![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Freiheit statt Kapitalismus gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 10,65 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
93 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zurück zu Ludwig Erhard - ausgerechnet bei Sahra Wagenknecht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Freiheit statt Kapitalismus (Gebundene Ausgabe)
Die stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Linken hat ein neues Buch mit dem Titel Freiheit statt Kapitalismus geschrieben. Der Name Sahra Wagenknecht ist für viele Konservative ein rotes Tuch. Die - jetzt ruhende - Mitgliedschaft der Politikerin in der kommunistischen Plattform der Linken sowie unbedachte Äußerungen aus ihrer Frühzeit haften im Gedächtnis.Dabei kann es sich durchaus lohnen, sich mit den wirtschaftspolitischen Thesen der Sahra Wagenknecht auseinanderzusetzen. Menschen sind lernfähig, und die studierte Philosophin und Literaturwissenschaftlerin hat offensichtlich dazugelernt. Viele Ihrer Analysen hätten so auch von den Begründern der sozialen Marktwirtschaft - Ludwig Erhard, Wilhelm Röpke oder Alfred Müller-Armack -, die Wagenknecht ausgiebig zitiert, verfasst worden sein können. Eine Stalinistin ist Wagenknecht nicht, sondern eine Politikerin, die ihre Bücher selber schreibt und über ihren Gegenstand nachgedacht hat. Wagenknecht demaskiert die Mythen und Schwachstellen des globalen Hyperkapitalismus. Dazu kann der sozialistische Standpunkt nur hilfreich sein. Schon der Ordoliberale Alexander Rüstow sprach in seiner Schrift Zwischen Kapitalismus und Kommunismus 1949 davon, dass Marxisten und Sozialisten eine bessere Krisentheorie als die liberalen Ökonomen hätten, weil sie einen größeren Abstand zum Geschehen haben. Im ersten Teil, der mit Unproduktiver Kapitalismus überschrieben ist, zeigt sie auf, warum der heutige Hyperkapitalismus ein unproduktive und unfaire Ordnung ist. Die Macht der Finanzoligarchie - von den Nazis "Plutokratie", von Rudolf Hilferding das "internationale Finanzkapital" genannt - unterwirft sich die Politik ganzer Länder und führt letztlich zum dem jetzigen Sozialismus für Banken und Bankmanager: Banker können riskante Wetten eingehen. Gewinnen Sie, erhalten sie extreme Vergütungen, verlieren sie, zahlen alle. Damit entsteht das Gegenteil einer Leistungsgesellschaft und produziert gerade die Finanzoligarchie viele leistungsfreie Einkommen. Wagenknecht prangert das Firmenmonopoly bloße Renditestreben in den Großkonzernen an. Wenn man ihr entgegenhält, dass sie sich damit nicht auf dem Boden einer Marktwirtschaft befindet, sollte man zweimal nachdenken. Schon Peter Drucker, der größte Managementdenker des 20ten Jahrhunderts, hat darauf hingewiesen, dass Unternehmen, die Kapitalrendite als oberstes Ziel haben, irgendwann zugrunde gehen. Gewinne werden nach Drucker dann dauerhaft gemacht, wenn das Unternehmen durch intelligente Produkte und Dienstleistungen dauerhaft Kunden zufriedenstellen kann. Die Rendite ist laut Drucker eine Residualgröße, wenn man seinen Job gut macht. Auch die Tatsache, dass heute meistens die Konzerne herrschen und sich die Politik kaufen und gefügig machen, wird detailliert erläutert und belegt. Der zweite Teil - Kreativer Sozialismus: Einfach. Produktiv. Gerecht. - ist allerdings weiter eher Analyse als Präskripition. Interessant die Ausführungen zu den Staatsschulden. Von Ihnen