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Freizeichen [Taschenbuch]

Ildikó von Kürthy
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (139 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Dass in ihrem Leben etwas nicht stimmt, merkt Annabel Leonhard erst, als sie sich zum ersten Mal auf eine Waage stellt, die Auskunft über den Fettanteil des Körpers gibt. Von da an zieht es die 31-Jährige hinaus aus ihrer angeblich viel zu dicken Haut, aus ihrer Beziehung, aus ihrer Welt: Mit dem Plan, ihren Freund zu betrügen, zieht sie zu ihrer schrillen, überdrehten Tante Gesa auf Mallorca. Und tatsächlich glaubt sie auch, sich schrecklich in einen viel jüngeren Sunnyboy zu verlieben. Aber auf dem Weg zur Antwort auf die Frage, ob "Untreue ein probates Mittel bei Verfallserscheinungen in langjährigen Beziehungen" ist, hat Erfolgsautorin Ildikó von Kürthy allerlei witzige Situationen gelegt. Und schließlich gibt es nicht nur eine handfeste Prügelei zwischen eifersüchtigen Männern, sondern auch die alles entscheidende Frage für ein Happyend. Nein, nicht: "Willst du mich heiraten?", sondern: "Hast du abgenommen?"

"Ich kann nicht verhindern, dass ich älter werde", philosophiert Annabel einmal, "aber ich kann verhindern, dass ich mich langweile." Dank der wunderbaren Stimme der bekannten TV-Schauspielerin Svenja Pages kann auch diese Hörbuch-Adaption von Kürthys flottem Freizeichen-Frauenroman das Leben alternder Hörer für mehr als zwei Stunden etwas spannender und amüsanter machen. Garantiert. --Stefan Kellerer

Lesung, 2 CDs, Laufzeit ca. 152 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Ildikó von Kürthy is die Spezialistin für den schlauen Frauenroman. (Welt am Sonntag )

Ein Luftballon zum Lesen. Feinste Lach-Delikatesse! (Bild )

Kurzbeschreibung

«Ein Luftballon zum Lesen. Feinste Lach-Delikatesse!» BILD Eine Frau die sich langweilt, ist zu allem fähig: Annabel hat seit Jahren denselben Mann und dieselbe Frisur. Sie ist einunddreißig und will endlich was erleben. An einem Sonntagmorgen reist sie nach Mallorca. Am Sonntagabend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine Konkurrentin auftaucht. Die ist dünn und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich alles! «Ildikó von Kürthy ist die Spezialistin für den schlauen Frauenroman.» Welt am Sonntag

Über den Autor

Ildikó von Kürthy ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Ihre Bestseller wurden mehr als fünf Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Ihr Roman "Mondscheintarif" wurde fürs Kino verfilmt. Sie ist 2010 zum zweiten Mal Mutter geworden.

Auszug aus Freizeichen von Ildiko von Kürthy. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Ich kann nicht verhindern, dass ich älter werde, aber ich kann verhindern, dass ich mich dabei langweile"

Endlich habe ich genau das Problem, das ich immer haben wollte. Ich hatte wirklich nicht mehr damit gerechnet. Wahrscheinlich ist es mit attraktiven Problemen wie mit attraktiven Männern: Man begegnet ihnen durch Zufall und immer erst dann, wenn man die Hoffnung schon aufgegeben hat.
Und ich, ich hatte die Hoffnung aufgegeben. Gestern stand ich noch mit Übergepäck und Übergewicht am Hamburger Flughafen. Vor mir sieben Tage, die ich zum intensiven Bräunen und Nachdenken über die wesentlichen Störfaktoren meines Lebens nutzen wollte: meine Frisur, meine Figur, meine Beziehung.
Nicht, dass es an meinem Dasein wirklich was auszusetzen gegeben hätte. Alles so weit in Ordnung. Aber mit dem Leben ist es wie mit Jeans: Nur weil du die Marke gefunden hast, die gut sitzt und an den Hüften nicht unnötig aufträgt, heißt das nicht, dass du sie dein Leben lang tragen wirst. Ich hatte fünf Donna Karan Jeans und seit Jahren den Haarschnitt und den Mann, die zu mir passten. Verdammt, es wurde Zeit, was Neues auszuprobieren, etwas zu wagen, Abenteuer zu erleben, statt nur von ihnen zu träumen. Wovon soll ich meinen Kindern eines Tages sonst erzählen? Mama hat keinen "Tatort" verpasst?
Manchmal reicht es einer Frau eben nicht, sich bernsteinfarbene Strähnchen färben zu lassen, um sich lebendig zu fühlen. Manchmal reicht es nicht, die Telefonrechnung nicht zu bezahlen, um das Leben für abenteuerlich zu halten. Und manchmal reicht es nicht, sich großmaschige Netzstrumpfhosen zu kaufen, um sich sexy zu finden. Nein, manchmal reicht das alles nicht.
Ich fasste den festen Vorsatz, meinem Lebensabend mehr Glanz zu verleihen. Meine Überlegung beim Kofferpacken: Ich kann nicht verhindern, dass ich älter werde - aber ich kann verhindern, dass ich mich dabei langweile. Ja, ich hatte mich lange genug damit begnügt, pinke Wimperntusche für eine wagemutige Abwechslung vom Alltag zu halten. Ich würde den Traum wahr machen - stellvertretend für alle von ihrer Beziehung und dem Fernsehprogramm am Samstagabend gelangweilten Frauen. Ich würde aufbrechen. Einfach gehen. Wortlos. Ohne mich umzudrehen. Allein. In ein fernes Land. Mutig. Stolz.
Ich fühlte mich wie ein Pionier, der seine Wasserflasche füllt, seine Decke zusammenrollt und losreitet, um den Wilden Westen Amerikas zu erschließen. Ich griff nach Nagelhautentferner und Slipeinlagen und schloss entschlossen meinen Koffer. Sieben Tage Mallorca im Haus meiner großartigen Tante Gesa Matuschke lagen vor mir.
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