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Freddy Quinn: Ein unwahrscheinliches Leben
 
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Freddy Quinn: Ein unwahrscheinliches Leben [Gebundene Ausgabe]

Elmar Kraushaar
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Atrium-Verlag, Hamburg (5. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3855353905
  • ISBN-13: 978-3855353903
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 75.456 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Elmar Kraushaar gelingt es, dem Faszinosum Freddy näher zu kommen und ein in der Tat unwahrscheinliches Leben auszuleuchten. Ein Buch, das auf fesselnde Weise eine Erfolgsgeschichte beschreibt und deren Verhängnisse.« Rainer Moritz. Freddy - kein Solokünstler hatte mehr Nummer-Eins-Hits in Deutschland. Junge, komm bald wieder, Die Gitarre und das Meer und Heimweh waren die größten seiner vielen Hits; er spielte in zahlreichen Filmen, trat als Moderator, Musicalsänger, Theaterschauspieler und Zirkusartist auf und inszenierte sich immer wieder als einsamer Seefahrer, einen Seesack über der Schulter, den Blick auf den Horizont gerichtet. Schließlich wurde ihm sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen für die Verbreitung von deutschem Liedgut in aller Welt. Doch wer sich wie Elmar Kraushaar daranmacht, über das Leben dieses Mannes zu schreiben, stößt schnell auf Widersprüche und Ungereimtes. Schon auf die Frage, wann und wo Freddy geboren wurde, gibt es mehrere mögliche Antworten. Kraushaar hat sich auf Spurensuche begeben und ist auf ein Phänomen gestoßen, das von vielen Geschichten umstellt ist, Potemkinschen Dörfern gleich, deren Fassaden zusammenbrechen, kaum stößt man daran, um Platz zu machen für neue Geschichten und kleine und große Geheimnisse.

Über den Autor

Elmar Kraushaar, geboren 1950, Autor und Journalist, schreibt u.a. für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau und gilt als einer der besten Kenner der deutschen und internationalen Schlagerszene. Er ist Autordes Buches Rote Lippen die ganze Welt des deutschen Schlagers und veröffentlichte zahlreiche Artikel und CDs zum Thema. Zuletzt erschien von ihm Der homosexuelle Mann Anmerkungen und Beobachtungen aus zwei Jahrzehnten (2004). Elmar Kraushaar lebt in Frankfurt a.M. und in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Da musste ich mich gleich mit meiner Frau herum schlagen, ob denn des Buches FREDDY QUINN - eine Biographie. Musste das denn auch sein? Wer liest so etwas und wen interessiert denn heute noch Freddy Quinn? Mich! Ich wollte wissen wer der Mann hinter so eingängigen Ohrwürmern wie: Junge komm bald wieder oder Die Gitarre und das Meer - ist. FREDDY QUINN zeigt den Erfolg und auch das Verhängnis dieses Mannes, der wohl wie kein zweiter deutscher Schlagerstar sein Privatleben eher geheim halten wollte und daher zu mannigfaltigen Verschleierungen griff.

Jetzt wird es ernst für den Journalisten, denn die Ikone Freddy Quinn wird nicht begeistert sein was Elmar Kraushaar da alles herausgefunden hat. Freddy Quinn ist nicht der erste der Potemkinsche Dörfer aufbaut und verschleiern will - jeder tut das und manipuliert an seiner Vita herum - Freddy aber anscheinend ganz besonders - Mensch Junge, komm bald wieder - aber mit was im Gepäck?

Das Buch berichtet von seiner familiären Herkunft und seinem Namen und da geht es schon los - wo da die Wahrheit liegt bleibt unklar - Dokumente gegen Dokumente. Doch egal, bleiben wir bei Quinn und der USA Geschichte, denn Geschichten sind so schön... die hässliche NS Geschichte dürfte allerdings Freddy Quinn auf die Palme bringen, mit oder ohne Gitarre.

Nach dem Krieg macht er sich in Hamburg schnell einen guten Namen und beginnt seine Gesangskarriere in der Washington Bar. Die Schlager die Freddy Quinn in der Folgezeit abgibt, werden vor allem von Frauen gehört und seine Texte sind Balsam für die geschundene Volksseele.

Seinen eignen Auftritt plant er zunehmend minutiös und für fremde Photographen ist da kein Platz, auch nicht für Kameras die ihn bei Dingen filmen die ein einsamer Seemann normalerweise nicht tut. Auftritte werden umgestaltet, Preisverleihungen neu gestrickt - Freddy Quinns Ruf leidet ein wenig in der Branche, dies dürfte auch Neidern geschuldet sein.

Hamburger ist er und hier will er bleiben, ein bisschen Seemannsgarn darf es dann ja auch wohl sein und die verpatzte US Karriere war kein Wunder, noch nie hat so etwas jemand geschafft der aus Deutschland kam.

Mit der Trennung von seinem Manager ändert sich aber auch die Kontinuität - seine Aufnahmen werden Stück für Stück zielloser und unstrukturierter - Maritimes hat zwar in Hamburg immer Tradition aber wie steht es anderswo?

