In der ersten Hälfte des Romans wird eine zunächst verwirrende Vielfalt von Personen mit Familiengeschichte, Denk- und Lebensweise, sowie charakterlichen Eigenheiten porträtiert.
Neben zwischenmenschlichen Beziehungen wird die kretische Landschaft und das Wesen seiner Bevölkerung beschrieben. So wird der Leser allmählich in das stark emotionale Szenario eingeführt. Von einigen gegenseitigen Provokationen abgesehen, verläuft das Zusammenleben von Griechen, Türken und Angehörigen von Minderheiten in friedlicher Koexistenz. Hinweise auf frühere Aufstände, Massaker und andere Grausamkeiten lassen jedoch erahnen, das noch manch eine Rechung offen geblieben ist und lediglich die Ruhe vor einem erneuten gewaltigen Sturm herrscht. So führt eine Reihe von Ereignissen dann zu einem weiteren Aufstand im Jahre 1889 bei dem die kretischen Griechen auf sich alleine gestellt sind. Selbst die orthodoxen Mönche greifen zum Gewehr. Die europäischen Mächte
Versagen ihre Unterstützung ebenso wie das noch junge griechische Königreich, das zu schwach ist. Auf der anderen Seite entsendet das in seinen letzten Atemzügen liegende osmanische Reich, dem Kreta unterstellt ist, zur Unterstützung des dortigen Pascha Truppen und radikale Derwische. Der "kranke Mann am Bosporus" will, dass der Aufstand mit aller Macht niedergeschlagen wird und hebt die den Griechen zuvor gewährten Sonderrechte auf.
In den folgenden Gewalttaten wird einmal mehr deutlich, was ein Krieg nicht nur zwischen verschiedenen Ethnien, sondern auch unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen
entfesseln kann. Wie bei den Kreuzzügen kommt es zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam. Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber dem Willen des Sultans, das Reich zu erhalten, kommen noch hinzu. Die Mehrheit der Palikaren gibt schließlich den Kampf auf, um sich zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt erneut erheben zu können.
Der Pascha und der ebenso friedliebende und pragmatische Metropolit und die kriegsmüde Bevölkerung arrangieren ihr Zusammenleben erneut. Sie machen deutlich, dass es durchaus noch andere realistische Möglichkeiten gibt, als der Romantitel postuliert. Nur der unbeugsame Kapitän Michaels und eine Handvoll Getreuer bleibt in den Bergen. Der Roman ist fast 50 Jahre alt und bedient sich daher einer gewöhnungsbedürftigen Sprache, sowie veralteter Ausdrücke und Begriffe um seine Stimmungsbilder zu zeichnen. Er ist zum Einstieg in die Geschichte des modernen Staates Griechenland und als Lektüre bei einem Kretaurlaub zu empfehlen.