Seit den 80-er Jahren ist kein Lesebuch mehr erschienen, das sich in einer solch umfassenden und imposanten Weise mit dem schwierigen Thema "Menschenrechte" auseinandersetzt, wie diese von Reiner Engelmann und Urs M. Fiechtner herausgegebene Anthologie. Präsentiert wird eine beeindruckende Auswahl unterschiedlichster Autoren: Neben Beiträgen von Peter Härtling, Hans-Martin Große-Oetringhaus, Lutz van Dijk sowie Fiechtner und Engelmann selbst finden sich Texte von Ralph Giordano, Ken Saro-Wiwa, Sergio Vesely und vielen anderen mehr. Es entspricht der offenen Form des Lesebuchs, dass es auf der einen Seite die unterschiedlichsten Textsorten enthält, auf der anderen Seite aber auch die unterschiedlichsten Berufsgruppen zu Wort kommen lässt - Schriftsteller ebenso wie Journalisten, Rechtswissenschaftler und Menschenrechtsaktivisten.Fiktionale Texte stehen unvermittelt neben Sachtexten, Gedichte und Kurzgeschichten wechseln sich ab mit Berichten und Dokumentationen. Die besondere Leistung der Anthologie liegt darin, dass sie die unterschiedlichsten Formen und Ursachen von Menschenrechtsverletzungen eindrücklich und verständlich vermittelt. Die Texte wollen informieren und wachrütteln - und "sie machen auch Mut: Mut, nicht wegzuschauen, sondern sich aktiv für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen" (so der Klappentext).