und alle anderen Lebewesen, vorzugsweise Menschen: Leo Lionni ist mit seiner kurzen Geschichte eine wundervolle Erzählung gelungen, für die andere viel mehr Seiten und noch mehr Wörter benötigen.
Mit einfachen, jedoch ausdrucksstarken Bildern und leicht verständlichen kurzen Texten schildert er einen Ausschnitt aus dem Leben der schwatzhaften Feldmäuse-Familie, die im Sommer rechtzeitig Vorsorge trifft, um für den kommenden Winter genügend Nahrung zu haben. Nur Frederick schließt sich der allgemeinen Betriebsamkeit nicht an, sondern starrt aufs Feld, in die Sonne und überhaupt so in die Gegend.
Wer kennt sie nicht, die ewig träumenden Kinder, die scheinbar orientierungslos vor sich hinschauen und am Ende des Tages nichts Handfestes vorweisen können? Doch Frederick rettet seine Mäusefamilie, nachdem alle Vorräte aufgebraucht sind, mit seinen im Sommer eingefangenen Worten, Farben und dem Sonnenlicht. Alles hatte er in seinem Kopf aufbewahrt, wohl ahnend, dass er "seine Vorräte" zu passender Zeit und zum Wohle aller abrufen könnte. Eine wunderschöne Parabel über das Verhalten von Menschen, die, jeder nach seiner Begabung, ihre Stärken auf ganz unterschiedlichen Gebieten haben, die gleichberechtigt nebeneinander stehen können und je nach Anlass Bewunderung erfahren.