Dr. Stella Raabe ist Therapeutin, bislang hat sie ihr summa cum laude nur bei ihren Patientinnen angewandt, aber als ihr Freund Konrad nach 8-jähriger Beziehung in die midlife crisis rutscht und sie mit ihrem wesentlich jüngeren Abbild betrügt, muss sie endlich anfangen sich selbst zu therapieren.
Ihre beste Freundin Anne lebt mit Mann Axel und den Kindern vorrübergehend in London, weil sich für Axel dort beruflich neue Möglichkeiten auftun.
Anne ist schwanger mit Kind Nr. 3 und muss sich laut ihrem Arzt schonen, doch wer versorgt währenddessen die Kinder?
Stella kommt der 'Job' als Kindermädchen für Vicky und Leo gerade recht. Frisch getrennt und beruflich auf wackeligen Beinen, wagt sie das Abenteuer London.
Neben dem Linksverkehr lernt Stella auch den 'Club der Soziopathinnen' kennen, bei dem es sich die um Ehefrauen von Axel's Arbeitskollegen und Mitstreiter um die neue Führungsposition handelt. Drei anstrengende Frauen die alleine durch das Geldausgeben ihrer Männer leicht gestresst sind und jeden ihrer Gatten an die Führungsspitze der Firma 'mobben' möchten.
Stella bekommt nicht nur die Luft und das Leben in England, sondern auch ihre neue Bekanntschaft: Edward. Es war quasi Liebe auf den ersten Blick, als sie den charismatischen Mann im Park mit seinem Hund Hazel kennenlernte.
Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass Edward nicht nur Lord, sondern auch noch verlobt ist und das ausgerechnet mit 'Zicky'.
Für Stella bricht eine Welt zusammen und die Zukunft hält ab da an viele Missverständnisse für sie bereit.
'Fremd Flirten' war mein erster Roman von Anke Greifeneder und ich habe jede Seite genossen. Der Stil und auch die Handlung hatten nicht diesen überspitzten 'chick lit'-Beigeschmack, sondern es blieb recht nah am Boden der Tatsachen, gemischt mit einer gehörigen Portion Humor.
Stella ist eine Frau, mit der man spontan Kaffee trinken geht, über den Sitznachbarn lästert und ihr gleichzeitig noch ein großes Geheimnis anvertrauen würde.
Aber auch Anna und ihre Familie sind sympathisch, lustig, leicht chaotisch und einfach liebenswert.
Für mich war das definitiv nicht das letzte Buch von Anke Greifeneder.