Was es ist:
"Das Freelance Design Handbuch ist ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für freie Designer, die langfristig erfolgreich sein möchten." So weit der Klappentext. Tatsächlich ist das Freelance Design Handbuch ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für freie Designer, die langfristig erfolgreich sein möchten. Kurzum: Das handliche, klar strukturierte und reich illustrierte Buch hält, was der Verkaufstext verspricht. Freiberufliche Designer - und alle, die es werden möchten - erfahren wertvolle Strategien aus der Praxis. Das fängt schon bei der Frage an, welche Fähigkeiten ein Freelancer haben sollte, reicht über Tipps zum Businessplan und zu den Finanzen und führt zu Anregungen, wie man an Referenzen und Kunden kommt und wie man seine Arbeit organisiert. Ein motivierender Fahrplan durch die Selbstständigkeit. Pluspunkt: Die Autorin weiß, was sie anderen rät. Cathy Fishel schreibt seit mehr als 20 Jahren Bücher für Designer. Die US-Amerikanerin hat Erfahrung als Magazinredakteurin und Herausgeberin.
Wer es liest:
Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich als Designer selbstständig zu machen oder in artverwandten Bereichen Fuß zu fassen. Auch wer bereits Freelancer ist, findet in dem Buch nützliche Ideen, um an seiner Karriere zu feilen. So enthält das Werk Tipps für effizienteres Arbeiten und zur persönlichen Weiterentwicklung.
Was schön ist:
Natürlich - das Genre erlaubt nichts anderes - strotzt das Handbuch vor Illustrationen. Kreative Designs, Fotos oder Arbeitsbeispiele, die die eher kleinteiligen Texte oder Stichpunkte aufhübschen und das Lesevergnügen erhöhen. Das Register ist ordentlich ausgearbeitet, und auch die "nützlichen Quellen" in Form von Weblinks erfreuen als serviceorientierte Zugabe (zumal die Links teilweise für den deutschen Markt angepasst wurden). Ein paar Fallstudien und Zitate aus der Praxis füllen den Ratgeber mit Leben, der durchaus inspirierend daherkommt.
Was schade ist:
Da die Autorin Amerikanerin ist, fehlt der direkte Bezug zum deutschen Markt. Das wird vor allem bei den rechtlichen Aspekten deutlich: Hier sind die Tipps entweder zu allgemein gehalten oder eben auf die USA zugeschnitten. Das Konzept sieht einen internationalen Ansatz vor - so werden Designer aus Vancouver, Athen, Berlin oder London zitiert. Wer sich allerdings als Freelancer in Deutschland etablieren und mehr über den konkreten Markt hierzulande erfahren möchte, der braucht weiterführendes Material.