| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel? |
Whereas Brokaw made use of extensive interviews, Kennedy relies on published accounts and primary sources, all meticulously footnoted. This academic rigor, however, does not render the book dull--far from it. Certainly the subject matter is interesting enough in its own right, but Kennedy offers attention-grabbing turns of phrase on nearly every page. He also unleashes some convention-shattering theses, such as his revelation that "the most responsible students of the events of 1929 have been unable to demonstrate an appreciable cause-and-effect linkage between the Crash and the Depression" and his subsequent argument that, although it made order out of chaos, the New Deal did not reverse the Depression--that, he says, was the war's doing. All in all, Freedom from Fear compares favorably to its companions in the multivolume Oxford History of the United States in both its comprehensive heft and its vivid readability. --Ron Hogan -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Amerikas Weg aus Depression und Isolationismus
David M. Kennedy, Professor an der Stanford University, legt mit «Freedom from Fear» eine kritische Geschichte der USA von 1929 bis 1945 vor. Von der Grossen Depression über den New Deal bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs spannt sich sein Werk. Die Epoche ist so gut untersucht wie sonst nur noch die Zeit des Bürgerkriegs. So kann der Autor auf eine reiche Quellen- und Sekundärliteratur zurückgreifen.
Sozialstaatlicher Nachholbedarf
Kennedy beginnt seine Darstellung mit den zwanziger Jahren die keineswegs für alle Amerikaner Jahre des Wachstums und der Prosperität waren. Die Einkommensschere zwischen dem Landwirtschafts- und dem Industriesektor öffnete sich. Im Süden lebten die Schwarzen im Jim-Crow-System der sozialen und wirtschaftlichen Segregation, das seine «Perfektion» in den dreissiger Jahren erreichte. Auch die aufkommende industrielle Massenproduktion, der Fordismus, hatte seine Schattenseiten. Qualifizierte Arbeiter wurden weniger gefragt, und so war in diesem Sektor selbst in den Jahren der Coolidge-Prosperität (19231928) eine Arbeitslosigkeit von rund zehn Prozent zu verzeichnen. Den USA fehlte damals eine Arbeitslosenversicherung, wie sie Europa bereits in vielen Ländern kannte, was erfreulicherweise auch auf die Opposition der American Federation of Labor zurückzuführen war.
Kennedy rehabilitiert Präsident Herbert Hoover teilweise als Vorläufer des New Deal, da er im Januar 1932 die Reconstruction Finance Company (RFC) ins Leben gerufen hatte. Von seiner Strategie des Voluntarismus sei er abgerückt und habe zunehmend direkte staatliche Eingriffe in die Wirtschaft gebilligt. Rexford Tugwell, einer der Hauptarchitekten des New Deal, bekannte später: «Praktisch der gesamte New Deal wurde von Programmen extrapoliert, die Hoover startete.» Die 1930er Jahre waren ideale Zeiten für Demagogen wie Huey Pierce Long, einen demokratischen Senator aus Louisiana, der 1934 die Idee von «The Share Wealth Society» propagierte. Durch die Konfiskation grosser Vermögen, stark progressive Einkommenssteuern und eine grossangelegte Umverteilung wollte er jedem Haushalt jährlich 5000 Dollar zukommen lassen. Das war fast das Doppelte des damaligen mittleren Familieneinkommens. «Every man a king» war seine populistische Parole. Zudem forderten Basisbewegungen auch solche innerhalb der Demokraten Reformen. In diesem Klima brachte Roosevelt im Frühling 1935 seine «Big Bill» durch den Kongress, die mehr Staatsausgaben vorsah, als alle Bundeseinnahmen im Jahr zuvor ausgemacht hatten.
Begrenzte Neuerungen
Trotz allen Anstrengungen kam die Wirtschaft 1937 erneut in Schwierigkeiten, und im Oktober fielen die Aktienkurse. Kennedy nennt es eine «Depression innerhalb der Depression». Der New Deal hatte nicht das Ende der Wirtschaftskrise herbeigeführt. Der Aufschwung kam erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Es kam auch zu keiner substantiellen Einkommensumverteilung. Es wurden keine grossen Staatsfirmen gegründet, das kapitalistische Fundament der amerikanischen Wirtschaft wurde nicht angetastet. Kennedy wertet den New Deal trotz seinen Misserfolgen positiv, weil er verletzlichen Individuen wieder Sicherheit gegeben habe, ohne dass die Verfassung zerfetzt worden sei oder die Bürger gegeneinander aufgebracht worden seien. Der New Deal habe dauerhafte soziale Veränderungen (soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung), die Banken- und Börsenreform sowie die Integration der Immigration gebracht. Die Rassenfrage blieb allerdings weiterhin ungelöst. Zwar ernannte Roosevelt erstmals einen Schwarzen als Bundesrichter, doch im Süden, wo auch rassistische Demokraten das Zepter führten, blieb vieles Theorie. Insgesamt habe der New Deal das Leben vieler verbessert, ohne dass es zu einer Konfrontation zwischen Orthodoxie und Revolution gekommen sei, lautet Kennedys Fazit.