Doch seine Kariere läuft weiter und mit Musik und Filmen bleibt er immer noch der Gold - Freddy. Selbst auf der Bühne gibt Freddy Quinn alles, doch launisch ist er geworden und die Photos von ihm zeigen in beständig in der gleichen Pose oft ohne ein Lächeln das die Augen erreicht.

Das Buch FREDDY QUINN von Elmar Kraushaar thematisiert dann auch noch, wie könnte es anders sein, das Sexualleben von Freddy Quinn oder das offiziell nicht vorhandene, da wird natürlich kräftig spekuliert, schwul oder nicht schwul, Frauen mit großer Oberweite oder doch eher kleine Jungs? Harter Tobak, auch für einen Hamburger Seemann. Doch selbst bei solchen Fragen aus der Presse blieb Freddy Quinn jedes Mal Herr der Lage und seine Antworten darauf waren glatt. Die einzige Frau in seinem Leben war allerdings Lilli Blessmann der er stets die Treue hielt.

Zum Thema Steuerhinterziehung wäre Freddy Quinn nicht der Erste, der den Weg in die Schweiz gewählt hat und damit auf die Nase fiel. Als Hamburger Jung ist man halt auch in Hamburg steuerpflichtig, oder?

Das Buch FREDDY QUINN - eine Biographie dürfte dem dargestellten Künstler ein wenig Kopfzerbrechen bereiten, ein bisschen Demontage ist schon dabei und doch scheint viel Wahres und gut Recherchiertes dabei zu sein, wen Spekulatives.

Seine letzte Aussage: Ich möchte einfach nur noch vergessen werden - können wir Freddy Quinn nicht erfüllen, eine Biographie liegt vor und seine Lieder sind unvergesslich - also: Junge, komm bald wieder!

Sehr empfehlenswert!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sollte Freddy Quinn dieses Buch lesen, wird ihm so manches, was er hier über sich lesen muss, wohl nicht gefallen. Die Frage muss auch erlaubt sein, ob die Welt einiges, was hier geschrieben steht, auch interessieren sollte. Andererseits bekommt man einen Einblick über die Machenschaften der Branche und über Irrungen und Wirrungen eines Künstlerlebens. Bei allem, was an Negativem zu Tage gefördert worden ist, darf aber nicht außer Acht bleiben, dass Freddy Quinn mit vielen seiner Aufnahmen Millionen Menschen Freude bereitet hat und er auch mit anderen künstlerischen Aktivitäten zu begeistern wusste.
Eine kleine Ergänzung am Rande. Als der zum damaligen Zeitpunkt noch völlig unbekannte Freddy Quinn 1951 im GOLDENEN LÖWEN in der Gustavstraße in Fürth Hillbilly-Musik spielte (danach im WESTERN MUSIC PLACE in Nürnberg), animierte das lokale Musiker, auch solche Hillbilly-Musik live zu spielen und es formierten sich Bands wie z.B. The Circle Four Ranch Boys. Es war Freddy Quinn, der den Anstoß gab, dass die Nürnberger Livemusik-Szene um eine Musikrichtung bereichert wurde, was bis heute nicht Vergessenheit geraten ist.
Nein, das Buch stellt keine "Demontage" dar, denn in allererster Linie zählt das künstlerische Gesamtwerk und das kann sich - von einigen Peinlichkeiten abgesehen - wahrlich sehen lassen.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freddy und die Image-Falle 7. September 2011
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Nein, eine Biographie im üblichen Sinne ist das nun wirklich nicht. Darauf weist der Autor bereits im einleitenden Kapitel "Erste Begegnung" hin. Denn Freddy Quinn hat ihm mit dem Anwalt gedroht, falls er über ihn schreibe. Elmar Kraushaar, Journalist, Schriftsteller und Kenner der Schlagerszene hat es trotzdem gemacht. Und das finde ich gut. Auch weil Freddy Quinns 1960 erschienene Autobiographie "Lieder, die das Leben schrieb" ein PR-Produkt seines Komponisten und Förderers Lotar Olias ist.

Obwohl der Bravo-Starschnitt von Freddy Quinn nie in meinem Zimmer hing, klingen seine größten Hits auch in meinen Ohren nach. Und weil damals die Eltern das abendliche Fernsehprogramm bestimmten, kann ich mich sogar schwach an die zahlreichen "Freddy und...-Filme" erinnern. Aber ein großer Freund deutscher Schlagerkunst war ich eigentlich nie. Schon gar nicht wenn sie von Heino & Co vorgetragen wurde. Wenn ich mich trotz einer gewissen Distanz zu Freddy Quinn für sein Leben interessiere, dann liegt das vor allem an meiner Neugier auf Geschichten, die Menschen prägen. Und unter diesem Gesichtspunkt ist diese Biographie außergewöhnlich faszinierend. Denn so wie Karl May bestätigt auch Freddy Quinn den Satz von Max Frisch "Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält."

