeltes Leben führt und ein Kontrollfreak ist, zeigt sich Lydia als totaler Chaot. Das war schon in der Kindheit der beiden so. Frauke war gut in der schule und überzeugt den Vater mit ihren guten Noten, enorme Leistung und Vernunft. Sie ist ein typisches Papakind. Lydia dagegen kommt ganz nach ihrer kreativen Mutter. Sie hat viele Hobbies, die ihre Kreativität unterstützen, ist dafür aber schlecht in der Schule und hat nur Flausen im Kopf. Und dennoch: Die Schwestern lieben sich abgöttisch, bis es irgendwann wohl oder übel zum Bruch kommt und sich die beiden völlig aus den Augen verlieren.
Irgendwann steht die inzwischen todkranke Lydia mit Merle - ihrer kleinen Tochter - vor Fraukes Tür. Dabei werden die beiden alles andere als mit offenen Armen empfangen. Doch die kleine Merle zwingt die beiden erwachsenen Frauen, nicht nur den Tatsachen ins Auge zu blicken, sondern sich auch wieder einander anzunähern. Kann das gut gehen? Schließlich sind sie fremde Schwestern...

Zunächst fällt hier der Schreibstil auf. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Frauke in der Gegenwart geschrieben in der die beiden Schwestern wieder aufeinander treffen. Frauke erinnert sich aber immer wieder an Szenen aus der Kindheit zurück. Und so erschließt sich für den Leser so nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte.

Renate Ahrens hat es geschafft, mich sehr zum nachdenken anzuregen. Jeder der selbst Geschwister hat, kann sich in die beiden vielleicht gut hineinversetzen.
Gleichzeitig war ich fasziniert, wie ein kleines Mädchen es schafft, alles zu ändern und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass die Schwestern doch noch zueinander finden. Am Ende war ich richtig emotional aufgewühlt. Dabei wirkte die Geschichte für mich überhaupt nicht kitschig und wurde auch nicht Klischees belastet.

Ich habe die 299 Seiten quasi verschlungen. "Fremde Schwestern" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und am Ende war ich den Tränen sehr nahe. Ich kann den Roman jedem empfehlen, der gerne nachdenklich machende Bücher liest oder mal wieder eine Geschichte lesen möchte, die einen nicht mehr so schnell loslässt...
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Kann es nur weiter zu empfehlen!
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