Pressestimmen
"Vor vier Jahren schickte der Hermann Schmidt Verlag aus Mainz die erste Ausgabe von Freistil - Best of European Commercial Illustration an den Start, nun gibt der auf Fachbücher im Spannungsfeld Werbung, Grafik-Design und Typografie spezialisierte Verlag die dritte Freistil-Ausgabe heraus.(...)
Redaktionell ergänzt wird das schöpferische Werk der einzelnen Illustratoren durch Texte und Interviews zur Beziehung zwischen Illustration und Musik. So wurde etwa Jamie Hewlett, der Erfinder der virtuellen (und nur als Illustration auftretenden) Band Gorillaz, die allein von ihrer ersten CD sechs Millionen Stück verkaufte, zum Interview gebeten. Und Mario Lombardo, der Art Director der Zeitschrift Spex, schildert, wie man ein Magazin erfolgreicher macht, als sich das der Verlag vorstellen kann. Wer sich schon mal im Internet ein Bild von Freistil 3 machen will, dem sei an dieser Stelle www.freistil-online.com ans Herz gelegt." (Horizont, 05/2007)
W&V, Nr. 10/2007
Der Kreative Raban Ruddigkeit setzt auf Illustrationen: Sein Annual "Freistil" erscheint in Kürze zum dritten Mal und wird inzwischen europaweit vertrieben. So kann es also enden, wenn Jungs keine anderen Hobbys kennen als Comics zu zeichnen: Raban Ruddigkeit ist heute Partner bei Wächter & Wächter Identity & Design in München. Am 20. März erscheint der dritte Band des von ihm herausgegebenen Illustratoren-Annuals Freistil - im Nachhinein also kein Grund zur Besorgnis für Ruddigkeits Erziehungsberechtigte. Der heute 38-Jährige wurde in der Buchstadt Leipzig geboren. Dort gab er das laut Ruddigkeit "erste und letzte Fanzine der DDR" heraus und gründete später die Illustrierte Kreuzer. Erst nach 28 Jahren zog es ihn weg aus Leipzig: Er ging nach Berlin zur Agentur Scholz & Friends. 1999 machte er sich mit der Agentur Ruddigkeit in der Hauptstadt selbstständig. Vor die Aufgabe gestellt, die Zeitschrift Das Magazin zu relaunchen, stand der Kreative plötzlich vor der Frage, wo man gute Illustratoren finden könne. Denn um auch optische an die 20er-Jahre-Wurzeln des Magazins zu erinnern, sollte jedes Cover weiterhin mit einer Zeichnung versehen werden. Schnell kam Ruddigkeit auf die Idee, selbst ein Buch zusammenzustellen, in dem sich Illustratoren mit ihren Arbeiten präsentieren können. Der erste Band ist längst vergriffen, der zweite auch schon rar. Die dritte Ausgabe von Freistil erscheint wieder mit einer außergewöhnlichen Optik, wie es sich für das Thema gehört: "Das Buch wird von allen Seiten andersfarbig sein, bunt wie ein Bonbon", erklärte Ruddigkeit. Wie er es neben seinem Fulltime-Job noch schafft, ein 550 Seiten starkes Buch zusammenzustellen, fragt er sich manchmal selbst. Dafür, dass er seine Wochenenden opfert, wartet aber auch eine Belohnung auf ihn: "Das ist wie Weihnachten, wenn das fertige Werk vor mir liegt."