Fremde Gefährten - dabei handelt es sich um die Veröffentlichungen der Erstplazierten eines Abenteuerwettbewerbes zum jährlichen Spielertreffen und ist somit Produkt nicht professioneller Autoren. Die Qualität der drei Abenteuer ist extrem unterschiedlich. Während das erste Abenteuer,"Echsenbrut", zwar einige interessante Ideen verarbeitet,ist es jedoch sowohl für Spieler und Spielleiter eine Zumutung: Die Helden haben dummerweise den Auftrag eines Tsa-Geweihten angenommen, ein aus einem Echsendorf geraubtes Ei zurückzubringen. Während der drei wöchigen!!! ereignisarmen Reise durch die Echsensümpfe schlüpft die kleine Echse jedoch vorzeitig. Endlich im Dorf angekommen, müssen Verständigungsschwierigkeiten überwunden werden, um zu erkennen, dass die Echsen das Junge nicht aufnehmen wollen. Nun sollen die Helden viele weitere Wochen im Dorf leben, das Vertrauen und die Anerkennung der Echsen gewinnen, um sie doch noch davon zu überzeugen, das Echsenjunge aufzuziehen. Ansonsten passiert nichts! Keine Handlung, reine Langeweile, ein "Abenteuer" zum abgewöhnen!
Das zweite Abenteuer "Schrecken im Eis" ist ein handwerklich gut gemachtes Verfolgungs-Abenteuer, wobei die Helden einige von Yetis verschleppte Reisegefährten finden und befreien wollen. Diplomatie und Verrat, friedliche Yetis und Rotten ausgestoßener Schnee-Schrate, Spannung, action und Überraschende Wendungen - ein gelungenes Werk!
Im dritten Abenteuer müssen die Helden einer Rotte Goblins helfen, die Welt zu retten! Nach einer Vision Mantka Riibas, einer bedeutenden Goblin-Schamanin, sind die Helden Auserwählte, die mit ihrer Schülerin kurz vor den Namenlosen Tagen ins eherne Schwert reisen müssen, um eine Schar übler Kultisten an der Ausführung eines Beschwörungsrituales zu hindern. Die Spieler werden auch an diesem Abenteuer, in dem unter anderem auch der Humor nicht zu kurz kommt, ihre Freude haben.
Alles in allem ist das Heft kaufenswert. Wegen des schwachen ersten Abenteuers nur drei Sterne!