lebt eine Klasse von Rentenbeziehern - leistungsfreie Einkommen. Der Französische Arzt Francois Quesnay (1694 - 1774) sprach zum ersten Mal von den Einkommen der verschiedenen Klassen - den Grundbesitzern, den Händlern und eben auch den Rentiers. Wagenknecht zeigt auf, dass in den letzten Jahrzehnten die Vermögen der Reichen um ungefähr dieselbe Summe gestiegen sind, wie auf der anderen Seite die Staatschulden. Das zwingt zum Nachdenken. Öffentliche oder genossenschaftliche Banken lobt die Autorin - in Deutschland die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken - hätten der Realwirtschaft besser als Goldman Sachs, McKinsey & Co. gedient und auch öffentliche Unternehmen funktionierten oftmals, zum Beispiel bei der Modernisierung Frankreichs. Insgesamt bleiben die Lösungsvorschläge allerdings etwas vage. Die vorgeschlagene stückweise Überführung des Anteils von Großkonzernen in Belegschaftseigentum löst die Probleme noch nicht, obwohl gerade die Begründer der sozialen Marktwirtschaft sich eine breite Streuung des Aktienvermögens gewünscht haben. Hier zeigt sich eine Schwäche der großen Utopien, sei es nun Kapitalismus oder Sozialismus. Für im heutigen Sinne Neoliberale richtet der Markt alles. Das ist der gängige Glaube. Für Sozialisten ist der Mensch primär gut. Sie übersehen, dass jeder Mensch gut und böse sein kann, dass der Mensch eine duale Natur hat. Mit anderen Worten: der Sozialismus hat nicht wirklich eine Theorie der Macht und Ihres Ge- und Missbrauchs in Organisationen und Staaten. Die heutigen Konzerne sind massive Ansammlungen von Macht und gigantische Bürokratien. Schon Walther Rathenau, Siemens-Lenker und genialer Wirtschaftspolitiker, sprach von Beamten in den großen Konzernen. Josef Ackermann ist danach kein produktiver Unternehmer, sondern ein Spitzenbeamter, der nach bestimmten Regeln agiert. Daneben haben die Staatsbeamten immer weniger Gewicht. Wir es gelingen, einen schlanken, aber starken neopreußischen Staat als Gegengewicht zu den globalen Konzernen zu bauen? Einen Staat, der die den Superreichen verpflichteten Konzerne, wieder in einen Ordnungsrahmen einbettet, der allen nützt? Werden wir es schaffen, Government statt Governance zu re-etablieren? Werden wir eine neue Staatselite aufbauen? Bei den Lösungsvorschlägen bleibt Sahra Wagenknecht vage. Das mindert aber nicht den Wert den hervorragenden Analyse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Alternative liegt im Detail,
Rezension bezieht sich auf: Freiheit statt Kapitalismus (Gebundene Ausgabe)
SAHRA WAGENBACH : FREIHEIT ODER KAPITALISMUSWer hätte gedacht, dass einmal mit dem Begriff 'FREIHEIT oder KAPITALISMUS' für den Sozialismus geworben wird. Man hat noch den Wahlslogan 'FREIHEIT oder SOZIALISMUS' aus der Ära Kohl im Ohr. Aber geht es in dem Buch überhaupt um 'SOZIALISMUS'? Fast alle Vorschläge, die Sahra Wagenknecht in diesem Buch detailliert begründet und erklärt, wären auch für einen durchschnittlich konservativen Wähler akzeptabel. Vor allem wenn man 'konservativ' mit den europäischen christlich-sozialen Parteien der Nachkriegszeit assoziiert, mit den Ideen der sozialen Marktwirtschaft, die von Walter Eucken formuliert und von Ludwig Erhard teilweise, und zeitweise auch von der europäischen Sozialdemokratie, umgesetzt wurden. Gemäß dem Einstein-Zitat: 'Wenn ich ein Problem analysiere, benutze ich 90% der Zeit mit der Analyse des Ist-Zustands und 10 % mit