Im Süden Italiens stehen bereits die Alliierten, die Mitte ist von der Deutschen Wehrmacht besetzt und im Norden befindet sich Mussolini's Republik von Salò. In den Wirren des April 1945 - kurz vor dem Einmarsch der Alliierten und dem endgültigen Zusammenbruch des faschistischen Staates - wird Commissario De Luca (in Bologna?) mit der Aufklärung eines Mordfalles beauftragt. Ein zwielichtiger Trientiner wird ermordet aufgefunden. Der ermordete Vittorio Rehinard pflegte Bekanntschaft zu mehreren prominenten Faschisten, hatte offensichtlich intensive Kontakte zu Deutschen, handelte mit Rauschgift und gestionierte viele Frauenbekanntschaften. Zu seinem Erstaunen erhält De Luca vom Polizeipräsidenten freie Hand bei der Aufklärung. Doch bald ahnt er, daß es diesem nicht um das Auffinden des Mörders geht, sondern daß dieser ihn als Marionette im Endkampf der Republik von Salò benutzt. Vor diesem historischen Hintergrund entzieht Commissario De Luca sich dem Ränkespiel und klärt den Fall auf. Ein exzellenter Kriminalroman, der die düstere Athmosphäre des faschistischen Italien auf suggestive Weise deutlich macht.