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Produktinformation
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„Ich werfe mein Leben in die Waagschale – und die Urangst des Menschen vor dem Abgrund ist bei mir schon auch da. Doch ich bekomme ein wahnsinnig intensives Erlebnis zurück, das jeweils als Seite in meinem hoffentlich einmal sehr dicken Buch des Lebens bleibt." Alles was Rang und Namen hat in der internationalen Kletterszene, ist in diesem Buch vertreten. Teilweise in Wort, wie in den Gastbeiträgen die Kletterlegenden John Long, Peter Croft, John Bachar oder Wolfgang Güllich, vor allem aber im Bild. Es gehört zur höheren Kunst der Fotografie, den Schwindel von Höhe und Steilheit im Bild einzufangen. Perspektivische Fehler können dazu führen, dass eine Fliege an der Wand zu einem Krabbeltier auf dem Boden verkommt. Was in diesem liebevoll und aufwändig illustrierten Prachtband diesbezüglich geboten wird, ist allererste Sahne. Atemberaubende Kulissen, der Blick auf die Fingerspitzen fokussiert, an denen das Leben hängt. Darunter die gähnende, gnadenlose Leere. Die direkte Auseinandersetzung von Mensch und Berg beinahe sinnlich erlebbar zu machen, das ist die große Stärke dieses Buches.
Dass auch das Informationsbedürfnis nicht zu kurz kommt, dafür sorgen zahlreiche Exkurse. Zum Beispiel in die Geschichte der Alleingänge, wo es um die Pioniere des freien Kletterns wie Georg Winkler, Hans Dülfer oder Paul Preuß geht. Vor allem letzterer hat dafür gesorgt, dass das Klettern in der Vertikalen zur Königsdisziplin des Alpinismus wurde. Preuß war der Erste, der diese natürliche Fähigkeit des Menschen kompromisslos umsetzte, das heißt unter Verzicht auf künstliche Hilfsmittel. „In der Selbstbeschränkung liegt die Kunst des Meisters“, lautete sein Credo, das er freilich 1913 am Manndlkogel mit dem Leben bezahlt hat. – Franz Klotz
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