Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
run for cover...., 9. September 2009
in diesem - zweiten - album des zukünftigen helden aller american-singer-songwriter aus dem jahr 1963 präsentiert sich bob dylan nur mit gitarre, mundharmonka und dem für ihn typischen genöle, dass manche themenverfehlend gesang nennen.
der wechsel zum folk/rock manch späterer alben ist noch nicht vollzogen, dylan konzentriert sich textlich primär darauf, was um ihn herum vorgeht und behält sein inneres noch mehr oder weniger für sich.
auf diesem alben findet sich neben dem x-mal gecoverten ultraklassiker "blowin in the wind" noch das anklagende "masters of war", das ebenfalls oft (zb von brian ferry) gecoverte "a hard rains are gonna fall", das später in diversen metamorphosen präsentierte "don't think twice, it's all right" sowie "i shall be free" und andere prätiosen in der urversion. großartige, ganz starke songs, unverzichtbare melodien...
an dylan kommt wohl kein halbwegs an musik interressierter vorbei und dies hier ist neben "bringing it all back home" aus dem jahre 1965 auch ein album aus der anfangsphase dieses großen künstlers, das zum verständnis der zahlreichen späteren werke fundamental notwendig ist.
die tonqualität des remasters ist sehr ordentlich, das gilt auch für die ursprüngliche LP. meines wissens existiert auch eine remasterte neuauflage auf vinyl.
ein zeitdokument eines ganz großen - unverzichtbar eigentlich...
|
|
|
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Folk gegen Ungerechtigkeit, 23. August 2004
Dieses erste wirkliche Bob-Dylan-Album sollte dem damals jungen Songschreiber zu seinem kometenhaften Aufstieg und auch zu seinem Image als Sänger der Unterdrückten dieser Welt verhelfen. Zunächst einmal ist zu konstatieren, dass außer Dylan's Gitarre und seinem Gesang auf "The freewheelin'" nur noch die obligatorische Mundharmonika zu hören ist. Dylan befand sich 1963 also auf dem klassichen Folk-Singer-Pfad. Der Auftakt zu diesem Klassiker wird von dem unvermeidlichen "Blowing in the wind" gebildet. Ich möchte über dieses Lied kein Wort mehr verlieren, mit Ausnahme der Anmerkung, dass es beim besten Willen auf keinen Fall das Beste ist, was Dylan geschrieben hat. Richtig interessant wird es also ab Track 2, "Girl from the North Country", das nenne ich ein Liebeslied: Ehrliche Wertschätzung, keine abgedroschenen Floskeln, einfach schön. Textprobe: "Please see for me if her hair hangs long...if it rolls and it flows all down her brest..." Kontrastprogramm, denn: "Masters of war" folgt, eine düstere, anklagende Hymne an Kriegstreiber und Profiteure, an alle, vom Bomben abwerfen lassenden US-Präsidenten bis zum Rüstungslobbyisten, mit so viel ehrlichem Hass und so viel Gerechtigkeitswille gedichtet und vorgetragen, einfach göttlich. Man könnte so weiterschreiben, kann es aber auch sein lassen. Aus dieser dichten Masse der Weltklassesongs weitere Höhepunkte herauszufiltern, ist nicht wirklich einfach, aber ich nenne einfach mal das apokalyptische "A hard rain's a-gonna fall" und das ebenfalls düstere "Bob Dylan's dream". Aber der Sinn für Humor, der Dylan später noch mehr auszeichnen sollte als in dieser frühen Phase seiner Karriere, er sticht schon hier durch: "Talking World War III blues" - was sich nach einem weiteren düsteren J'accuse-Song anhört, entpuppt sich zwar als kritische, aber äußerst gewitzte Geschichte über einen Apokalypsen-Albtraum, der einfach so subtil und mit so vielen zusammenhanglos aneinandergereiten Assoziationen gespickt ist, dass man sowohl zum Nachdenken als auch zum Lachen angeregt wird. Alles in allem ist "The freewheelin'" ein politisch engagiertes, mit großartigen und emotionalen Songs gespicktes Album, das man besitzen und genießen sollte.
|
|
|
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn man sich von der Welt wieder einmal unverstanden fühlt!, 8. September 2004
Jeder Mensch kennt das Gefühl: Nichts ist so gelaufen, wie man es sich vorgestellt hat. Jetzt möchte man sich am liebsten im Zimmer einschließen und einfach nur noch Ruhe haben. Aber irgendwie fehlt da noch etwas. Keine Frage - es ist das Album "Freewheelin` Bob Dylan"! Auf diesem 1963 entstandenen Album, welches allgemein als eines seiner besten Studioalben gilt, schafft es Bob Dylan genial, die alltäglichen Probleme der Menschen als etwas Kleines erscheinen zu lassen. Ob man Bob Dylan nun wegen der Kritik an der Weltwirtschaftspolitik hört, oder wegen der Liebe, die seine Lieder fast schon Jesus gleich ausstrahlen, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist letztendlich allein die Erkenntnis, dass in jedem Menschen ein einsamer Poet steckt!
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|