3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
so lala, 20. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Freie Wildbahn (Gebundene Ausgabe)
Mich lässt dieser Roman ein wenig ratlos zurück. Julia de Groot, eine Frau von 36, hält ihr geordnetes Leben nicht mehr aus (zwei Kinder, ein Mann, der Pedant ist und eine Ehe, in der das Feuer nie wirklich hell gebrannt hat) und flüchtet Hals über Kopf von Amsterdam nach Portugal, um - wie sie es ihren Kindern gegenüber nennt - die Mauer um ihr Herz abreißen zu können. Dort mietet sie sich ein teures Haus, gerät an einen dunklen Gigolo (a la Will Smith, wie sie es nennt), mit dem sie endlich den Sex erlebt, von dem sie immer geträumt hat..........
Ihr Hauptproblem ist aber der Tod ihres Bruders, den sie nie verwunden hat und um den es ein Geheimnis gibt. Soweit finde ich den Plot nicht uninteressant und verstehe einige ihrer Aktionen. Auch die Aggressivität, mit der sie auf ihren Mann reagiert, ist meist nachvollziehbar und man erkennt, dass sie ein Mensch ist, der einfach nicht mehr kann und an einem Punkt angelangt ist, an dem sich etwas ändern muss.
Nur das, was sie in Portugal erlebt, auch ihre vielen Schönheitsoperationen, sind so überzogen, so unglaubwürdig, dass sie das Lesen manchmal zu einer Qual werden lassen. Auch die Dialoge, die sie mit ihrem toten Bruder hat, sind irgendwie unnotwendig und fade. So sehr ich ihre Sitaution nachvollziehen kann, so wenig verstehe ich das Verhalten der Hauptperson Julia ihren Kindern gegenüber. Das führt dazu, dass man sie nicht mehr ernst nimmt, was für die Hauptperson eines Romans nicht wirklich das Wahre ist.
Ihre Handlungsweise ist sprunghaft, sie pendelt zwischen besorgter Mutter (die man ihr aber bald nicht mehr abkauft), Vamp, absolut unsicherem Menschen und Angeberin wahllos umher und lässt den Leser ratlos zurück.
Manche Stellen im Buch sind sehr schön, dann wieder glaubt man sich in einem Groschenroman.
Das Buch ist aber auch keine leichte Kost, dafür sind die Themen zu ernst, die angeschnitten werden. Also nicht wirklich Entspannungsliteratur für den Strand, aber auch nichts Anspruchsvolles. Zu viele Themen werden aufgegriffen (Euthanasie, Alkoholismus, Sex, Drogen, Vergewaltigung, Raub, Ehealltag, ungelebte Träume und unbewältigte Schuld....), doch kaum etwas wird zu Ende geführt und geklärt.
Also Ratlosigkeit am Ende und das Gefühl, dass man dieses Buch nicht unbedingt hätte lesen müssen....................
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ziemlich entäuschend, 25. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Freie Wildbahn (Gebundene Ausgabe)
Wer einen witzig-frischen Frauenroman erwartet, der wird von dem hier vorliegenden Roman leider enttäuscht sein. Denn die Protagonistin Julia nimmt sich eine Auszeit von ihrem bisherigen Leben. Es ist ein sehr sensibles Thema, dass die Autorin hier anschneidet; denn Julia hat nicht nur ihre Familie verlassen, sondern sie kämpft noch immer damit den Tod ihres Bruders Jimmy zu verarbeiten, der bereits vor vielen, vielen Jahren gestorben ist. Gerade in so eine sensible Geschichte setzt die Autorin gezwungene, wie aufgesetzt und überspitzt wirkende Szenen, die wohl komisch wirken sollten und in denen ich das Buch liebend gern aus der Hand gelegt hätte.
Ganze 3 Monate bleibt Julia für ihre Familie in Schweden unerreichbar. In Portugal lässt sie keinen Versuch aus, einen Mann ins Bett zu kriegen (auch wenn dies nicht so klappt, wie sie gern hätte). Schließlich lernt sie jedoch Romeo, einen Pornostar, kennen, lässt dutzende Schönheitsoperationen machen, schmeißt mit Geld nur so um sich, und kehrt schließlich in dem Glauben wieder nach Hause zurück, dort weitermachen zu können, wo sie alles aufgegeben hat
Fazit: Für meine Begriffe zuviel Sex, zuviel Klischees und leider einfach zu oberflächlich.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Totale Entäuschung, 17. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Freie Wildbahn (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mal eine Leseprobe von diesem Buch gelesen und war sehr gespannt, wie es wohl für Julia ausgehen würde. Ich hoffte auf ein dramatisches und sozialkritisches Buch mit viel Hintergrund und Gefühl.
Im ersten Teil des Buches bekam ich das auch noch, aber dann, ab dem Punkt wo Julia in Portugal ist wird es einfach nur albern. Auf der einen Seite ist sie auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit und will wieder richtig leben, aber auf der anderen Seite versucht sie das durch völlig absurde Mittel zu erreichen. Sie lässt sich vom Schönheitschirurgen auf 26 trimmen, nimmt Drogen, trinkt und lässt sich auf einen amerikanischen Pornostar ein mit dem sie dann andauernd und in allen möglichen Situationen Sex hat.
Das Ende des Buches hat mich sehr Enttäuscht, da ich immer noch auf eine Wendung gehofft habe. Mir kam es fast so vor,als hatte die Autorin keine Lust mehr ein ordentliches Ende zu schreiben.
Alles in Allem nicht unbedingt lesenswert!
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