Abgelöst durch die Kieler Thesen 1977 bedingt durch einen internen machtpolitischen "Genscherismus" zeigt dieses Werk, auf welch gutem Weg Deutschland sich gedanklich einmal befunden hat. Das dies zeitgleich mit der RAF Entwicklung stattfand ist mitnichten verwunderlich. Karl-Hermann Flach brach mutig ein Tabu, indem er die besitzrechtliche Organisation der Produktion in Frage stellte. Für Ihn als nüchternen Beobachter war die Auffassung, dass Liberalismus und Privateigentum an Produktionsmitteln identisch sei ein fataler Irrtum.
Wie Karl Marx schon über 100 Jare vor Ihm, erkannte Flach, dass es zu einer immer größeren Ungleichheit der Vermögensverteilung
kommen würde, die in einer fatalen Feudalisierung und dem sogenannten "Raubtierkapitalismus" enden muss. Die Hoffnung auf Möglichkeiten einer "echten" Eigentumstreuung blieben bis dato leider aus.
( siehe auch Hartz 4 oder auch Alg 2 ).
Klar das Kritiker Ihn als Kommunisten beschimpften, da er mutig und als Vorreiter einen Weg gesucht hat das "gute" aus beiden Systemkonzepten sachlogisch zu vereinen.
Wer sich für die deutsche Geschichte nach 1945 interessiert kommt an diesem "kleinen" Werk nicht vorbei.
Aber das bedeutet Machtverlust und Verzicht auf der einen und ein hohes Maß an Erziehung zur Eigenverantwortung und Selbstbestimmung auf der anderen Seite ; und an dieser nötigen Entwicklung sind unsere regierigen Instanzen anscheinend nicht sehr stark interessiert.
Und die Welt wäre sehr arm wenn es nicht weiterhin Idealisten gäbe, die an eine menschliche Entwicklung glauben würden, die die Maxime der praktischen Vernunft von Kant beherzigen:
'"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.'"