Krieg und Verstrickungen
Als den grössten Erfolg Roosevelts bezeichnet der Autor jedoch die Überwindung des amerikanischen Isolationismus. Dabei verschweigt er nicht die Hindernisse, die es von 1935 bis 1941 zu überwinden galt. Die Neutralisten drohten Roosevelt gar mit dem Impeachment, sollte er die American Neutrality Act verletzen. Kennedy schildert detailliert die Kriegsereignisse und -debatten. Zur Frage der zweiten Front meint er, die Amerikaner hätten vor allem die Russen mit ihrem Material kämpfen lassen und erst spät eingegriffen. Den Sieg der USA führt er vor allem auf ihre immense Produktionskapazität zurück. Amerikas Wirtschaft prosperierte dank dem Krieg, während seine Gegner wie auch die alliierten europäischen Staaten dadurch (temporär) ruiniert wurden Kennedy hat kein Heldenepos verfasst. Alliierte Untaten wie die massive Bombardierung deutscher Städte oder den Abwurf der zwei Atombomben über Japan verharmlost er nicht. Wir können allerdings Kennedy nicht immer folgen, so wenn er vom «wahrscheinlich vermeidbaren Krieg mit Japan, in einer Region, in der wenig amerikanische Interessen auf dem Spiel standen» schreibt. Zu Recht kritisiert er hingegen Roosevelts naive Vorstellung von einer Nachkriegsordnung und deren mangelhafte Vorbereitung («One World» wäre hier ein Stichwort, das im Index leider nicht zu finden ist).
Kennedy verschweigt nicht die beschämende Politik des Aussenministeriums gegenüber den jüdischen Flüchtlingen. Erst als das Finanzministerium und sein Chef, der einzige Jude im Kabinett, Henry Morgenthau, einen geharnischten «Bericht über die fügsame Einwilligung dieser Regierung in die Ermordung der Juden» verfasst hatte, änderte sich die Politik, und das War Refugee Board wurde eingerichtet. Allerdings kann man bei David S. Wyman («The Abandonment of the Jews»), auf den sich Kennedy stützt, klare Worte auch zu Roosevelt finden, die in «Freedom from Fear» nicht erwähnt werden. Roosevelt habe erst reagiert, als die Gefahr der Aufdeckung der skandalösen Politik durch eine Diskussion im Parlament bestand.
Kennedys Darstellung ist nuanciert, kommt ohne Klischees, Glorifizierung und überspitzte Darstellung aus. Zu bedauern ist ein Mangel an Übersicht. Da detaillierte Kapitelüberschriften fehlen, muss sich der Leser trotz gutem Index durch die über 900 Seiten des Standardwerkes hindurchkämpfen.
Louis Gerber -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
Yet unlike Brokow's effort and that of other historians like Stephen Ambrose, Kennedy avoids wide use of primary interviewing, and the difference this leads to in the tone and perspective of the book is telling. Like Goodwin's effort, this is a superb book, wonderfully written, eminently accessible (an important quality given its length of nearly 900 pages), with a sometimes soaring prose style that is so distinctive and so refreshing that reading it is a joy. This is history come to life, full of the color and hues of the original events, presented in a manner that is at once both academically sophisticated and yet available and readable by the general audience. Kennedy makes the reader feel as though he is present in the moment, experiencing the events as they transpire rather than eavesdropping some seventy or so years after the fact. Hearing about the ways in which feckless Herbert Hoover, for example, was in many ways the helpless victim of circumstances is quite interesting.
So is his take on so many other personalities and issues of the time, from the particulars of the New Deal and how they were conceived all the way to the insidious domestic treatment and 'internment' of Japanese Americans after the outbreak of WWII. Of course, Kennedy's book is rife with interesting and often provocative interpretations of the events, and this willingness to weigh in intelligently and convincingly adds to the overall entertainment and intellectual value of the book. While I didn't necessarily agree with all of these interpretations or his conclusions, it is always a pleasure to be in the presence of such an active, nimble and creative intellect. This is a book that anyone with an interest in the literally endless ways we were formed in the crucible of events of the past as well as by the people who came before us will want to experience this absolutely top-shelf new work by David Kennedy. Enjoy!
Yet unlike Brokow's effort and that of other historians like Stephen Ambrose, Kennedy avoids wide use of primary interviewing, and the difference this leads to in the tone and perspective of the book is telling. Like Goodwin's effort, this is a superb book, wonderfully written, eminently accessible (an important quality given its length of nearly 900 pages), with a sometimes soaring prose style that is so distinctive and so refreshing that reading it is a joy. This is history come to life, full of the color and hues of the original events, presented in a manner that is at once both academically sophisticated and yet available and readable by the general audience. Kennedy makes the reader feel as though he is present in the moment, experiencing the events as they transpire rather than eavesdropping some seventy or so years after the fact. Hearing about the ways in which feckless Herbert Hoover, for example, was in many ways the helpless victim of circumstances is quite interesting.
So is his take on so many other personalities and issues of the time, from the particulars of the New Deal and how they were conceived all the way to the insidious domestic treatment and 'internment' of Japanese Americans after the outbreak of WWII. Of course, Kennedy's book is rife with interesting and often provocative interpretations of the events, and this willingness to weigh in intelligently and convincingly adds to the overall entertainment and intellectual value of the book. While I didn't necessarily agree with all of these interpretations or his conclusions, it is always a pleasure to be in the presence of such an active, nimble and creative intellect. This is a book that anyone with an interest in the literally endless ways we were formed in the crucible of events of the past as well as by the people who came before us will want to experience this absolutely top-shelf new work by David Kennedy. Enjoy!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|