Bei den alten Männern der Science Fiction wird nicht gekleckert, da wird geklotzt. Robert A. Heinlein fährt mit „Freitag" viele Geschütze auf, bei den moderneren Marketing Strategen wären da mehrere Bände drin gewesen. Freitag ist beim Geheimdienst. Sie weiß selbst nicht bei welchem, aber sie ist die beste. Das ist kein Wunder, denn sie ist eine künstlich optimierte Person. Damit kommt sie gut zurecht, ihre Umgebung weniger. Trotzdem hat sie kein Problem, Bettgefährten beiderlei Geschlechts zu finden. Und das, obwohl sie glücklich in eine Familiengemeinschaft eingeheiratet hat. Ob das wirklich die Moral-Vorstellung im zukünftigen Amerika wird? Da sind doch die handfesten Kriege eher politisch korrekt. Zuerst wird Freitags Nachrichtendienst überfallen, dann ist globaler Krieg (sogar die Kreditkarten sind ungültig) und die Freitag muß die Dynastie eines ganzen Planeten retten. Das ganze gespickt mit technischen Details von Interkontinental-Passagier-Raketen bis zu perfekten Verstecken am menschlichen Körper. Ein Fest für die wahrlich nicht verwöhnten Freunde der hard SF, allerdings hätte Heinlein mit diesem Buch seinen Weltruhm wahrscheinlich nicht begründen können.