Bei "Freedom Writers" könnte man zuerst an eine weitere, kitschige Teenie-Schnulze denken, zumal auch MTV an der Produktion des Films maßgeblich beteiligt war. Der gelungene Film mit Hilary Swank basiert jedoch auf einer Tatsache, wie sie sich wirklich an einer Schule ereignet haben, Mittelpunkt des Geschehens war die Lehrerin Erin Gruwell.
Erin kommt als motivierte, neue Lehrerin an eine Schule, die ein wahrer sozialer Brennpunkt ist und nicht selten geht es gewalttätig zu: Schwarze gegen Weiße, Hispanics gegen Asians, Bandenkrieg und Schießereien gehören in der Gegend zur Tagesordnung. Davon gezeichnet ist auch Erin Gruwells Klasse, die sie neu übernimmt und schon bald stößt Erin auf Ablehnung, keine Lust zum Lernen und Feindseligkeit von Seiten der Schüler. Auch das Lehrerkollegium geht lieber den Weg des kleinsten Widerstandes und lässt die Schüler in ihren Problemen sitzen..
Doch dann findet Erin einen Zugang zu den Schülern: Rollenspiele, mitgebrachte Leckereien und Diskussionen, die Heranführung an die Holocaust-Thematik und schließlich die Bücher: Tagebücher, die jeder der einzelnen Schüler führen soll, in dem Gedanken, Meinungen und Stimmungen festgehalten werden. Schon bald geht eine sichtbare Veränderung durch die Schüler und Erins Motivation ist kaum zu bremsen. Sie jobbt nebenher noch als Verkäuferin, um sich die Materialien zu leisten, legt sich mit den Kollegen an und riskiert ihre Ehe...ob sie die kürzlich eingetretene Veränderung zu einem dauerhaften Zustand machen kann?
Feinfühlig, emotional, mit tollen Jungschauspielern besetzt, einer glänzenden und überaus sympathischen Hilary Swank und einem gelungenen Soundtrack erzählt der Fim "Freedom Writers" warmherzig und anrührend von der Geschichte von Erin Gruwell. Eine aus dem Leben gegriffene und aufgezeichnete Geschichte, die sehenswert ist und einen ebenso über die eigene Situation nachdenken lässt.