der Lösung', beschäftigt sich Wagenknecht intensiv und mit großem Detailwissen mit den Bedingungen unter denen hier und jetzt gewirtschaftet, verdient, vergeudet, gezockt, gearbeitet und verloren wird und lässt erst im letzten Abschnitt einen Ausblick auf *Grundrisse einer neuen Eigentumsordnung*. So wie Marx den Kapitalismus lobte, so lobt Wagenbach heute den kreativen Unternehmer, den es gegen die Übermacht der rein profitorientierten Konzerne zu schützen gilt, gegen jene, die Betriebe nicht betreiben, sondern kaufen und verkaufen. Und wer beim Namen Sahra Wagenbach reflexartig mit 'Sowjetunion & DDR' kommt, wie das bei Talk Shows immer wieder vorkommt, der liest hier: 'Die Marktbeziehungen zwischen den Unternehmen können nicht durch eine detaillierte Planung der gesamten Volkswirtschaft ersetzt werden, wie das beim sowjetischen Modell geschah'. Und: 'Geschichtliche Prozesse geschehen nie in der Wiederkehr von bereits Dagewesenem, sondern in der Entstehung von Neuem'. Marx kommt übrigens kaum in dem Buch vor, außer in einem Zitat von Oskar Negt: 'Das Kapital funktioniert erstmalig in der modernen Welt so wie es Karl Marx in seinem KAPITAL beschrieben hat'. Zahlreiche weitere Zitate von 'unverdächtigen' Experten, wie Max Otte, Wirtschaftsprofessor, Fonds-Manager (Der Crash kommt), Susanne Schmidt, Dirk Müller, etc. zeigen, dass Sahra Wagenknecht viele Wissensgenossen hat, die nicht unbedingt ihre Gesinnungsgenossen sind. Max Otte hat das Buch vorab zum Lesen bekommen, wie er in einem KONKRET-Interview sagt, und offenbar auch keinen fachlichen Einwand gefunden. Insgesamt, trotz des Irrsinns um den es geht, ein sanftes Buch der Sahra Wagenbach, vielleicht zu sanft, angesichts der Auswirkungen des Neoliberalismus, die im Buch auch zitiert werden, wie: 'Die Banken haben mit den Staatsschulden in den vergangenen Jahrzehnten Billionen verdient. Sie verdienen zurzeit im Besonderen an ihrer eigenen Rettung, denn genau die hat ja die Verschuldung in vielen Ländern vervielfacht'. Oder, Roger de Weck zitierend: 'Die über 1 Billion Euro, die zwischen 2007 und 2010 in die Bankenrettung gesteckt wurden, bedeuten die Übertragung von 1 Billion Euro fauler privater Schulden auf die öffentliche Hand'. Tatsachen und Analysen, die man nicht mehr mit 'Sowjetunion & DDR' hinwegwischen wird können. Außer unsere Machthaber denken wie die letzten Machthaber des so genannten Realsozialismus, nämlich dass es *keine Alternative* zu ihnen gäbe. Die Implosion unseres 'westlichen Systems' könnte dann ebenso rasch und überraschend erfolgen wie 1989 die Implosion des Systems, bei dessen Ende der Endsieg des Kapitalismus vorausgesagt worden ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erhard reloaded,
Von Eberhard Gamm (Erlangen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Freiheit statt Kapitalismus (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr wichtiges Buch gegen das Schwarz-Weiss-Denken in wirtschaftspolitischen Fragen. Dass ein solches Buch ausgerechnet von Frau Wagenknecht geschrieben werden musste, die dem bundesdeutschen Publikum als Kopf der "Kommunistischen Plattform" in Erinnerung ist und deshalb wohl kaum als Ideologie-frei gelten dürfte, zeigt sehr deutlich, wie sehr andere Autoren in der zur Zeit wieder heftig geführten Diskussion um unser Wirtschaftssystem am Thema vorbei schreiben.Um es gleich vorwegzunehmen: es geht letztendlich um das Thema "Eigentum an