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Freiheit oder Tod.
 
 
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Freiheit oder Tod. [Taschenbuch]

Nikos Kazantzakis , Helmut von den Steinen
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: N.-A. (Februar 1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499118610
  • ISBN-13: 978-3499118616
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 227.557 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
In dem 1953 entstandenen Roman "Freiheit oder Tod" (oder "Kapitän Michalis") behandelt der giechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis den kretischen Befreiungskampf gegen die türkische Unterdrückung in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Schon in seinen Romanen "Alexis Sorbas" und "Griechische Passion" hatte Kazantzakis das Schicksal der Insel und ihrer Bewohner beschrieben. 1889 standen die Griechen auf der Insel allein in ihrem Kampf gegen die Türkei. Kreta ist ein Pulverfaß, das jeden Augenblick explodieren kann. Die Griechen fliehen in die Berge und sammeln sich um Kapitän Michalis, dem Schrecken der Türken. Doch gerade er versagt im entscheidenden Augenblick. Statt ein von den Türken umzingeltes Kloster zu befreien, bringt er seine Geliebte an einen sicheren Ort. Als er zurückkehrt, ist das Kloster gefallen. Verzweifelt ersticht Michalis die Geliebte und sucht kämpfend den Tod. Das packende Geschehen, die Fülle urwüchsiger Gestalten und der Zauber der kretischen Landschaft machen den Reiz dieses Buches aus. Manfred Orlick, Halle (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Konfrontation & Koexistenz 22. Februar 2006
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der bereits im Jahre 1950 unter dem griechischen Originaltitel "O Kapetán Miháilis" veröffentlichte Roman des promovierten Juristen Nikos Kazantkakis (1883 - 1957) hat trotz seiner, nach über einem halben Jahrhundert etwas antiquiert wirkenden, Sprache nichts an Dynamik und Faszination verloren......

In der ersten Hälfte des Romans wird eine zunächst verwirrende Vielfalt von Personen mit Familiengeschichte, Denk- und Lebensweise, sowie charakterlichen Eigenheiten porträtiert. Neben zwischenmenschlichen Beziehungen wird die kretische Landschaft und das Wesen seiner Bevölkerung beschrieben. So wird der Leser allmählich in das stark emotionale Szenario eingeführt. Von einigen gegenseitigen Provokationen abgesehen, verläuft das Zusammenleben von Griechen, Türken und Angehörigen von Minderheiten in friedlicher Koexistenz. Hinweise auf frühere Aufstände, Massaker und andere Grausamkeiten lassen jedoch erahnen, das noch manch eine Rechung offen geblieben ist und lediglich die Ruhe vor einem erneuten gewaltigen Sturm herrscht.

So führt eine Reihe von Ereignissen dann zu einem weiteren Aufstand im Jahre 1889 bei dem die kretischen Griechen auf sich alleine gestellt sind. Selbst die orthodoxen Mönche greifen zum Gewehr. Die europäischen Mächte Versagen ihre Unterstützung ebenso wie das noch junge griechische Königreich, das zu schwach ist. Auf der anderen Seite entsendet das in seinen letzten Atemzügen liegende osmanische Reich, dem Kreta unterstellt ist, zur Unterstützung des dortigen Pascha Truppen und radikale Derwische. Der "kranke Mann am Bosporus" will, dass der Aufstand mit aller Macht niedergeschlagen wird und hebt die den Griechen zuvor gewährten Sonderrechte auf.In den folgenden Gewalttaten wird einmal mehr deutlich, was ein Krieg nicht nur zwischen verschiedenen Ethnien, sondern auch unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungenentfesseln kann. Wie bei den Kreuzzügen kommt es zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam. Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber dem Willen des Sultans, das Reich zu erhalten, kommen noch hinzu. Die Mehrheit der Palikaren gibt schließlich den Kampf auf, um sich zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt erneut erheben zu können. Der Pascha und der ebenso friedliebende und pragmatische Metropolit und die kriegsmüde Bevölkerung arrangieren ihr Zusammenleben erneut. Sie machen deutlich, dass es durchaus noch andere realistische Möglichkeiten gibt, als der Romantitel postuliert. Nur der unbeugsame Kapitän Michaels und eine Handvoll Getreuer bleibt in den Bergen.

Der stimmungsvolle ist zum Einstieg in die Geschichte des modernen Staates Griechenland und als Lektüre bei einem Urlaub auf der Insel Kreta (die formal bis 1908 dem Osmanischen Reich angehörte) besonders zu empfehlen.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In der ersten Hälfte des Romans wird eine zunächst verwirrende Vielfalt von Personen mit Familiengeschichte, Denk- und Lebensweise, sowie charakterlichen Eigenheiten porträtiert.
Neben zwischenmenschlichen Beziehungen wird die kretische Landschaft und das Wesen seiner Bevölkerung beschrieben. So wird der Leser allmählich in das stark emotionale Szenario eingeführt. Von einigen gegenseitigen Provokationen abgesehen, verläuft das Zusammenleben von Griechen, Türken und Angehörigen von Minderheiten in friedlicher Koexistenz. Hinweise auf frühere Aufstände, Massaker und andere Grausamkeiten lassen jedoch erahnen, das noch manch eine Rechung offen geblieben ist und lediglich die Ruhe vor einem erneuten gewaltigen Sturm herrscht. So führt eine Reihe von Ereignissen dann zu einem weiteren Aufstand im Jahre 1889 bei dem die kretischen Griechen auf sich alleine gestellt sind. Selbst die orthodoxen Mönche greifen zum Gewehr. Die europäischen Mächte
Versagen ihre Unterstützung ebenso wie das noch junge griechische Königreich, das zu schwach ist. Auf der anderen Seite entsendet das in seinen letzten Atemzügen liegende osmanische Reich, dem Kreta unterstellt ist, zur Unterstützung des dortigen Pascha Truppen und radikale Derwische. Der "kranke Mann am Bosporus" will, dass der Aufstand mit aller Macht niedergeschlagen wird und hebt die den Griechen zuvor gewährten Sonderrechte auf.
In den folgenden Gewalttaten wird einmal mehr deutlich, was ein Krieg nicht nur zwischen verschiedenen Ethnien, sondern auch unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen
entfesseln kann. Wie bei den Kreuzzügen kommt es zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam. Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber dem Willen des Sultans, das Reich zu erhalten, kommen noch hinzu. Die Mehrheit der Palikaren gibt schließlich den Kampf auf, um sich zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt erneut erheben zu können.
Der Pascha und der ebenso friedliebende und pragmatische Metropolit und die kriegsmüde Bevölkerung arrangieren ihr Zusammenleben erneut. Sie machen deutlich, dass es durchaus noch andere realistische Möglichkeiten gibt, als der Romantitel postuliert. Nur der unbeugsame Kapitän Michaels und eine Handvoll Getreuer bleibt in den Bergen. Der Roman ist fast 50 Jahre alt und bedient sich daher einer gewöhnungsbedürftigen Sprache, sowie veralteter Ausdrücke und Begriffe um seine Stimmungsbilder zu zeichnen. Er ist zum Einstieg in die Geschichte des modernen Staates Griechenland und als Lektüre bei einem Kretaurlaub zu empfehlen.
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