Elmar Kraushaar investierte viel Zeit, um an Informationen zu gelangen, mit denen sich Fiktion und Realität auseinanderhalten lassen. Und dass ihm dies trotzdem nur ansatzweise gelingt, erstaunt mich noch immer. Denn schließlich lebte Freddy Quinn nicht vor zweihundert Jahren in einem fremden Land, sondern wurde 1931 in Wien geboren. Und auch wenn im zweiten Weltkrieg viele Dokumente verloren gingen, finde ich es doch unglaublich, wie Freddy Quinn Spuren verwischen konnte, die nicht zu seiner Version eines Lebensabschnitts passten.

Wie sehr jemand sein Leben neu erfindet, finde ich unter moralischem Gesichtspunkt eher langweilig. Spannend wird es für mich, wenn ich als Beobachter dabei sein kann, wie Freddy Quinn und Lotar Olias das Drehbuch für die Inszenierung eines Künstlerlebens schreiben und sorgfältig ein Image aufbauen. Tragisch wird es, wenn dieses Image für die Karriere so wichtig wird, dass man ihm nicht mehr entfliehen kann, ohne den Absturz zu riskieren. Wenn Freddy Quinn die Anschaffung seines Schiffs "Libertas" für den größten Fehler seines Lebens hält, das Bild vom sehnsüchtigen Matrosen nicht mehr los wird, seine langjährige Beziehung zu Lilli Blessmann geheim halten muss, statt an ihrem Begräbnis in der Bild-Zeitung trauert, nie ernsthafte Filmrollen erhält und nicht vom Glauben loslassen kann, er müsse der Karriere zuliebe auf allen Hochzeiten tanzen.

So sehr sich Elmar Kraushaar darum bemüht, fehlende Puzzleteile zu ergänzen, bleibt am Schluss doch ein unvollständiges Bild. Doch der Versuchung, sich als abgewiesener Biograph mit hässlichen Spekulationen zu rächen, ist Elmar Kraushaar nicht erlegen. Was sich nicht nachweisen lässt, bleibt offen. Und wenn es verschiedene Varianten einer Geschichte gibt, erzählt er sie alle. Damit bleibt er nicht nur fair, sondern lässt den Leser auch am Erfindungsreichtum von Freddy Quinn teilhaben. Weniger erpicht auf theatralische Inszenierungen waren allerdings die Richter, die über das Strafmaß für Freddy Quinns Steuerhinterziehung urteilen mussten. Dennoch machten die erzählten Geschichten offenbar so großen Eindruck, dass es weit milder ausfiel, als die Forderung des Staatsanwalts.

Über die unausgefüllten Lücken trösten auch hinweg, dass Elmar Kraushaar das Leben von Freddy Quinn in die Musikgeschichte einbettet, was ihm als Kenner der Szene leicht fällt. Zudem verhindern solche Ausflüge in die Unterhaltungsindustrie einseitige Schuldzuweisungen. Und wer die Medien braucht, wird von ihnen auch missbraucht. Das hat Freddy Quinn vielleicht zu spät begriffen.

Mein Fazit: Freddy Quinn hat sich aus verschiedenen Gründen ein Leben zusammengereimt, das mit der Realität oft wenig zu tun hatte. Wie so viele Künstler suchte auch er auf der Bühne und im Scheinwerferlicht, was er als Kind zu wenig bekam, nämlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Elmar Kraushaar hat eine Biographie geschrieben, die Freddy Quinn wohl kaum in allen Teilen gefallen wird. Falls er sie überhaupt liest, würde er feststellen, dass Elmar Kraushaar nie den Ton einer Abrechnung anschlägt und Ungerades auch gerade lassen kann. Auch ein Buch darüber, wie Stars gemacht werden und wie einsam es an der Spitze ist.
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Image-Falle
Mit der Biographie ist zumindest der Anfang einer kritischen Auseinandersetzung mit einem großen Star der 1950er gemacht. Aber leider nur ein Anfang. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Greif42 veröffentlicht
Nur teilweise gelungen
Gut gelingt Kraushaar die Darstellung der letztendlichen Image-Falle des "einsamen Seemanns" sowie die vergeblichen, da halbherzigen, Ausbruchsversuche des Freddy Quinn. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Steinhäusler veröffentlicht
Biografie? - wohl kaum
Ein solches Buch als Biografie zu bezeichnen, ist wirklich eine Frechheit. Egal, ob man ein Fan von Freddy Quinn ist oder nicht, durch dieses Buch wird man nicht schlauer. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Livi_Bouvi veröffentlicht
Freddy Quinn ein unwahrscheinliches Leben
Habe das Buch meinem Mann zum Geburtstag geschenkt. Habe es selbst noch nicht gelesen. Er hat sich sehr gefreut. Wenn ich demnächst Zeit habe, werde ich es auch lesen.
Vor 7 Monaten von Maike Powierski veröffentlicht
Entbehrlicher, mieser Journalismus
Die üblichen Vermischungen der Realität und Fiktionen aus dem Leben von Freddy Quinn. Herr Kraushaar konnte nichts recherchieren, dass Freddy Fans nicht schon bekannt... Lesen Sie weiter...
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Der Autor hat sich als kritischer Jounalist einen Namen gemacht ' und genau so ist das Buch gehalten. Lesen Sie weiter...
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