Produktionsmitteln". Frau Wagenknecht weißt zurecht darauf hin, dass privates Eigentum an Produktionsmitteln sehr differenziert zu betrachten ist. Einen Kleinunternehmer, der sein Unternehmen mit eigenem Arbeitseinsatz aufgebaut hat und der bei einem Scheitern persönlich ruiniert ist, kann man nicht mit einem Global Player gleichsetzen, an dessen Spitze einige wenige Eigentümer ohne persönliches Risiko über Wohl und Wehe ganzer Regionen, ja sogar ganzer Staaten, entscheiden. Deshalb ist die Frage nach dem Eigentum an Produktionsmitteln weder mit einem marxistischen "Nein" noch mit einem kapitalistischen "Ja" zu beantworten. Diese differenzierte Betrachtung ist nicht neu. Frau Wagenknecht kann sich hier eindrucksvoll und mit vollem Recht auf die Architekten des Ordoliberalismus ("Soziale Marktwirtschaft") berufen: Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard. Auch in mehreren Landesverfassungen findet sich die unmissverständliche Aussage, dass Produktionsmittel, von denen eine bestimmte Macht ausgeht, nicht in Privateigentum bleiben dürfen. Im Grundgesetz findet man dagegen nur noch das unspezifische "Eigentum verplichtet" (Art. 14-2). Eucken, Müller-Armack, Erhard und die Väter der Landesverfassungen sahen in der Zusammenballung wirtschaftlicher Macht eine Gefahr für die freien Märkte UND die Demokratie: erstere durch die Bildung von Monopolen oder Oligopolen (z.B. RWE, E.On, EnBW, Vattenfall), letztere durch erpresserische Einflussnahme auf die Politik. Frau Wagenknecht kann sich hier weitgehend auf das Zitieren beschränken, da zu diesem Thema eigentlich schon alles gesagt wurde. Wer nicht direkt zu den "Altmeistern" greifen will, bekommt hier die Munition, mit der man Marxisten und Neoliberale des ordinären Schwarz-Weiss-Denkens überführen kann. Die Freiheit des Einzelnen, mit einer guten Idee ein Unternehmen zu gründen und im Erfolgsfall (begrenzt) reich zu werden, hat eben nichts mit den "Freiheiten" von RWE & Co. und Deutscher Bank zu tun. Dass diese Munition von einer (Ex ?) Kommunistin kommt, schmälert nicht ihre Sprengkraft. Natürlich will Frau Wagenknecht "mehr" als Ordoliberalismus. Dieses "Mehr" nennt sie "kreativen Sozialismus". Ein unglücklicher Begriff, durch den das ansonsten weitgehend Ideologie-freie Buch für so manchen Leser wieder unter starken Ideologie-Verdacht geraten wird. Wer sich aber nur an die Fakten hält, merkt schnell, dass es eigentlich keines neuen Namens bedarf. Da musste schlicht das "S" aus PDS untergebracht werden. Und "kreativ" ist ohnehin nur eine Wortkanone, die laut kracht, aber nichts trifft. Kreativ ist der (Finanz-) Kapitalismus nämlich auch: Collateralised Debt Obligation, Credit Default Swap, Bad Bank, ... Im Einzelnen beschreibt Frau Wagenknecht sehr eindringlich, zu welchen Fehlentwicklungen die "Freiheiten" der Gobal Player im Finanzwesen, in der Arbeitswelt, in den sozialen Sicherungssystemen, im Gesundheitswesen, im Transportwesen und in der Energieversorgung bereits geführt haben. Auf eine Kapitel-bezogene Darstellung sei hier verzichtet. Fazit: Der ideologische Kampf Marxismus/Kommunismus/Sozialismus versus Kapitalismus/Neoliberalismus ist aufgrund seiner Undifferenziertheit völlig unsinnig. Hier prügeln sich zwei Einäugige. Die Therapie findet man in der Überschrift des letzten Kapitels: Erhard reloaded. Lesen ! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Kundendiskussionen durchsuchen
|
|
|
|