Der Graf meldet sich mit einer neuen Ep im Gepäck eindrucksvoll zurück. Wie bereits bei der letzten Unheilig Ep "Schutzengel" durften auch dieses Mal die Unheilig-Fans über die offizielle Website des Grafen darüber abstimmen, welcher Song des aktuellen "Zelluloid" Albums der Titeltrack der neuen Ep werden sollte. Dabei lag dann "Freiheit" - auch mein spezieller Lielingssong auf "Zelluloid" - deutlich vorn.
Nun liegt also die neue Unheilig Ep "Freiheit" vor und dieser im Digipak erscheinende Tonträger hat wieder einmal sehr viel zu bieten.
"Freiheit" gibt es in drei verschiedenen aber sehr genialen Versionen auf der Ep zu hören. Es zeichneten sich namhafte Bands wie Neuroticfish und Terminal Choice für die Remixe des Songs verantwortlich. Während letztere dem Titel noch mehr Energie und Nachdruck einhauchten, dass es das Original bereits tat, so zeigt der "Freiheit (Neuroticfish Remix)" die ruhigere Seite des Songs auf, in deren nachdenklichen Sphären man sich aber ebenfalls genauso gerne verliert, wie bei den schnelleren Interpretationen.
Neben diesen drei Tracks des Titelstückes befinden sich dann noch zwei Remixe des Albumtracks "Sieh In Mein Gesicht" sowie drei weitere exklusive Bonussongs mit auf der Ep.
"Morgengrauen" kommt gewaltig charismatisch auf den Hörer zu, wirkt bedrohlich und hat einen Chorus, der atmosphärisch grandios ist. Textlich jedoch ist der Song sehr kitisch und hinterfragt diverse weltpolitische Entscheidungen der Gegenwart mit zukünftig damit verbundenen Schicksalen.
In "Die Muse" lebt sich Unheilig dann schnell, hart und auf dem direkten Wege aus. Der Song legt ein unheimliches dunkles Tempo vor und verzichtet auf vordergründige Melodien, sondern basiert auf der Mixtur von Beat und Stimme - die melodischen Elemente bleiben hier im Hintergrund und umgarnen die Beats aus der Tiefe heraus.
Mit "Schmetterling" hingegen lässt der Graf erneut in die emotional explosive Tiefgründigkeit seines musikalischen Denkens blicken und verzaubert den Hörer einmal mehr auf Unheilig-e Weise.